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Leselupe.de > Ungereimtes
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Eingestellt am 01. 01. 2019 16:22


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Karl Feldkamp
Routinierter Autor
Registriert: Aug 2006

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ein letztes gedicht noch
in wochen falscher hoffnungen
die auch im neuen jahr
kaum richtiger werden

wirtschaftsglaubenskriege
luftkämpfe über stammtischen
diktatoreneitelkeiten
noch nicht verhinderter
weltbeherrscher


blicke in ungeputzte glaskugeln
und selbst nichts bleibt
stets noch ein nichts





__________________
Bei jedem Irrtum hat die Wahrheit eine neue Chance.

Version vom 01. 01. 2019 16:22
Version vom 05. 01. 2019 19:03

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Mondnein
Routinierter Autor
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Nein, Karl,

die Pointe ist wie ein Knaller auf der offenen Hand, der zerreißt dann natürlich auch keine Faust, aber er zündet halt ins Allgemeine.

Aber ich hätte anstatt "Liebe" etwas Dichteres hingesetzt, wenn es mein Gedicht wäre. Und wäre "Liebe" nicht nur gesagt, sondern auch gemeint, dann wäre die geliebte Person anzusprechen. Und da genügt wiederum nicht die "Person", sondern es müsste ihr Name sein, oder ein konkreteres Konzentrat ihrer Kernerfahrung oder ihres Lächelns. Finde ich.

"Das Letzte" ist auch Titel eines (schon ziemlich langherigen) Gedichts von mir, "une gong blang ding glang soft", aber das würde ich nicht mit diesem hier vergleichen, wenn es um die Schluß-Pointe geht. Da fällt mir eher John Lennon ein, "tomorrow never knows" mit dem metaphysisch gewendeten Churchill-Zitat: "(this is) the end of the beginning of the beginning of the beginning of the beginning ...", denn da geht das Anfangen immer vom uns greifbaren und zugleich durchs Weiterschreiten ungreifbaren Ende der Zeit im ewigen Jetzt aus. Selbstabbildend und vorbildlich-konkret zugleich.

grusz, hansz


__________________
sato bandhum asati nir avindan
hridi pratishya kavayo manisha

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Mondnein
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De meinst doch nicht etwa den ewigen Korinther, den Lieblingsrosinentext der Hochzeitsfeiern in den Kirchen, häufiger als das weiße Brautschleierkleid und der Mendelssohn-Rausschmeißer? ironisch?


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Karl Feldkamp
Routinierter Autor
Registriert: Aug 2006

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Lieber Hansz,
doch den meine ich. Und m.E. geht es dabei nicht um die romantische (Hochzeitsfeier-)Liebe sondern um die christliche Nächstenliebe. Aber je mehr Du nachfragst, desto deutlich wird mir eigentlich, dass mir hier nicht gerade ein großartiger Text gelang.
Vielleicht kann ich ihn noch umschreiben. Ansonsten werde ich ihn löschen.
Danke für Deine Hartnäckigkeit.
Herzliche Grüße

Karl
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anbas
Häufig gelesener Autor
Registriert: Mar 2006

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Lieber Karl,

löschen würde ich auf keinen Fall!

Aus meiner Sicht hat das Gedicht durch die Änderungen schon deutlich gewonnen.
Das Ende empfinde ich allerdings immer noch als etwas zu sperrig, zu sehr verklausuliert - aber vielleicht muss das auch so sein ...

Liebe Grüße

Andreas
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Wenn der Weg das Ziel ist, kann man nicht falsch abbiegen.
(anbas)

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