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Leselupe.de > Ungereimtes
blätter im oktober
Eingestellt am 15. 10. 2002 14:33


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visco
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blätter im oktober

mein leben ist ein traum
so unwirklich und wirr
mein dasein eine silhouette
ist schemenhaft und leer
vergangen die momente
die kurze zeit des glücks
verloren jeder halt
wie blätter im oktober
dem winde überlassen
fliegen sie davon
die wünsche und versprechen
ewiger verbundenheit
so farbenfroh und bunt
und finden nie zurück


__________________
Ich hatte eine Lösung gefunden, nur passte sie nicht zum Problem.

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threedotsulli
Wird mal Schriftsteller
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tolles gedicht! echt. vor allem der scheinbare widerspruch am ende bunte blätter -> verbundenheit etc. sowas denk ich auch immer wenn ich um diese jahreszeit durch die landschaft spaziere, ich habe das glück sie direkt vor der haustür genießen zu dürfen, kann es aber nur sehr schlecht dann in so schöne gedichte fassen.

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visco
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Hallo Daniel!

Vielen Dank für Dein großes Lob!

Nur der "scheinbare Widerspruch am Ende (bunte Blätter -> Verbundenheit)", der Dir so gefällt, wie Du sagst, der war allerdings so nicht beabsichtigt. Schreiben wir dies meiner Unerfahrenheit als Verfasser lyrischer Texte zu.
      Es ging mir um die Parallelen zum eigenen Dasein, die der Erzähler im gefallenen Herbstlaub zu erkennen glaubt. Die farbenfrohen und bunten Wünsche und Versprechen ewiger Verbundenheit fliegen davon wie Blätter im Oktober und finden nie zurück. Damit wollte ich ausdrücken, daß jemand, der dem Erzähler nahe steht, in Zusammenhang mit einer gemeinsamen Zukunft nun keine Wünsche mehr äußert und gemachte Versprechen nicht einhält.
      Die Erklärung hierfür ist, daß sich jemand vom Erzähler getrennt hat ("vergangen die momente | die kurze zeit des glücks"), der dem Erzähler ein wichtiger Halt im Leben war ("verloren jeder halt").
      Die Entscheidung des anderen aber ist endgültig ("und finden nie zurück").
      Seit dem empfindet der Erzähler sein Leben als "schemenhaft und leer", und weil er es nicht wahrhaben will, erscheint es ihm außerdem wie ein (böser) Traum, "unwirklich und wirr".

Das wollte ich sagen, und natürlich würde ich mich freuen, wenn das auch so ankommen würde. Falls nicht, wäre ich dankbar für Hinweise, an welchen Stellen ich noch feilen muß, damit es so aufgefaßt wird wie von mir beabsichtigt.

Viele Grüße,
      Viktoria

__________________
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cumulus
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blätter im oktober

Hallo visco!

Ein recht ausdruckstarkes und bewegendes Gedicht ist Dir da gelungen. Etwas gestört hat mich allerdings das "ist" in der 4. Zeile.
Deine Erläuterung war eigentlich nicht nötig, obwohl es bei mir nicht ganz so angekommen ist wie von Dir beabsichtigt. Ich hatte den Verlust des lyrischen Ichs nicht auf eine Person bezogen.

Es grüßt
- Cumulus -
__________________
thecumulus@freenet.de

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visco
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Verlust des lyrischen Ichs

Hallo cumulus!

Zunächst einmal vielen Dank für Dein Lob! :-)
      Hhmm ... was das "ist" in "ist schemenhaft und leer" angeht, da magst Du vielleicht Recht haben. Ich werd' mal drüber nachdenken.
      Erst war ich enttäuscht, als ich las, daß der Text inhaltlich nicht ganz so bei Dir angekommen ist, wie von mir beabsichtigt. Aber dann fiel mir auf, daß man den "Verlust des lyrischen Ichs" tatsächlich nicht zwingend auf eine Person beziehen muß. Ich danke Dir auf jeden Fall für den Hinweis.

Viele Grüße,
      Viktoria

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