Diese Seite verwendet Cookies. Wenn Sie das nicht akzeptieren, m├╝ssen Sie Cookies in Ihrem Browser verbieten oder diese Seite verlassen.    OK  
 leselupe.de
Werbung
 Meine Leselupe

Mitglieder:   5438
Themen:   92248
Momentan online:
298 Gäste und 11 Mitglieder
Username:
Passwort:
Registrieren
Passwort vergessen?


Leselupe.de > Erotische Geschichten
danach
Eingestellt am 05. 07. 2004 10:27


Autor
Ein neues Thema ver├Âffentlichen.     Antwort ver├Âffentlichen.
Gabriele
Manchmal gelesener Autor
Registriert: May 2004

Werke: 90
Kommentare: 271
Die besten Werke
 
Email senden
Hier klicken, um Gabriele eine Online-Nachricht zu senden  Online-Nachricht
Profil

danach

Regungslos lag sie da, erf├╝llt von einem Gef├╝hl der Ruhe und Geborgenheit. Durch das geschlossene Fenster waren ged├Ąmpfte Ger├Ąusche zu h├Âren: vorbeifahrende Autos, das Lachen spielender Kinder, das Abendlied einer Amsel. Im Zimmer war es still bis auf das Ticken der Uhr und H.s nun wieder ruhig gewordenes, gleichm├Ą├čiges Atmen. Sie betrachtete von der Seite her seinen Kopf, von dem sie in der hereinbrechenden Dunkelheit bald nur noch Umrisse erkennen konnte: den Flaum seines kurzgeschnittenen Haars, die W├Âlbung der Stirn, die eigenwillige Form der Nase, die im Halbschlaf leicht ge├Âffneten Lippen, das wohlgeformte Kinn. So wunderbar weich hatte sich dieses Haar angef├╝hlt, als sie kurz zuvor seinen Kopf gestreichelt hatte. Unendlich sanft waren diese Lippen gewesen, die eben noch zart ├╝ber ihre Haut geglitten waren. Sie dachte an seine warme, feuchte Zunge, an seine erst behutsamen und dann immer mutiger werdenden Finger, die sie streichelnd, reibend, sto├čend auf immer h├Âhere Wogen der Lust getragen hatten. Wie gut er ihren K├Ârper doch kannte!





Schon f├╝hlte sie wieder Erregung in sich aufsteigen; sie betrachtete seinen nun schlaffen Penis und versp├╝rte Lust, ihn wie vorhin mit H├Ąnden und Mund zu liebkosen, bis er wieder steif w├╝rde und H. sich noch einmal st├Âhnend ├╝ber sie werfen w├╝rde...

Doch nein, sie wollte ihn lieber nicht aus seinem Halbschlaf wecken, wollte lieber diese stillen kostbaren Augenblicke genie├čen, in denen ihre K├Ârper satt und etwas tr├Ąge nebeneinander auf diesem Sofa ruhten, auf dem sie sich schon so oft viele Stunden lang ihrer Lust hingegeben hatten.

Ihr Blick wanderte zur├╝ck zu den Konturen seines Gesichts. Die geschlossenen Lider und der leicht ge├Âffnete Mund strahlten eine gro├če Ruhe aus. Wie sch├Ân es war, sich selbst und diesem widerspr├╝chlichen, stets an sich zweifelnden, st├Ąndig suchenden Menschen immer wieder ein so tiefes Gef├╝hl der Zufriedenheit und Geborgenheit schenken zu k├Ânnen! Wie sehr sie diesen Mann liebte!

Und doch war er ihr – wie jedesmal danach – schon wieder ein wenig fremd geworden, und tief in ihrem Inneren f├╝hlte sie die schmerzliche Gewissheit, dass der Tag nicht mehr fern war, an dem er ihre N├Ąhe, dieses Verschwimmen der Grenzen ihrer K├Ârper und Seelen nicht mehr ertragen w├╝rde k├Ânnen, an dem er ihr sagen w├╝rde: „Es geht nicht mehr.“

Nur nicht daran denken! Sie beugte sich ├╝ber ihn, ber├╝hrte ganz sanft mit den Lippen seine Stirn und war dankbar, dass die beiden Tr├Ąnen, die dabei auf sein Gesicht fielen, ihn nicht weckten.

__________________
Be yourself - no matter what they say!

Bearbeiten/Löschen   ebook  Druckversion


Cirias
H├Ąufig gelesener Autor
Registriert: May 2004

Werke: 49
Kommentare: 113
Die besten Werke
 
Email senden
Hier klicken, um Cirias eine Online-Nachricht zu senden  Online-Nachricht
Profil

Hallo Gabriele,
es ist dir gelungen, die Sorgen, ├ängste, aber auch das Gl├╝cksgef├╝hl im Erleben des DANACH einf├╝hlsam und pr├Ągnant zu schildern. Gerade der Anfang hat mir sehr gefallen. Erotik entsteht beim Lesen deines Textes im Kopf, ist nicht vordergr├╝ndig und sie entsteht so wie bei deiner Protagonistin im Auge und im Kopf des inneren Betrachters.

Zwei Kleinigkeiten: Die Ausrufezeichen wirken aufdringlich, passen nicht zu der Atmosph├Ąre der Ruhe, die du evozierst, aus deinen Schilderungen geht doch hervor, wie sehr sie ihn liebt- das ist ja gerade die St├Ąrke deiner Beschreibungen.
Deine Reihung der Adjektive ist zwar sch├Ân, aber die deutsche Grammatik kennt solche Freiheiten leider dennoch nicht, ein Komma geh├Ârt rein formal doch dort hin.
Und die "Wogen der Lust" finde ich zu abgegriffen.
Kompliment ansonsten und herzliche Gr├╝├če, Cirias

Bearbeiten/Löschen    


Gabriele
Manchmal gelesener Autor
Registriert: May 2004

Werke: 90
Kommentare: 271
Die besten Werke
 
Email senden
Hier klicken, um Gabriele eine Online-Nachricht zu senden  Online-Nachricht
Profil

Hallo Cirias,
danke für Deine Anregungen, die ich gerne beherzige (siehe die kleinen Änderungen im Text).
Leider f├Ąllt mir momentan kein besserer Ausdruck f├╝r die "Wogen der Lust" ein. Hast Du einen Vorschlag?
Liebe Gr├╝├če, Gabriele
__________________
Be yourself - no matter what they say!

Bearbeiten/Löschen    


gareth
Fast-Bestseller-Autor
Registriert: Dec 2003

Werke: 132
Kommentare: 783
Die besten Werke
 
Email senden
Hier klicken, um gareth eine Online-Nachricht zu senden  Online-Nachricht
Profil
Das ist sehr sch├Ân, Gabriele,

sanft und erotisch und ganz leise kratzt schon die Lebenswirklichkeit an der T├╝r des Zimmers. Es gef├Ąllt mir sehr gut und ich bin froh gewesen dass sie ihn hat schlafen lassen.

Mir sind an zwei Textstellen Gedanken gekommen, die ich Dir sagen will, ohne sie bewerten zu wollen.

Bei Wie gut er ihren K├Ârper, dessen W├╝nsche und Reaktionen kannte! habe ich gedacht, dass die gleiche Aussagekraft bereits im ersten Satzteil steckt: Wie gut er ihren K├Ârper kannte.

Und am Ende habe ich unwillk├╝rlich f├╝r mich gelesen:

Nur nicht daran denken.
Ganz sanft ber├╝hrte sie mit den Lippen seine Stirn und hoffte (war dankbar), dass die beiden Tr├Ąnen, die dabei auf sein Gesicht fielen, ihn nicht wecken w├╝rden (weckten).


Liebe Gr├╝├če
gareth

Bearbeiten/Löschen    


Gabriele
Manchmal gelesener Autor
Registriert: May 2004

Werke: 90
Kommentare: 271
Die besten Werke
 
Email senden
Hier klicken, um Gabriele eine Online-Nachricht zu senden  Online-Nachricht
Profil

Hallo gareth,
danke f├╝r Deinen Beitrag, ich werde ├╝ber Deine Anregungen nachdenken und sie in eine etwaige ├ťberarbeitung des Textes einflie├čen lassen.
Liebe Gr├╝├če
Gabriele

__________________
Be yourself - no matter what they say!

Bearbeiten/Löschen    


SuracI
Festzeitungsschreiber
Registriert: Jan 2004

Werke: 54
Kommentare: 88
Die besten Werke
 
Email senden
Hier klicken, um SuracI eine Online-Nachricht zu senden  Online-Nachricht
Profil

Dein Text l├Ąsst sich sch├Ân lesen und vor allem der Anfang gef├Ąllt mir. Nichts direktes, keine konkreten Aussagen und dennoch wei├č jeder, worum es geht, was die Person denkt, wie sie f├╝hlt. Aber dann kommt der in meinen Augen zu gro├če Sprung.

quote:
Schon f├╝hlte sie wieder Erregung in sich aufsteigen; sie betrachtete seinen nun schlaffen Penis und versp├╝rte Lust, ihn wie vorhin mit H├Ąnden und Mund zu liebkosen, bis er wieder steif w├╝rde und H. sich noch einmal st├Âhnend ├╝ber sie werfen w├╝rde...


F├╝r meinen Geschmack zu viel, zu direkt. Wie eine, in einem Spielfilm ├╝berfl├╝ssige Nahaufnahme des Geschehens.

Dann gegen Ende kehrst Du wieder in die urspr├╝ngliche Schreibform zur├╝ck. - Leichte Andeutungen, Bilder.

So weit dazu von meiner Seite.

Gru├č SuracI

Bearbeiten/Löschen    


Gabriele
Manchmal gelesener Autor
Registriert: May 2004

Werke: 90
Kommentare: 271
Die besten Werke
 
Email senden
Hier klicken, um Gabriele eine Online-Nachricht zu senden  Online-Nachricht
Profil

Hallo SuracI!
Das von Dir erw├Ąhnte "zu Direkte" geschieht ja nur in der Vorstellung der Protagonistin.
Ganz weglassen m├Âchte ich diese Stelle eigentlich nicht.
Aber vielleicht k├Ânnte ich versuchen, auch hier eher bei Andeutungen zu bleiben und die Beschreibung etwas weniger konkret zu halten. Ich werd's mir ├╝berlegen.
Danke f├╝r Deinen Beitrag!
Gabriele

__________________
Be yourself - no matter what they say!

Bearbeiten/Löschen    


Zur├╝ck zu:  Erotische Geschichten Ein neues Thema ver├Âffentlichen.     Antwort ver├Âffentlichen.


Leselupe-Bücher



Amazon



Facebook


Werde Fan der Leselupe auf Facebook!