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Leselupe.de > Erotische Geschichten
bittersüßer Sex
Eingestellt am 07. 09. 2003 14:25


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Aceta
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bittersüßer Sex


Fortsetzung des LL-Beitrages „Männerfreundschaft“ Hier klicken


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am 4.10. nochmals aktualisierte Fassung
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Sie hört, wie die Tür des Schlafzimmers geöffnet wird. Es ist so dunkel, daß er sie – aus dem hellen Flur kommend – erst einmal nicht erkennen kann. Sie möchte dennoch den Atem anhalten, soll er sie doch nicht hören, nicht vorzeitig bemerken. Fast krampfhaft bemüht sie sich nun, ruhig liegen zu bleiben. Es ist immer noch warm in diesem August, nur ein dünnes Laken hat sie über ihre nackte Haut gezogen, mit dem Öffnen der Tür bewegt sich vom offenen Fenster her ein Lufthauch durch das Zimmer. Sie empfindet es wie den sanften Gruß der Liebesgöttin, entspannt und hofft und wartet und ist bereit ...

Die Türe schließt sich wieder und sie spürt ihn, spürt seine Anwesenheit in diesem Raum, spürt den Blick des Mannes, der die Frau im Bett schließlich bemerkt.

Auch wenn ihre Gestalt vom Laken verhüllt ist, so könnte er doch das lange, dunkle Haar nicht übersehen, daran erkennend: nicht seine Frau liegt hier in diesem seinem Bett! –
Einen Moment noch scheint er zu zögern, dann tritt er ans Bett heran, ergreift das dünne Laken und zieht erst langsam daran. Dann, je weiter die nackte Gestalt darunter entblößt wird schneller und heftiger.
Das Laken schwebt zu Boden und Roald starrt sie an. Durch das offene Fenster scheint Mondlicht ins Zimmer, anderes Licht hat er nicht angemacht. Aber die Augen sind nun an die Dunkelheit gewöhnt. Auf der Seite liegen wölbt sich ihm ihr nackter Po entgegen, das Gesicht abgewandt, die Haare fließen auf das Kissen.

Wie eine Bruni-Skulptur liegt sie da ... aber sie ich nicht aus Bronze, sie ist lebendig und echt!
Ihr Duft dringt in seine Sinne, ihr Anblick verwirrt und bezaubert zugleich.
- So unwirklich, so überraschend, so erregend, diese Situation!

Oh ja, sie hatten ihn schon richtig eingeschätzt: er würde eine solche Frau wie sie nicht von der Bettkante stoßen!

Langsam dreht sie sich nun herum, lächelt ihn an, haucht einen Kuß und spreizt – fast unmerklich nur die Beine.
Odour der Lust erfüllt den Raum, betört, verhext ... es ist ein starker Zauber, den sie damit einsetzt. Gäbe es überhaupt einen Mann, da noch zu widerstehen?

Die süße Frucht lockt nicht in Nachbars Garten, sie liegt in seinem eigenen Honigtopf - und Naschen ist so naheliegend!
... Im wahrsten Sinne des Wortes genau dies: „naheliegend!“ ...

In dunkle Seide gebettet - ein heller, lustvoller Körper –
... lockende Gestalt im milden Licht der Nacht.
- Eine märchenhafte Szene:
Ein erotischer, sinnlicher männlicher Wunschtraum – gerade in diesem Moment Wirklichkeit werdend ?!

Sie liegt in seinem Bett, sie ist Verlockung, Versuchung – Inkarnation der Leidenschaft!
Wie kommt die Nymphe hierher?
- Unerklärlich, unglaublich, gigantisch -
Träume mögen vor Neid blaß werden ob dieser Realität, die sich ihm völlig unverhofft darbietet!

Es wühlt ihn auf, übermächtig ist der lautlose Schrei, der Ruf des Verlangens, stimmlos geflüstert: Sex, Sex und Sex!
Sie lächelt ihn an, nackt in seinen Kissen, duftend und bereit für ihn, ihr Körper gespannt und freudig erwartungsvoll.
Welch eine unwirkliche Situation, welche Pikanterie, welch phantastische, wundersame Lage! -
Langsam streckt sie Ihre Hand aus, streckt sich ihm entgegen – allerletzte Zweifel weichen.

Er kniet neben dem Bett nieder und berührt – wie prüfend – ihre warme Haut.
Sie erschauert leise, rührt sich aber nicht. Seine beiden Hände gleiten nun, erforschen die Erscheinung. Verharren auf ihren Brüsten, drücken prüfend und reiben ihren Busen, gleiten mit den Daumen über die harten Knospen. Eine Hand gleitet an ihrem Hals entlang, streicht über ihre Lippen, ihre Wange, läßt die Fingerspitzen mild vibrierend auf ihrer Stirn am Haaransatz tanzen. Es ruft wohlige Schauern in ihr hervor. Die andere Hand bewegt sich dann über ihren strammen Bauch, streift kurz über ihren Schenkel und dringt vor auf ihre sorgsam epilierte Scham.
Wieder reibt dann ein Finger über eine kleine, harte Vorwölbung ...
Leises Stöhnen zieht über ihre Lippen, mit weit geöffnete Augen sieht sie ihm erwartungsvoll entgegen.

***

Zwei Männer, alleine im Gespräch. Sie trinken miteinander und erzählen von vergangenen Heldentaten. – Sie erzählen einander und bestätigen sich, wie gut sie gewesen, wie großartig sie geworden, wie toll sie doch sind. - Je länger sie reden, desto mehr glauben sie all das – und Angst und Enttäuschung, die sie vielleicht einmal erfuhren, vergehen .
Nicht jeder ihrer Schritte auf dem Weg durch das Leben war von Erfolg begleitet. Einige ihrer Ideale wurden wohl der Realität geopfert, einige blieben auf der Strecke: dem Lebensweg.
Doch Manches hatten sie erst deshalb geschafft, weil sie es miteinander getan. Aneinander aufgerichtet, wenn sie einzeln alleine nicht mehr die Kraft dazu gehabt hatten. Treue zueinander war einmal die letzte Rettung. Das machte sie zu „Blutsbrüdern“.

Diese Erfahrung schmiedet sie aneinander, besiegelt ihre Ansicht. - Sie kennen Wahrheiten, wissen vom jeweils anderen, daß der es weiß. Aber zwischen Ihnen ist die Sicht der Wirklichkeit etwas Spezielles geworden.
So schmiedet sich zwischen ihnen ein starkes, unsichtbares Band.

Kann ich nur entfernt ermessen, was dies alles bedeuten mag?
Männer wurden sie – und seit Jahrtausenden nicht nur so geboren, so erzogen und gereift, sondern auch dazu gemacht ...

***

Sie sieht mich an und flüstert:
„Du hattest recht!“
Ich möchte weinen - kann es nicht.
„Was hast du gefunden?“ meine Stimme ist fast tonlos.
„Sie sind sich so gleich, so einander ähnlich wie Zwillinge - verdammt!“
„- darin, wie sie ficken?“ frage ich lakonisch.
Sie lacht kurz auf - hart und beinahe verletzend.
„Du hast das doch gewollt!“
„Ja,“ muß ich gestehen: es war mein Plan gewesen, mehr als sie je ahnte.

Aber ich wollte mehr wissen. Hatte sie mehr erkennen können?
Wie mußte ich sie fragen, das zu erfahren?

***

Zwei Männer reden über Frauen. - Als sie noch Jungs waren, schon eines ihrer Themen gewesen ...
Sie hatten einen Schwur: Frauen sollten sie nicht trennen, nicht zwischen sie drängen, nicht zu Streit zwischen ihnen führen. Vor langer Zeit hatten sie es sich versprochen, lange bevor ich Roald kennengelernt hatte.

Doch irgendwann muß etwas vorgefallen, irgendwas passiert sein ...
Irgendwas – überlege ich.
- Beide in die gleiche Frau verliebt?
Einen Knacks in ihrer Freundschaft, eine Wunde, nie verheilt?
- Welche Katastrophe könnte das gewesen sein?

***

„Es hat mir gut getan.“ sagt sie. „Freiheit, die er sich nimmt, sollte ich doch auch wohl haben!“
„Ja?“ frage ich leise.
„Ja!“ sagt sie bestimmt.
„Aber vielleicht ist nicht alles so offensichtlich?“
Sie sieht mich etwas ungläubig an.
„Du findest, zu vögeln sei geheimnisvoll?“
- Soll ich ihr darauf wirklich antworten?

Sie hat – wie ich ihr vorgemacht und vorgelesen, eine „Nächtebuchnotiz“ gemacht. - Natürlich darf ich darin lesen, so hatten wir es schließlich ausgemacht. Ich halte zwei mit einer klaren, kleinen Schrift beschriebene Blätter in den Händen.
Sie windet sich indes, will nicht, daß wir es gleich zusammen lesen. Ein Anflug von Schamhaftigkeit?

- Inzwischen glaube ich ihr das nicht mehr ... indes: ich nehme es hin !

Zwei Männer haben diese Nächte hinter sich.
Sie reden miteinander, sehen einander ins Gesicht. Jeder von ihnen weiß, es ist etwas geschehen.
Können sie so tun, als sei dies alles Unwirklichkeit?
Der eine schwört auf seinen puristischen Maserati, der andere bekundet meinem SLK höchste Sympathie, am Ende bin ich „schuld“, daß wir den SLK haben – weil es eben für mich (!!) das bessere Auto sei ...
Sie reden miteinander – und auch wenn sie mich kaum wahrzunehmen scheinen, reden sie auch von mir.
Immerhin also: ich bin präsent in ihren Gesprächen.
Trotz allem und nach alledem –
- Können sie ES einfach „ausblenden“?

Schon nach der Nacht, in der es mich traf, hatte ich gewartet, hatte ich gezittert, daß einer von ihnen etwas sagt!
Ich wußte nicht, wie ich reagieren sollte.
Doch am nächsten Tag, da nahmen alle beide mich kaum wahr! Ich kam mir fast albern vor, während sie am Frühstückstisch über Börsentermingeschäfte redeten!
„Noch etwas Kaffee?“
„Ja!“
- das war die ganze Konversation ...
Bin ich denn in einem anderen Film ??

Immerhin – hatte Roald vielleicht nicht mitbekommen, daß da etwas vorgefallen war – aber ER konnte doch nicht gleichermaßen dreist so tun, als sei da einfach nichts gewesen – oder?

- Ich gieße als aufmerksame Gastgeberin Kaffee ein ... und frage mich, ob der Mann, in dessen Tasse ich den Kaffee gieße, sich bewußt ist, daß ich ihm voller Wut den heißen Sud mittschritts über die Hose schütten möchte!

... und Roald – nach dieser, nach seiner Nacht?
Tut er so, als gehe das Leben einen normalen Gang – erzählt er seinem Freund davon, stolz vielleicht? - Oder reden Männer gar nicht so direkt über Sex?
- Berührt es ihn nun eigentlich? Oder nimmt er es hin – ignoriert einfach, was das bedeuten könnte?

... und mir gegenüber?
Wer redet denn endlich mit mir?

***

Er hatte uns seine Frau nicht vorgestellt, nichts von ihr erzählt.
Roald ahnt nicht, sie überhaupt zu kennen ... und wie er sie längst kennt! –

- Aber ab einem gewissen Promillegehalt versagen dann offensichtlich Strategien des Versteckens... so habe ich beim Aufräumen am Morgen sein melodiöses Handy gefunden. Die Männer schliefen noch tief und fest, während ich das Gespräch für ihn entgegen nahm ...

Das Mißverständnis um meine Stimme kann ich schnell ausräumen: als Ehefrau des Freundes bin ich offenbar akzeptabel, wir kommen ins Gespräch ...
- Sie sei nicht dabei – bei allem was geschieht und geschah ? – Ich stelle das sehr in Frage:
Sie – seine Frau soll außen vor bleiben, wo die „Blutsbrüder“ sich nach langer Zeit wieder treffen?

... wir beschließen, das zu ändern. Wir beschließen es erst einmal unter uns Frauen ...
„Es ist ausgesprochen aufregend, was hier so abgeht!“ lasse ich durchblicken. Aber es ist sowieso nicht schwer, sie zu überreden, her zu kommen.
Unsere Nachbarn sind derzeit in Urlaub, ich betreue deren Haus. Unser Gästebett ist dorthin sowieso noch ausgeliehen, es steht in deren Gästeappartement ... ich beschließe kurzerhand, sie nun dort, in diesem Gästeappartement einzuparken ...
- und sie ist sofort einverstanden. Auf diese Weise wollen wir beide entscheiden, wann sie die Bühne betritt.

***

Bin zum See gelaufen, nur wenige Minuten vom Haus in den Wald. Der Verlockung des warmen Wassers erlegen ... – so früh am Morgen,. in diesem heißen Sommer war das klare Wasser so angenehm! – Meine Sachen eingerollt in das dunkle Shirt unter einem Ast versteckt habe ich mich einfach in das spiegelglatte Wasser gleiten lassen.




Bewege mich langsam, ohne zu spritzen, fast ohne Geräusch durch das Wasser, fühle und genieße das Streicheln der kleinen Wasserwirbel, die sich an meinem Körper bilden, während ich mich im Wasser bewege ...

Lüsterne Blicke indes – haben mich gefunden. Blicke, die ich ertragen könnte, doch in dieser Beschaulichkeit des Morgens am See beschleicht mich eine böse Ahnung!

Meine Kreise sind im glatten See die einzigen Wellen, gleichermaßen malerisch wie verräterisch, gleichermaßen schön und bedrohlich: konzentrische Kreise um mich herum – wie mit Lupen die Blicke auf mich lenkend.
Die mir folgen sehen mich. - Dessen bin ich mir bewußt.

***

Ich lese ihre „Nächtenotiz“. – Lese den Bericht darüber, wie sie meinen Mann verführt.
Bin ich enttäuscht, gekränkt?
Nein: ich hatte nicht wirklich erwartet, daß es nicht geschehen würde. Zu steil, diese Vorlage ... hätte er gesagt. Möglicherweise wäre ich sogar entsetzt gewesen, wenn er das nicht wahrgenommen hätte – denkend: wie abgestumpft und langweilig er dann geworden wäre?
„Wer die Hände ins Feuer hält, darf sich nicht wundern, wenn er sich die Finger verbrennt!“ hätte er dazu gesagt ...
Ja: ich hatte es selbst angezettelt. Ich hatte es doch gewollt!
Nein: Roald war wahrhaftig nicht langweilig oder abgestumpft – nie gewesen und bestimmt auch nicht so geworden !
Und außerdem: sie war Versuchung, Verlockung ... darüber war ich mir von vorn herein lar gewesen.

„Wenn du einmal fremdgehst“, hatte ich ihm irgendwann einmal gesagt, „dann nur mit einer ganz tollen Frau!“
„Warum?“ hatte er gefragt.
„Ich könnte es besser ertragen!“
Etwas ungläubig hatte er den Kopf geschüttelt.
„Was macht es für dich einfacher, wenn deine Konkurrentin dir ebenbürtig wäre?“

„- oder schöner als ich?“ hatte ich leise gesagt, „und ...“

Ich hatte schlucken müssen. Wenn eine andere Frau in vieler Hinsicht gut wäre, und sie ihn mir nähme dann könnte ich mich damit trösten, nahe daran zu sein, doch genau solch eine tolle Frau zu sein – und wir beide hätten bezogen auf ihn einen ähnlich guten Geschmack. Wenn er mit einer untreu würde, die mich überträfe, könnte es mein Selbstwertgefühl nicht treffen.
Ich würde vielleicht mit ihr kämpfen – um ihn – das wäre dann ein würdiger Kampf?
- Eine dumme, häßliche, naive kleine Schlange hingegen – die würde mich demütigen. Selbst wenn sie ein paar Jahre jünger wäre als ich ...
„Also wenn ... dann werde ich nur mit einer verdammt reizvollen, wunderschönen, phantasievollen, geistreichen Frau fremdgehen, einer Frau, die mich gar und ganz überzeugen kann!“
Er hatte mich in die Arme genommen und dann geflüstert: „Es wird aber bestimmt ziemlich schwierig sein, eine zu finden, die dich übertreffen könnte.“ - dann hatte er mich geküßt.
- Genau diese Annahme war wahrscheinlich mein Kalkül: in der Ansammlung meiner Eigenschaften einzigartig und genau für ihn wahrlich die Beste zu sein!
Ich erinnere mich noch gut an den wohligen Schauer, der mir damals den Rücken hinunter lief, als er mich in den Armen hielt und das sagte.

Aber: - Jetzt war es geschehen: Sie war solch eine Versuchung, eine verdammt attraktive Frau – in vielerlei Hinsicht, sie war die Herausforderung, die ich verlangt hatte ...
... und sie hatte ihn verführt. – Wie würde ich jetzt damit klarkommen, diese raffinierte, sexenthemmte Frau in unser beider Leben gezogen zu haben? -

***

„Nein!“ sage ich. „Ich bin nicht lesbisch.“
„Hey!“ flüstert sie beschwörend.
Was tat sie da?– Wieso versucht eine Frau nicht einen Mann zu verführen, sondern eine andere Frau?
Was will sie von mir ?
„Es gibt einfach Sachen, die wird kein Mann jemals verstehen!“ deutet sie an.
„Ja?“
„Ja!“
Sie bewegt beschwörend die Hände, sieht mich vielsagend an. Irgendwie gelingt es ihr, meine Aufmerksamkeit zu gewinnen.
Ich betrachte sie: Alle Reize, einen Mann zu verführen. Sie hat bronzebraune, glatte Haut, tiefe, geheimnisvolle Augen, lange, leicht gewellte dunkle Haare, eine frauliche Figur mit den richtigen Rundungen, die Männer antörnen mögen.
Aber was sollte mich an ihr reizen?

„Ich weiß es,“ flüstert sie. Es ist wie der Versuch einer Antwort auf meine gerade eben nur gedachte Frage.
„Ich weiß ganz genau, was eine Frau schön findet!“
„Ich habe keine solche Sehnsucht!“ antworte ich.
Einen kurzen Moment schwieg sie. Dann lächelte sie mich voller Charme, Selbstsicherheit und Zuversicht an:
„Ich könnte sie erwecken, die noch unerkannte Sehnsucht in dir ...“

***

„Du bist eine wundervolle Frau!“ sagt er, grinst dabei mit einer faszinierenden Mischung aus Anzüglichkeit und jungenhaftem Schalk in den Augen, die mich eigentlich bezaubern sollte.
Wir stehen einander gegenüber und ich könnte ihm in die Eier treten, wenn ich nur das Knie heben würde. Aber ich beherrsche mich.
„Was gab dir das Recht?“ frage ich ihn, suche nun die direkte Konfrontation.
Aber er ignoriert das einfach. –

„Du hast mich gevögelt!“ sage ich.
„Es hat dir gut gefallen!“ entgegnet er.
„Du leugnest es nicht?“
„Nein!“
„Ich wollte es nicht.“
„Doch!“
- verdammter, überheblicher, eingebildeter Macho !
„Was bildest du dir ein, zu wissen? – Glaubst du wirklich, dich mit solchen Phrasen rechtfertigen zu können? – Es hat mich tief verletzt, wie du ausgenutzt hat, völlig unpassend und unerwünscht in meinem Schlafzimmer und in meinem Bett aufgetaucht zu sein!“
„Aber es hat dir gefallen!“
„Kapierst du denn nicht, daß es darauf nicht einmal ankommt? - Wenn ich einen sexuellen Traum habe, kann der mir gefallen oder mich schockieren. Ich bleibe aber Herrin meiner selbst, wenn ich aufwache, war es nur ein Traum. Du aber hast eine Realität geschaffen, die ich kategorisch ablehne!“
„Hast du ein Problem mit Kategorien und Prinzipien?“
„Versuche mir keine Probleme einzureden, die ich nicht habe – ein Problem, das ich tatsächlich habe bist du und dein Eindringen in meine Intimsphäre.“
„Hey – komme herunter von der Wolke der Wut!“ sagt er leise und beschwörend.
„Ich hasse dich!“ fauche ich stattdessen.

***

Meine Kreise im See umtanzen mich, zentrieren meinen nackten Körper im Blickfeld derer, die mich ins Visier genommen haben.
Durchdringen ihre Blicke sogar den Wasserspiegel – drängen sich ganz nahe heran, als seien sie Hände, die nach mir tasten, meinen Körper fühlen wollen?
Greifen sie nach mir, streicheln sie mich längst – wilder, als jeder dieser kleinen Wasserwirbel es könnte?
... greifen nach mir, mit geiler Gier – wollen Sex – Sex –Sex? – Wollen meine Brüste befühlen, meine Beine, meinen Hintern – und zwischen meinen Beinen nach Lust suchen?
Wollen sie mich und an mir ihre wilden Gelüste erfüllen – wollen sie: Sex – Sex – Sex?

Es sind Gedanken, die mich gleichermaßen erregen und beunruhigen. -
Ich schwimme zum Ufer zurück.

***

Sie hatten Sex – in jeder Weise.
Sie beschreibt es knapp, fast stenotyp. Sie hatte offensichtlich keine große Lust zu schreiben ... - Will ich ihr das verdenken?
Sie hat ihn gelockt, verblüfft, verwirrt. Sie hat genossen, wie sehr sie ihn betören konnte. Sie hat ihn subtil geleitet, ihre Lust zu erfüllen. - Er ist dabei aber wahrlich auch nicht zu kurz gekommen!
Sie hatten Sex – oral, anal: Hemmungen kennt sie offenbar überhaupt nicht, ausdauernd haben sie miteinander eine orgastische Nacht gehabt.
Sie hatte die Initiative – und sie entfesselte ein exorbitantes, lüsternes Feuerwerk.
Er hat alles, alles mitgemacht, er: mein Mann ...

Puhhh ...

Was nur ... überlege ich trotzdem: was habe ich verpaßt? – Hätte ich anders sein sollen, hätte ich sie vermeiden können?
Sie ist Wirklichkeit geworden: die Frau, mit der er fremdgehen könnte. Sie ging weiter, als ich je gegangen war. Sie sprengte den Rahmen, den wir gefunden hatten. Sie war der Ausbruch aus der Gewohnheit, aus dem Alltag, aus der Routine.
Hatte ich es provoziert, gewollt, gesucht?

War ich dumm, es gemacht zu haben?
Hatte ich mich im Strudel der Ereignisse hinreißen lassen, eine Lawine los zu treten?
Hatte ich unsere Ehe damit in ein absolutes Chaos gestürzt – oder folgte ich einem geheimnisvollen, instinktiven inneren Plan zu einer revolutionären Katharsis?

***

Mit grau-grünen Augen sieht er mich an. Es funkelt darin ein Schalk, könnte ich sie unbeschwert betrachten, würde es mir vielleicht gefallen?
Seine Mine, seine Gestik strahlt lässige Unbekümmertheit aus.
Mein „ich hasse dich“ schwebt noch zwischen uns.

Er trägt ein blaues Polo-Shirt, weiße Jeans und teure Sportschuhe. So, als wolle er gleich in den Golf-Club fahren, geht mir durch den Kopf.
Er sucht meinen Blick, findet ihn und sagt dann leise:
„Nein. – Du brauchst mich nicht zu hassen.“
Seine Augen versuchen in meinen Augen eine Reaktion zu finden.
„Du hast dir etwas herausgenommen, was dir nicht zusteht! – Du hast mich nicht einmal gefragt.“ sage ich, mühsam um Beherrschung ringend.
„Ich wollte, ich hätte dich gefragt!“ sagt er leise und wirkt tatsächlich bekümmert. Ist er ein so guter Schauspieler – oder ist das ernst?
Es läßt mich zusammenzucken, wie er es sagt.
„Jetzt – leider erst jetzt weiß ich, daß ich damit einen Fehler gemacht habe. – Einen großen Fehler.“
„Ja“, sage ich, „einen unverzeihlichen Fehler!“
„- einen unverzeihlichen Fehler.“ resümiert er und versucht wieder, mich mit seinem Blick gefangen zu nehmen. Aber ich weise ihn zurück, breche kopfschüttelnd den Blickkontakt und wende mich ab.
„Ich hasse ihn doch!“ – bestätige ich mir selbst nochmals ...

***

„Findest du nicht, daß sich unser Leben sonderbar entwickelt?“
Überrascht sieht Roald mich an.
„Ja“, sagt er dann zögernd.
„Und?“ frage ich.
„Es entwickelt sich – das finde ich gut!“

***

Habe das Ufer erreicht, fühle den sandigen, stellenweise etwas matschigen Untergrund unter den Füßen, dazwischen kleine Kieselsteine. Entsteige dem Wasser und stelle mir vor, hier am Ufer würden sie nun auf mich warten – beide!

Sie ständen mir gegenüber. Roald sähe mich an, meine ganze Nacktheit - und dann einfach weg! Ich fühle Enttäuschung, Beschämung, Angst und Frustration. Fühle, was ich empfinden würde, wenn es so wäre, wie es scheint ...
Warum sähe mein Mann weg, mich nicht an – meine Nacktheit keine Schönheit mehr für ihn – jedoch des anderen Mannes Lust?
Sein Freund indes giere mich geradezu an, greife mit jedem seiner Blicke nach mir.
„Roald!“ würde ich schreien wollen.
Hörte er mich – würde er mich hören wollen – oder weghören?
„Roald!“ gaukeln die Gedanken mir vor, gellte meine verzweifelnde Hoffnung.
Hörte er mich – würde er mich erhören ?
Aber – sagt mir da meine Vorstellung: er wäre plötzlich nicht einmal mehr da !

Nackt und hilflos – irgendwo am See im Gestrüpp. Er käme und lachte mich an. Ich fühle ganz intensiv, wie ich es fände: bedrohlich, entwürdigend, belästigend – und ganz und gar unerwünscht!
Ich würde nicht hören oder gar verstehen, was er sagte, wäre schier völlig verzweifelt !
Er nähme meine Hand mit festem Griff, zöge mich zu sich heran und fasste mich an, nähme mich für sich – gar und ganz ...

da erwache ich schweißnass !
– nicht mehr am See.
- nicht mehr in seiner Gewalt ?
Spüre die Wut in mir ... spüre diese Gedanken. – Spüre: ich will mich wehren ...

Was ist es ... frage ich mich: ist es Gewalt - physisch oder psychisch – oder was soll ich davon halten ?

***

„Hättest du „nein“ gesagt?“
Ungläubig schüttle ich den Kopf.
„Natürlich!“ sage ich.
„Wieso findest du das natürlich?“
„Ich bin mit Roald verheiratet!“
Er lächelt leise.
„Das ist schön. Aber das ist doch nicht wirklich ein Grund!“
„Nein?“
„Nein!“

- Mein Verständnis von Ehe scheint er nicht zu teilen. Ich deute an, worauf ich mich beziehe.
„Das habe ich niemals in Frage gestellt, niemals enttäuscht.“ ich bin stolz darauf.
„Gab es keine Versuchung?“
„Doch, die gab es.“
„Gab es nicht Momente, wo du sehr unsicher warst ob deiner Entscheidung für ihn?“
„Ich frage mich, ob dich das überhaupt etwas angeht!“
„Ich bin eine stattgehabte Versuchung!“ gibt er mir beinahe gönnerhaft zu verstehen.
„Nein – das bist du nicht! Du hast es nicht geschafft, mich an diesen Punkt der Versuchung zu bringen! - Du hast dir etwas genommen, was du überhaupt nicht erobert hattest.“
„Ja - ich hätte wirklich fragen sollen!“ seufzt er leise.
„Ich war nicht annähernd daran, „ja“ zu sagen!“
„Du warst eine Blüte, die nur auf sanfte Berührungen des Schmetterlings gewartet hatte, sich ihm gar und ganz zu öffnen!“
„Oh?“ das poetische Bild verblüfft mich.
„Ich bin ein Magier, gewissermaßen in dein Leben geflattert oder geschwebt. Es soll dir Gutes bringen!“
„Du bist ein schleimender Schmeichler – leider kam dein Schleim noch schneller als deine Schmeichelei!“
„Du bist wohl eine ziemlich spröde Blüte?“

***

„Willst du mich in diesem Gästezimmer versauern lassen?“
„Nein,“ sage ich. „Willst du einfach herüber kommen zum Mittagessen?“
Sie schüttelt den Kopf.
„Vielleicht“, überlegt sie laut, „sollte ich nicht zum Essen kommen – sondern erscheinen?!“
„Und?“ frage ich etwas zweifelnd, was das dann bewirken könnte, gerade auch im Anbetracht der Reaktionen, die ich bisher erfahren habe.
„Ich könnte doch als DEINE Freundin kommen?“
„Ja und?“
Sie lächelt mich bei diesem Vorschlag verheißungsvoll an:
„Stelle mich ihnen doch vor: nicht irgendwie eine Freundin – sondern DIE Freundin: so gar und ganz!“
Ganz überraschend: wir seien als Frauen so befreundet, wie die Männer für sich proklamieren?
„Oder noch anders – noch mehr?“ flüstert sie.

***

Vor vielen Jahren hatte ich bei einem Urlaub mit einer Jugendgruppe zusammen mit einer guten Freundin ein Zimmer geteilt. Wir hatten es damals beide auf den gleichen Jungen abgesehen und waren uns gar nicht besonders grün gewesen.
Am Ende haben wir beide ihn nicht gehabt, und das war für unsere Freundschaft wohl auch gut so ...
Ich erinnerte mich plötzlich, neben ihr in einem reichlich schmalen französischen Bett geschlafen zu haben.. Unweigerlich kamen wir uns nahe – aber richtig „passiert“ war eigentlich gar nichts.
Ich überlegte nun: hatte ich sie damals nach dem Duschen nackt fotografiert – und sie mir gedroht, mein benutztes Tampon einem chaotischen Jungen zu geben, mit dem gemeinsam ich – zickig, wie ich immer schon war - nicht einmal am gleichen Tisch sitzen wollte?

Zeit ist vergangen ....

Heute steht eine Frau vor mir, die ich kaum kenne und sagt: „Fühle doch einmal, wie weich und warm der Körper einer anderen Frau ist, wenn du sie umarmst!“
„Ich kann das nicht!“ will ich sagen. Aber ich spreche es nicht aus.
Diese Frau, überlege ich, hat gerade erst meinen Mann verführt. Was kann sie mich fühlen lassen, das ich vielleicht noch gar nicht kenne ?

***

Hatte ich einen Plan?
War nicht der Nacht, in der er mich genommen hatte die Nacht gefolgt, da seine Frau meinem Mann gegeben wurde?
Wenn die Evolutionstheorie für das Verhalten der Männer verantwortlich war, dann hatte ich es doch bereits konterkariert! - Dann hatte ich seinem Triumph, mich genommen zu haben doch entgegen gesetzt, seinerseits sein Weibchen befremdet zu haben ?!
Aber: War es wirklich nur darwinistische Sexualtheorie, was wir hier spielten?

***

Roald liegt neben mir, er ist wach und unruhig.
Seine Hand berührt mich –sucht oder lockt und schenkt mir Zärtlichkeit ...
„Bist du noch wach – willst du noch mit mir reden?“ – oder noch mit mir schlafen - - - er sagt letzteres nicht, er spricht es nicht aus – aber signalisiert es. Wir sind so vertraut miteinander, so lange schon ... ich verstehe das Signal gut. - Verdammt gut.
„Ich bin ziemlich angespannt!“ flüstere ich.
„Ich auch!“ antwortet er.
Ich spüre, Roald sucht mich!
Wir liegen in unserem Bett, nebeneinander.
Plötzlich empfinde ich: wir liegen hier nicht nur nebeneinander, sondern miteinander ...
Ich spüre seine Wärme, seine Nähe, seien Wunsch, zärtlich zu mir zu sein, seinen Versuch, Nähe zu finden zwischen uns, Vertrautheit ...
Ich könnte mich umdrehen – weg von ihm.
Hat er nicht erst gestern die andere Frau gehabt?

Aber will ich fern sein, fremd und unnahbar?
Gibt es einen geheimnisvollen, einen instinktiven Plan ... rät der mir nun, mich abzuwenden?
- Nein – wahrlich: nein!
Ich will mich nicht abwenden, nicht wegdrehen von dem Mann, den ich liebe! Ich kämpfe längst einen subtilen Kampf ...

***

„Versuche doch einfach mal, wie das ist!“ sagt sie.
„Wie denn?“ frage ich unsicher.
„Ich könnte dich verwöhnen, verzaubern und schöne Dinge mit dir machen.“ Sie sucht, mir in die Augen zu sehen. Sie atmet etwas tiefer ein, als nötig, ihre Brüste zu betonen. Weiß sie, ob mich solche Botschaften überhaupt erreichen?
Sie sieht mich an, spürt mein Zögern?
Homoerotische Gedanken hatte ich eigentlich als pubertäre Defizitkompensation für mein Leben längst und endgültig abgehakt – dachte ich.
Meinen sexuellen Ansprüchen hatten sich immer genügend maskuline Offerten geboten ... so war ich nie in Versuchung geraten!
So: eben damit, eine homoerotische Versuchung einfach nicht gebraucht zu haben, hatte ich meine konsequente Heterosexualität bisher gerechtfertigt. Allen Ansinnen unterschwellig eine Minderwertigkeit unterstellt und sie damit abgewiesen.

Sie aber ist keine Frau, die keinen Mann gewinnen könnte ... sie ist keine „zweite Klasse“ – sie ist selbst in meinen nicht gerade wohlwollenden Augen ein erotischer Schmaus !!

... Ist es nicht schmeichelhaft ? -
Sie will mich gewinnen für ein Spiel, das ich noch nie gespielt habe ...

Mich von einer Frau reizen zu lassen? - Könnte ich mich darauf einlassen? Von einer Frau sexuell erregt zu werden, könnte ich das schön finden? –
Sie bemerkt mein Zaudern ...
„Ich weiß noch eine bessere Lösung: Du – ich überlasse mich dir – ganz und gar!“
Sie lächelt mich an und erklärt weiter: „Du bist selbst Frau und weißt, was schön ist und wohltuend. Mache es mit mir!“

***

„Es ist etwas passiert,“ sagt Roald.
„Ja,“ sage ich. Er reagiert aber nicht ...
„- eigentlich unvorstellbar. Ich bin mir sicher, es nicht einfach geträumt zu haben.“
„Mir ist auch etwas passiert!“ - Ich beobachte ihn genau, warte, ob eine Reaktion erkennen lassen könnte, ob er etwas über den ersten Abend weiß. Aber er ist offenbar völlig gefangen von seinem Erlebnis, merkt gar nicht, welche Spannung in mir herrscht.
Immerhin – das, was er mir erzählen will, kenne ich ja längst – auch wenn er das nicht weiß.
Ich bin in unserem Schlafzimmer, in diesem Bett einer fremden Frau begegnet.“
„Du hattest ein Déjà-vu?“ frage ich – zugegeben: scheinheilig ...
„Nein!“ er schüttelt den Kopf und die Erinnerungen sind offensichtlich noch sehr lebendig. „Sie war wirklich da!“
„- und?“ frage ich (– bin ich gemein?).
„Ich habe –“, er unterbricht sich selbst und starrt mich an. „Kannst du dir vorstellen, daß plötzlich eine fremde Frau im Bett liegt und so?“
„Was ist: und so?“
„Sie war nackt, sie war total geil – wir hatten Sex!“ er schluckt hörbar, sichtbar. Männer haben einen Kehlkopf, der ihre Aufgeregtheit ganz schön verraten kann!
Es bedrückt ihn offenbar, mir das zu sagen. Ich überlege plötzlich, ob ich angemessen reagiere. Ob ich so bin, wie ich wäre, wenn ich nicht wüßte ...
Roald wundert sich aber offensichtlich nicht.
“Bist du dir sicher, daß da nicht einfach deine Frau gewesen ist?“ stachele ich ihn an. „Vielleicht war ich da, wo ich hingehöre – in unserem Bett?“
Einen kurzen Moment stutzt er, dann sagt er:
„Ja! - Nein!“
„Ohh!“ flüstere ich.
Ich verstehe seine Antwort: Ja, er ist sich sicher, daß ich es nicht war. - Und: nein, ich lag nicht im Bett ...

Jetzt sollte ich ... jetzt könnte ich ihm ein „schlechtes Gewissen“ machen! – Aber ich kann es nicht, will es nicht – oder etwas von meinem „inneren Plan“ drängt mich anders?

„Was ist es für dich?“ frage ich.
„Wie?“
„Eine neue Liebe?“
„Ich fühle noch, wie ihre Brüste in meiner Hand sich anfühlten, ich erinnere mich daran, wie sie geduftet hat. Ich war fasziniert, wie sie sich beim Ficken mir entgegenbog.“ – er beobachtet mich, spüre ich: ob ich diese Worte ertragen kann ...

„War sie gut?“ ich wollte diese Frage eigentlich nicht stellen. Kann sie mir aber nicht verkneifen.
„Ja.“
Es bohrt sich wie ein heißes Messer in mein Herz. So überzeugt sagt er das, so unumwunden, so absolut sicher ist er sich bei dieser Antwort.
„Warum?“ bohre ich nach. Will ich den Schmerz, will ich leiden? Oder suche ich nach einem Quentchen Hoffnung für mich?
„Sie hat mich so total angemacht“, erinnert er sich. „Sie hat es nicht nur angeboten, nicht nur versprochen. Sie hat das alles gemacht – sie war Sex pur!“ wie im Traum erlebt er es bei diesen Worten neu, ich fühle es. Ich kenne ihn schließlich! „Sie war wildes Leben – echt, es gab kein Halten, keine Hemmung, keine Grenze – fast unvorstellbar!“

Ich muß schlucken – zum Glück ... habe ich nicht so einen Kehlkopf wie ein Mann. Dann aber wiederhole ich meine Frage:
„Eine neue Liebe?“
Er zögert mit der Antwort, es macht mich beinahe verrückt.
„Ich würde“, flüstert er dann heiser, „das gerne mit dir erleben!“

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Fortsetzung in der LL:
"Midlife" am 19.Sept. 2003




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mit dem Herzen sehen ... (der kleine Prinz)

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niclas van schuir
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Liebe Aceta,
wie ich sehe, bewegt sich die Anzahl der Aufrufe deines Beitrages in einem bei dir gewohnten Rahmen. Jedoch keiner sagt was. Merkwürdig.
Daher beginne ich einmal: Der erste Teil der Geschichte hat mir besser gefallen. Das geschilderte Erlebnis erschien mir dort schlüssig. Bei der Fortsetzung machst du's deinen Lesern schwer. Die vielen Sprünge in der Geschichte erschweren den Fortgang zu verstehen. Wer ist denn jetzt schon wieder mit wem?
Nichtdestotrotz ist deine Schreibe - wie immer - flott und gut zu lesen für den, der diese Art der Literatur mag. Ich bin jedoch der Meinung, du solltest dieses Mal noch ein wenig am Text arbeiten, zumal er auch recht lang ist, was die LL-Konsumenten, wie du sicherlich auch schon bemerkt hast und mir auch gelegentlich vorgeworfen wird - mitnichten mögen.
Liebe Grüße, Nic

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Aceta
???
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zu lang ??

Nic hat es mir schon angedroht -
es sei zu lang!

Diese Story geht noch viel weiter. Soll ich sie hier besser nicht mehr anbieten?
- Oder doch?

- Soll ich die Fortsetzungen überhaupt noch einstellen?

Aceta
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mit dem Herzen sehen ... (der kleine Prinz)

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niclas van schuir
Guest
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Aceta, ein Großteil deiner Leser steht offensichtlicht auf Quickies ! Das passt in unsere Zeit. Keine Zeit mehr für Präliminarien.
Doch schreib bitte weiter.
Liebe Grüße, Nic

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Gunnar Zimtstick
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Hi,
auf jeden Fall weiterschreiben. Ich war schon nach dem ersten Teil gespannt, wie es weiter geht.
Auch gegen die Struktur des immer wieder neu ansetzens habe ich nichts einzuwenden, das macht die Sache noch spannender.
Das Einzige, was mich störte, war der Teil mit dem Sandboden und dem See. Den konnte ich zunächst nicht unterbringen. Das machte das Ganze unnötig kompliziert. Falls dieser Teil nicht in den nächsten Folgen unbedingt gebraucht wird, vielleicht besser herausnehmen und was eigenes daraus machen. Dadurch würde der Rest dann straffer und die Struktur besser durchschaubar werden.
Weiter so!
Gunnar

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Aceta
???
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Hi -
genau dieser Teil am See wird demnächst gebraucht ...
*lächel*
ich habe es aber abgekürzt und etwas verändert, wird demnächst auch im Text hier noch geändert.
Danke für alle Anregungen -
mit solcher Rückmeldung macht es auch Spaß, weiter daran zu arbeiten!

Aceta
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Aceta
???
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endlich ...

Hallo -
jetzt endlich habe ich auch den Text hier aktualisiert, wie schon längst versprochen.
Es ist auch sprachlich-grammatisch ein Experiment - das i.Ü. an mehreren Stellen in dieser Geschichte auftaucht, mit den Zeiten und Formen spielend. Wie findet ihr das?
Allen ein schönes Wochenende -
*lächel*

Aceta
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