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Leselupe.de > Ungereimtes
brief an meine tochter
Eingestellt am 25. 10. 2009 16:14


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samuel
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es ist eine andere reise, liebe nora

wie als mädchen du hüpftest in meiner wohnung,
fast wie ein lamm,
war ich bei dir.

wie du mich liebtest!
wie schön dein ernst war!
wie schön dein lachen …noch ist!
wie du mir vertrautest!

aber wohin bist du jetzt?
heppendorf-elsdorf oder zieverich-bergheim,
wo bist du?

deine gedanken sind hart geworden…
steinerne visionen
steinerner zukunft…

so muss es alles so sein…

und die liebe?

ich habe fast niemanden als dich,
aber wir haben andere reisen.

__________________
Es nehmet aber
Und giebt Gedächtniß die See,
Und die Lieb’ auch heftet fleißig die Augen.

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Pola Lilith
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wir gehen andere reisen

Die Sprache etwas holperig, verschachtelt, flieht teilweise irgendwo hin - ich muĂźte es dreimal lesen. Aber schon beim ersten Mal hat es mich berĂĽhrt - dieses traurige Abschiednehmen. Und dazu paĂźt nun doch die Sprache, die hier wohl, scheint es, in's Exil gegangen ist.

GruĂź, Pola

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Ralf Langer
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Lachen

Hallo samuel,
ich habe ein kleines Problem
mit einer Aussage des lyrich
" Wie schön dein Lachen... noch ist"

So wie ich es lese kann lyrich das gar nicht wissen!?
Oder
"wir haben andere Reisen"
Lyrich kann es nur hoffen oder in seiner Erinnerung
wieder lebendig machen.

Ansonsten: starker Text
ĂĽber das Leben mit Verlusten
ralf

__________________
RL

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samuel
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Entfremdung in der Begegnung

Hallo, Ralf!

Ich verstehe meinen Text anders bzw. er ist anders gemeint: Die Entfremdung findet in der Begegnung statt, nicht in Abwesenheit; "andere reisen" ist nicht unbedingt, eigentlich gar nicht, örtlich zu verstehen.

LG, samuel
__________________
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samuel
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Hallo, Pola!

Noch eine Nachbemerkung: Nein, die Sprache ist nicht ins Exil gegangen - sie tastet nur herum, um treffende Worte zu finden - und findet sie dann, spätestens in den letzten zwei Versen.

LG, samuel
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Ralf Langer
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Hallo samuel,
habe noch mal intensiv drĂĽber nachgedacht.


mir gefällt die idee
"wir haben andere reisen"
aber ich bekomme mit dem wort reisen nicht
die kurve zu dem was du mir schriebst,was es
aussagen solle.
trotzdem gefällt mir der satz
und ich blende, wenn ich darf, sozusagen
das " NOCH IST" aus
und bin dann sehr "glĂĽcklich"
damit
lg
ralf
__________________
RL

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samuel
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Danke, Ralf, dafür, wie hartnäckig Du Dich mit meinem Text beschäftigt hast! (Und danke auch für die gute Bewertung!)

Das Entscheidende an der Aussage ist: Die Entfremdung/Ferne ist da, obwohl weiterhin Begegnung stattfindet. "Reise" ist nicht einfach als örtliche Bewegung zu verstehen, sondern in erster Linie als geistig-spirituelle; die Ortsangaben beziehen sich nicht in erster Linie auf eine örtliche Entfernung, sondern mehr darauf, wie der Lebensmittelpunkt der Tochter sich verändert hat - und damit ihr Denken, ihre Haltung zum Leben - und zum Lyrich (Na ja, in diesem Fall bin das ich.).

Liebe GrĂĽĂźe, samuel
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