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Leselupe.de > Ungereimtes
das wehen danach
Eingestellt am 06. 08. 2010 21:43


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HerbertH
???
Registriert: May 2007

Werke: 860
Kommentare: 6461
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aus dem schornstein
heben sich ascheteilchen
wirbeln leicht zum tanz
in der kĂŒhle des abends

das laute dröhnen der waggontĂŒren
das getrappel der kinderschuhe
sind lÀngst verhallt

in den bÀumen hinten am zaun
erinnert der wind
an ihr leises weinen

__________________
© herberth - all rights reserved


Version vom 06. 08. 2010 21:43

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Heidrun D.
Guest
Registriert: Not Yet

Ich finde nicht, dass der abscheuliche Massenmord und die Eliminierung eines ganzen Volkes nun ad acta gelegt werden sollten. Im Gegenteil!

Lieber Herbert,

dein Gedicht ist fĂŒr mich sehr gelungen und ich spĂŒre tatsĂ€chlich eine Art Nachwehen ...

Die Formatierung finde ich etwas unglĂŒcklich gewĂ€hlt; sie nimmt dir Wirkung. WĂ€re denn fĂŒr dich auch:

quote:
aus dem schornstein
heben sich ascheteilchen
wirbeln leicht zum tanz
in der kĂŒhle des abends

das laute dröhnen der waggontĂŒren
das getrappel der kinderschuhe
sind lÀngst verhallt

in den bÀumen hinten am zaun
erinnert der wind
an ihr leises weinen

denkbar?

Sehr herzliche GrĂŒĂŸe
Heidrun



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JackoF
???
Registriert: Jun 2010

Werke: 35
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Hallo Herbert,

Ja, das sagt mir zu !
FĂŒr mich ein derart leises ErzĂ€hlen dieses so lautbösen Hintergrundes - und dadurch darf es frei in die eigene Erinnerung dazu gehen - egal mal, ob dieses Ereignis direkt miterlebt ist, oder anerfahren, oder lernend nachempfunden.

Hier ist es nicht die polternd hirnlose, fingerbohrende und stupsende Mahnung - hier ist es ein feines Wind Wehen, ein ErzÀhlen der/das in den zuhörenden Menschen weht.

Sprachlich sehr gut gelöst !

Beim Lesen kamen mir noch einige Gedanken zum Gedicht - einmal statt „wirbelnd“ in S1 nur „wirbeln“ zu nehmen,
und sogar tatsĂ€chlich die Überschrift
„das wehen danach"
in die erste Strophe einzuintegrieren, so dass dann mit
„aus dem schornstein“
ein Koinon entstĂŒnde.(siehe folgend)


Mal nun als ganze Formatierung :

das wehen danach

aus
dem schornstein ......<= „aus dem schornstein“ nun als Koinon
heben sich ascheteilchen
wirbelnd leicht zum ...<= wĂŒrde wirbeln nehmen
tanz in der
abendkĂŒhle

das laute dröhnen
der waggontĂŒren
das getrappel
der kinderschuhe
ist lÀngst verhallt

in den bÀumen
hinten am zaun
erinnert der wind
daran
wie sie
noch kurz weinten


Vielleicht gefÀllt Dir ja etwas davon ?? :-))

Herbert,
wieder ein TschĂŒss - und gerne hier mitgelesen , Jacko

--

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HerbertH
???
Registriert: May 2007

Werke: 860
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Hallo zusammen,

Heidruns Vorschlag habe ich voll ĂŒbernommen. Danke fĂŒr den Vorschlag, der die leise Wucht des Gedichts deutlicher macht.
Damit ist auch Jackos Vorschlag hinsichtlich wirbeln-d umgesetzt.

Vielen Dank an Euch alle fĂŒr die positiven RĂŒckmeldungen und das Interesse an diesem Gedicht.

Liebe GrĂŒĂŸe

Herbert
__________________
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