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Leselupe.de > Ungereimtes
buddha unterwegs
Eingestellt am 23. 03. 2008 18:18


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Karl Feldkamp
Routinierter Autor
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aufhalten
m├Âchte ich
den lauf
der dinge
die weder tat
noch sache sind
fl├╝chtig
werden sie
vor allem
nichts als
freiheit
brauchen

__________________
Bei jedem Irrtum hat die Wahrheit eine neue Chance.

Version vom 23. 03. 2008 18:18

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Pola Lilith
H├Ąufig gelesener Autor
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Von Dir ungewollter Widerspruch?

Hallo Karl,

Du meintest wohl etwas anderes, als Du geschrieben hast:

Du m├Âchtest den Lauf der Dinge aufhalten, die weder Tat noch Sache sind, und deines Erachtens vor allem der Freiheit bed├╝rfen.

Dinge sind mit den Menschen und deren Taten verbunden. Sie werden hergestellt, sie sind Sachen. Dinge haben mit Freiheit nur insofern zu tun, als da├č der Freiheitsbegriff ein menschlicher ist. (meintest Du aber etwas "verdinglichtes", etwas "vereinnahmtes", dann h├Ątte dies anders herausgestellt werden m├╝ssen)

Wenn Du, wie ich annehme, "den Lauf der Dinge" als (ungepr├╝fte) Redewendung benutzt, dann solltest Du m.E. den Titel nicht hierf├╝r benutzen; dann erwarte ich n├Ąmlich als Leserin einen buddistischen Kern - und den beinhaltet das Gedicht in diesem Zusammenhang nicht.

Ein zweiter, den Zeilen innewohnender Widerspruch ist, da├č Du den Lauf der Dinge, die vor allem der Freiheit bed├╝rfen, aufhalten m├Âchtest - also die Freiheit selbst aufhalten m├Âchtest.

Auch dieses verstehe ich im buddistischen Sinne nicht - da etwas aufzuhalten kein buddistischer Gedanke ist.

Gru├č, Pola

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Karl Feldkamp
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Liebe Pola,
Danke f├╝r deine ausf├╝hrlichen Anmerkungen.
Ich denke, du nimmst meinen Text zu w├Ârtlich.
Gern w├╝rde ich - und das habe ich als Aussage beabsichtigt -das nihilistische Nichts aufhalten und das erstrebenswerte Nichts Buddhas als Freiheit an die Stelle des Nihilismus setzen.
Mein Text ist von einem gl├Ąubigen Buddhisten gelesen worden.
Er sah den gewollten Widerspruch der beiden Nichts, aber keinen Widerspruch zu seinem Glauben.
Herzliche Gr├╝├če
Karl
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Karl Feldkamp
Routinierter Autor
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Liebe Penelopeia,
herzlichen Dank f├╝r deine Anmerkungen.
Die h├Âchste Form meditatorischer Vollendung ist (nach Buddha)die Erreichung des Nichts. Ich habe mit Worten versucht, das Nichts zu beschreiben. Das ist selbstverst├Ąndlich ein paradoxer Versuch... . Der Text ist entstanden als ein Gedicht zu einem noch zu malenden Bild mit dem Thema Nichts. Mit bilderischen Mitteln l├Ą├čt sich das Nichts selbstverst├Ąndlich auch nicht darstellen. Also gab die Malerin zwangsl├Ąufig auf und bat mich, es doch mit Worten zu versuchen. Das Bild sollte zu einem Bildzyklus zum Thema "Keine Zeit" geh├Âren. Zu allen anderen Bildern sind auch Gedichte geschrieben worden. Sie werden gegen Jahresende in Bergisch Gladbach ausgestellt. Zur Vernissage wird es eine Literaturperfomance geben.
Wenn du mir schreibst, du k├Ânntest mit den im Gedicht verwendeten Begriffe "nichts" anfangen, habe ich eigentlich mein Ziel erreicht.
Nach lyrischen Gesichtspunkten gebe ich dir nat├╝rlich Recht. Es fehlen z.B. die Metaphern. Aber ich wollte beschreiben, was weder tat noch sache ist. Damit schlie├če ich die Metapher nat├╝rlich aus.
Liebe Gr├╝├če
Karl



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R. Herder
???
Registriert: Jan 2008

Werke: 41
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Dein gro├čer Fehler ist die Verwendung des Wortes Nichts.

Und dass du keine Metaphern nutzen kannst, m├Âchtest du besagtes Nichts beschreiben, ist doch Unfug. Du benutzt Worte, also stellst du ohnehin immer etwas dar. Metaphern scheinen mir die ungleich kl├╝gere Variante f├╝r dein Experiment. Gerade, weil dein Gedicht, wie ichs verstanden hab, auch ein Gem├Ąlde begleiten soll.


Gr├╝├če,
Ren├ę.

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Karl Feldkamp
Routinierter Autor
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Lieber Ren├ę,
danke f├╝r deinen Hinweis.
Wie du siehst, habe ich das (erste) Nichts herausgenommen. Das Nichts als Freiheit w├╝rde ich gern wegen der Doppeldeutigkeit erhalten.
Mit Metaphern geht es wirklich nicht. Versuch es einmal!
Herzliche Gr├╝├če
Karl
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