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Leselupe.de > Ungereimtes
das erwachen des monsters
Eingestellt am 05. 01. 2003 16:06


Autor
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margot
???
Registriert: Mar 2002

Werke: 298
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das ge├Ąst zentimeterdick beladen
mit schnee
die heiligen drei k├Ânige stehen vor der t├╝r
ich rasiere mir die fu├čr├╝cken
unter lauwarmen wasser
warum nicht mal wieder irische folklore?
und barfu├č im schnee
die welt besteht aus uhren
zusammen ticken sie wie ein wildes
disharmonisches orchester
meine pauke schl├Ągt fast unmerklich
in meiner brust
einen einsamen takt
die menschen als augen des universums
augen eines riesen, der
bis zu seinen f├╝├čen nicht blicken kann
geschweige denn auf den boden
auf dem er steht
im schnee
ich erinnere mich nicht an meine geburt
nicht an mein br├╝ten im warmen
wasser
eingebettet in der mutter erde
ich erinnere mich nicht an den moment, als
meine uhr zu schlagen begann
mein erster schrei
als ich in fremden h├Ąnden lag
meine geburt ist datiert
w├Ąhrend mein bewu├čtsein wie ein langsames
erwachen
fortdauert
die sprache wuchs mir zur seite
die liebe hielt mein blut warm
die gedanken wurden zum fundament f├╝r mein
geistiges zuhause
die gef├╝hle sind der wilde garten meiner seele
wann erwache ich aus diesem traum?
um endlich zu fliegen
meine klebrigen fl├╝gel auszubreiten
auf dem weg
ins licht



__________________
schlagt mich bitte nicht tot. ich bin kitzlig.

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Schakim

Wird mal Schriftsteller

Registriert: Jan 2002

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mit klebrigen Fl├╝geln fliegen?

Margot, dieses "Fliegen" wird noch einige flatterhafte Bewegungen vorher absolvieren und dem Sog des Talwindes seine Kraft entgegensetzen m├╝ssen...
Schakim
__________________
┬ž┬ž┬ž> In jeder Knospe zeigt sich ein kleines Wunder beim Aufbl├╝hen <┬ž┬ž┬ž

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margot
???
Registriert: Mar 2002

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genau.
__________________
schlagt mich bitte nicht tot. ich bin kitzlig.

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Vera-Lena
Routinierter Autor
Registriert: Oct 2002

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Das Monster

Hallo, margot,

wie Du vom Rasieren hin zu den wichtigsten Fragen des Menschseins von Zeile zu Zeile nahtlos vordringst, das finde ich beachtlich. Auch die Vorstellung, da├č der Mensch so viel Gr├Â├če besitzt, da├č er sich selbst gar nicht durchforsten kann und dennoch sucht nach dem, was ihn ausmacht, finde ich genial. Schlie├člich als Kr├Ânung die Sehnsucht nach dem Licht. Ein gro├čartiges Gedicht zum Jahresbeginn, an dem sich doch mehr Menschen als sonst die Frage nach ihrem Selbst stellen. Ich hoffe, da├č ich mit meiner Interpretation nicht zu sehr daneben liege.

Liebe Gr├╝├če Vera-Lena
__________________
Der Mensch ist sich selbst das gr├Â├čte Geheimnis, ein unverzichtbarer Blutstropfen im Universum, ein Spiegel allen Seins.

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margot
???
Registriert: Mar 2002

Werke: 298
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deine interpretation war ein volltreffer.
danke.

ralph
__________________
schlagt mich bitte nicht tot. ich bin kitzlig.

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Elijah
Festzeitungsschreiber
Registriert: Apr 2002

Werke: 83
Kommentare: 43
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Hallo margot,

willst Du wirklich im neuen Jahr wieder zu Dir selberfinden, dann warte geduldig...
...bis Dein EGO stirbt !!!

Denn solange es noch an Dir klebt wie eine Eierschale, trocknen Deine Fl├╝geln nie und...
...womit willst Du Dich dann in die L├╝fte schwingen?

Das Bild des "wilden Gartens" f├╝r die Beschreibung Deiner Gef├╝hle gef├Ąllt mir ├╝brigens sehr gut !!!
Es erinnert mich an libanesische Poesie. -
Du liest nicht zuf├Ąllig Khalil Gibran?

Elijah
__________________
"Ged├Ąchtnis ist das Tagebuch, das wir immer mit uns herumtragen."
Oscar W i l d e

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