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Leselupe.de > Kurzprosa
d er verletzte scholz
Eingestellt am 31. 08. 2008 19:29


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Milko
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der verletzte Scholz, im Sinne seines Lebens

Über zwanzig Jahre ist es her, dass eines Tages sich nichts weiter ereignete, als all die Tage zuvor.
Mühselig entzog er seinen Schlaf das Fortbestehen seiner Tätigkeit,
was Ihn, schon immer und noch immer begleitet.
Er war halt ein Ruhe Mensch, mit Hang zum genießen, andere nannten es nur faulenzen.

So begann sein Tag, wenn er nicht sowieso zu spät war,
mit einer in sich vergessenden Wahrnehmung seines eigenen Lebens
Mit Automatismen, die über Jahrzehnte entstanden
Zähne putzen
Waschen im Allgemeinen
Waschen sektionsabhängig
Anziehen oder auch nicht, wenn nur ein Hauch der Möglichkeit bestand das Haus nicht verlassen zu müssen

Er war sowieso zu spät
Da Scholz, aber kein Dummerchen war, und wusste dass dies nur zu Problemen führen wird,
entschied er sich sein Leben zu ändern

Er nannte es Liebe
Er dachte, er hatte alles richtig gemacht
Seit diesem Tag vergangen wunderbare einmalige Stunden über Jahre,
dann entstanden wieder Automatismen

Erst genoss er sie in vollen Zügen,
all jene, die davor sein Leben leiden ließen

Es zogen Wunden durch seinen Körper, die heute noch, ihr Geschehen dokumentieren,
ohne Gefühle

bis er,
der verletzte Scholz
war



__________________
gedachtDenn die Einen sind im DunkelnUnd die Andern sind im LichtUnd man siehet dieIm LichteDie im Dunkeln sieht man nichtBerthold Brecht

Version vom 31. 08. 2008 19:29
Version vom 02. 09. 2008 20:46

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Milko
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und nun

hilfe#

wer sagt was
milko
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Franka
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Lieber Milko,

vielleicht einfach Groß/Kleinschreibung beachten, den Text dahingehend überarbeiten und dann kann er zurück zur Kurzprosa. (siehe Forentext).

LG Franka
__________________
Man probiert. Vielleicht klappt es. Wenn nicht, dann probiert man was Neues. (frei nach Antje Joel)

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Milko
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sai

gemacht
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penelope
Guest
Registriert: Not Yet

hallo milko,

viel zu spät an diese hervorragende kurzprosa geraten, weil ich mich selten in dieser rubrik aufhalte. aber jetzt:

also irgendwie hast du hier (bewusst oder unbewusst) "oblomov" dargestellt, eines meiner lieblingsromane, und eines der wichtigsten schlüsselromane der weltliteratur...

warum? hier im folgenden ein zitat aus dem internet zu diesem genialen werk von gontscharow, worin ich deinen text wiedererkenne:

"In Gontscharows bedeutendstem Roman wird dieser Typus durch den Titelhelden Ilja Iljitsch Oblomow verkörpert. Durch die materielle Sicherheit seines Standes in die Lage versetzt, seine Introvertiertheit und Untätigkeit zu pflegen, findet Oblomow keinen Ausweg aus der erstickenden Ruhe, Trägheit und Schläfrigkeit, welche die Darstellung seines Lebens leitmotivisch durchziehen. Er verliert sich in den Traum eines geborgenen, sicheren, von aller Verantwortung freien Lebens auf dem väterlichen Gut Oblomowka, in dem der Mittagsschlaf Zentrum und Schwerpunkt der täglichen Verrichtungen ist. Gegenpol zur Passivität Oblomows im Roman ist die Figur des Stolz (Scholz? Obwohl dein Scholz ja Oblomov darstellt!), eines Deutschrussen. Am Ende des Romans hat Oblomow sogar seine vormalige Verlobte Olga an Stolz verloren."

wie immer in deiner sprachlichen eigenheit und reduzierbarkeit auf das wirklich notwendigste: einfach genial...

nur eine kleine korrektur zum abschluss: in der vorletzten zeile muss es:

der verletzte Scholz heißen, da ist ein "r" zuviel geraten...

bis dann

lg penelope


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