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Leselupe.de > Anonymus
das weinen vergessen
Eingestellt am 07. 08. 2003 18:48


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Anonymous
Unbekannter Verfasser
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Das Weinen vergessen

Sind das Tr├Ąnen auf ihrem Gesicht?
Sie hebt ihre H├Ąnde und tastete. Ja, sie weint. Wie lange hatte sie nicht geweint. Ganz leise laufen die Tr├Ąnen. Wie gut das tut.
Halbnackt sitzt sie auf dem alten Teppich im Wohnzimmer. Die Uhr tickt viel zu laut. Die junge Frau sieht auf den Tr├╝mmerhaufen, der eben noch ein Regal gewesen war. Scherben und Holz, alles, was davon blieb. Papier und B├╝cher unter sich vergraben, wie ein Mahnmal. Sie robbt hin├╝ber, ihre Brust ist wie zugeschn├╝rt, das Atmen tut weh. Das Hochzeitsphoto ist unbeschadet im Rahmen geblieben. Grad 18 war sie auf dem Bild, hielt ihr Baby fest im Arm und himmelte ihren frisch angetrauten Mann an. Damals war alles so leicht.

War es das? Ihre Ausbildung zur Friseurin wurde abgebrochen durch den Betrieb wegen der Schwangerschaft, also verlie├č sie sich ganz auf ihren Freund. Gleich als sie vollj├Ąhrig geworden war, wurde geheiratet und Michael mit wenigen Monaten getauft. Martin war im zweiten Gesellenjahr als Maurer alles war offen. Bald war ein zweites Kind unterwegs, dass sie zusammen aufwachsen konnten. So schenkte sie keine zwei Jahre sp├Ąter noch einem kleinen Jungen das Leben. Thomas war ein Schreibaby. Tags wie nachts br├╝llte er aus Leibeskr├Ąften. Zu der Zeit fing der werte Papa an, nach der Arbeit sp├Ąter heim zu kommen.
Nein, wenn sie ehrlich war, hatte das schon kurz nach der Hochzeit angefangen. Erst war es immer Montags, die Wochenbesprechung mit den Kollegen bei einem Bier in der Firma, sp├Ąter dann der Wochenausklang Freitags in der Kneipe am Bahnhof. Und nat├╝rlich Samstags der Dartverein. Mit Eintritt der zweiten, diesmal ja auch geplanten Schwangerschaft, wurde er wieder ruhiger, doch schon zur Halbzeit nahm er diese Aktivit├Ąten wieder auf, ging sogar jeden Abend in die Kneipe auf zwei oder drei Bier.
Und als Thomas dann da war, wurden es auch f├╝nf oder sechs Gl├Ąser, mit einem Kurzen dazu.

Es war Weihnachten 1996, als er das erst mal fies wurde. Michael hatte hohes Fieber und auch Thomas, ein paar Monate alt, war nicht gesund. Martin war auf schlecht Wetter zuhause und n├Ârgelte an allem herum. Er war nicht der Typ Mann, der rumsitzen konnte, mit seinen 180cm und knappen 85 Kilo, muskul├Âs. Doch er war auch nicht bereit, seiner Frau die Kinder abzunehmen. Mit Weiberkram gab er sich nicht ab. Mit 20 Jahren und zwei kleinen kranken Kindern und wieder schwanger, f├╝hlte sie sich einfach ├╝berfordert. Es kam zum Streit. Martin nahm seine Jacke und ging in die Eckkneipe am Ende der Stra├če. Es war weit nach Mitternacht, als er schwankend wieder kam. Ersch├Âpft hatte sie sich schlafen gelegt, als sie die Kinder im Bett hatte, den Abwasch einfach Abwasch sein lassen. Bis er sie aus dem Schlaf riss. Er nahm einfach ihren Arm und schliff sie in die K├╝che. Nackt und frierend wusch sie ab, wischte den Boden und schrubbte das Bad.
Es wurde nie ein Wort verloren, auch nicht, als sie das Baby verlor.

Die Tr├Ąnen laufen nun heftiger. Damals hatte sie viel geweint. Bis er ihr sagte, sie solle mit der Flennerei aufh├Âren. Mit Nachdruck, weil er sonst andere Saiten aufziehen m├╝sste. Immerhin sollen seine S├Âhne nicht verweichlicht werden. Und ├╝berhaupt, ein drittes Kind w├Ąre doch schon ganz gut.
Im Sommer war sie wieder mit Baby im Bauch unterwegs. Martin sa├č nun jeden Abend nach Feierabend bis sp├Ąt abends in der Kneipe. Die Kinder bekamen ihren Vater kaum noch zu sehen. Thomas hatte eine Entwicklungsst├Ârung. Er konnte seine Arme und Beine nicht altersgem├Ą├č kontrollieren. Das war Grund genug, Sonntags zum Fr├╝hschoppen zu Achim zu gehen, seinem Kollegen. Sie f├╝hlte sich allein erziehend.

Im September setzten 12 Wochen zu fr├╝h die Wehen ein. Eine kleine Melanie wurde geboren, hatte aber keine Chance zum Leben. Mit ihrem Tod begann Martin, auch zuhause zu trinken. Jeden Abend, wenn er angetrunken heim kam, trank er noch 2 oder halbe Liter Bier. Oft wollte er dann noch Sex von ihr, und lie├č keine Widerworte gelten. Als er im Mai eine Abmahnung bekam aufgrund einer Alkoholfahne, erfuhr sie, dass wieder Leben in ihr heranwuchs. Und es kam, wie es kommen musste: Im August wurde er gek├╝ndigt wegen Alkohol am Arbeitsplatz.
Er schlief jeden Morgen lange, die Kinder hatten ruhig zu sein. Sobald er Mittags aufstand, hatte das Essen auf dem Tisch zu stehen und zum Abendessen war er bereits betrunken.

Innerhalb nur weniger Wochen stieg sein Konsum beachtlich an. Als im Dezember 1998 das Baby kam, trank Martin bereits eine Flasche Weinbrand, und diverse Bier t├Ąglich.
Nein, er hatte sie nie im Krankenhaus besucht, wozu auch. Carsten war ja wieder nur ein Junge. Sie hatte ja wieder kein M├Ądchen mitgebracht. Als sie mit einem Taxi aus dem Krankenhaus kam, fand sie schmutzige Kinder vor, eine verwahrloste Wohnung und einen betrunkenen Mann, der gleich weiter ├╝ben wollte, f├╝r eine Tochter. Sie verweigerte sich. Es war das erste Mal, dass er wirklich zuschlug. Von da an lie├č sie ihn lieber gew├Ąhren. Mittlerweile war es auch egal, ob Essen auf dem Tisch stand, Martin a├č nur noch das n├Âtigste. Hauptsache, es war wenigstens Bier da. Das Auto war mittlerweile verkauft, denn er hatte seinen F├╝hrerschein verloren. Der Psychologe hatte ihm ein ausgepr├Ągtes Alkoholproblem best├Ątigt. Doch der Maurer hatte ihn nur ausgelacht.

Sie erinnert sich genau an Ostern 1999. An dem Tag hatte er sie die Treppe hinunter gesto├čen, weil sie ihn eindringlich gebeten hatte, nicht wieder zu trinken. Dabei hatte sie sich den Arm gebrochen. Die Wohnung war auch gek├╝ndigt worden. Als der Gips ab war, war sie wieder schwanger. Sie hoffte inst├Ąndig, es w├╝rde ein M├Ądchen werden, dann w├╝rde er mit dem Trinken aufh├Âren. Alles w├╝rde wieder gut werden.
Schlie├člich landete sie mit einem Alkoholiker und drei kleinen Jungs in einer 3 Zimmer Wohnung. Bald w├╝rden es 4 Kinder sein, die sich ein 16qm gro├čes Zimmer teilen w├╝rden. Bis es soweit war, steigerte der Mann wieder seinen Konsum. Nur ein Jahr nach Carsten wurde Stefan geboren. Es war das letzte Mal, dass sie weinte.

Es waren nur wenige Tage, die sie wieder Zuhause war nach der Entbindung, als er sie aus dem Haus pr├╝gelte. Sie fl├╝chtete zu seiner Mutter. Dort h├Ârte sie, sie sei selber schuld, was m├╝sse sie auch immer das letzte Wort haben. Er schwor ihr, nie wieder zu trinken, und sie kam zur├╝ck.
Tats├Ąchlich goss er allen Schnaps in den Ausguss, ging zum Arzt. Eine Woche schwitze und stank er, klagte ├╝ber Kr├Ąmpfe und Schmerzen, heulte, fluchte und schrie, ehe der Entzug hin├╝ber war. Nach sechs Wochen beschloss er, er sei nicht krank, Br├Ąuchte keine Therapie. Ein S├Ąufer h├Ątte das doch nie geschafft! Also konnte er sich ruhig mal ein Bier genehmigen. Oder zwei. Als das auch gut ging, erlaubte er sich im Mai, zum Hochzeitstag Sekt, eine ganze Flasche. Um ihr zu zeigen, wie gut er mit Alkohol umgehen konnte. Drei Tage sp├Ąter trank er einen Cola-Cognac bei Bekannten. Weitere drei tage sp├Ąter trank er eine halbe Flasche zu Hause. Und weitere drei Tage sp├Ąter schlug er ihr ein blaues Auge, weil kein Schnaps mehr da war.

Sie schleudert das Hochzeitsbild an die Wand und schreit. Tage voller Dem├╝tigungen folgten damals. Drohungen, sie und die Kinder tot zupr├╝geln, sollte sie abhauen wollen. Telefon gab es l├Ąngst nicht mehr, und die Nachbarn h├Ârten weg. Freunde hatten l├Ąngst allen Kontakt abgebrochen. Sie verlie├č die Wohnung nur noch um den M├╝ll rauszutragen. Seine Mutter hatte l├Ąngst alle Eink├Ąufe und Besorgungen ├╝bernommen. Ihr Gesicht war nur noch verschwollen und manchmal w├╝nschte sie, er w├╝rde endlich einmal richtig zu schlagen. Doch sie hatte sich geschworen, fasste er eines der Kinder an ... w├╝rde er nicht mehr froh werden. Sie sah alt aus, ihr 25 Jahre schienen lange zur├╝ck zu liegen.
Immer wieder nahm sie sich vor zu gehen, doch sie hatte Angst. Als sie Anfang 2001 im Krankenhaus lag mit einer gebrochenen Rippe bestand sie drauf, beim Gardinen aufh├Ąngen gefallen zu sein. Nur ein halbes Jahr sp├Ąter war sie wieder da, mit gebrochener Nase und geplatzter Lippe. Das rechte Ohr wurde wieder angen├Ąht. Die ├ärztin sprach eindringlich mit ihr, doch innerlich hatte sie l├Ąngst zugemacht.

Wieder schwor er aufzuh├Âren, mit dem Pr├╝geln und dem Saufen. Wieder versuchte er es ohne Therapie. Zwei oder dreimal ging er zu den Anonymen Alkoholikern, doch mit deren 12 Schritten und einer H├Âheren Macht kam er nicht klar. Sowas br├Ąuchte er nicht. Mittlerweile trank er zwei Flaschen billigern Fusel, der Weinbrand sein sollte. Und nat├╝rlich seine drei oder vier Liter Bier.

Anfang November kam die Polizei, wegen Ruhest├Ârung. Die Kinder waren bei Oma, denn sie wollten sich in Ruhe aussprechen. Es kam zum Streit, er br├╝llte, es flogen Tassen, er pr├╝gelte auf sie ein, trat sie mit F├╝ssen als sie l├Ąngst unten lag. Als sie auf den Hausflur fl├╝chtete, kamen die Nachbarn, die pikiert wegsahen. Er war wie ihm Wahn und trat und schlug. Sie hielt nur noch die H├Ąnde vors Gesicht und bat, es m├Âge vorbei sein. Irgendwann hatte er von ihr abgelassen. Sie wusste nicht, wie lange sie dort lag, nur in Unterw├Ąsche, als die Polizei kam. Sie brachten sie ins Krankenhaus. Kein Bruch, nur Prellungen, eine Gehirnersch├╝tterung. Die Polizei erstattete Anzeige, eine einstweilige Verf├╝gung wurde erteilt.

Heute war er vor der T├╝r gestanden, betrunken, mit einer Flasche in der Hand. Sie wollte ihn nicht hinein lassen, er trat die T├╝r ein. Die Kinder schrien. Er schloss sie ins Zimmer ein. Sie versuchte ihn davon abzuhalten, und flog an die Wand. Es knackte in ihrer Brust, sie bekam keine Luft mehr. Er griff erneut nach ihr und schleuderte sie ins Regal. Sie sank benommen zusammen. Wieder und wieder trat er auf sie ein. Seine Arbeitsstiefel brannten auf ihrer noch nicht verheilten Haut. Er riss sie hoch und sah ihr in die Augen. V├Âllig irr war sein Blick, als er seine Finger um ihren Hals legte und dr├╝ckte. Es wurde hell vor ihren Augen, doch er lie├č von ihr ab. Wie einen Sack warf er sie zu Boden. Sie rang nach Luft und kam irgendwie in die K├╝che. Martin hatte den G├╝rtel aus der Hose gezogen und schloss das Kinderzimmer auf. Sie br├╝llte, die Kinder sollten laufen, als sie h├Ârte, wie das Leder auf nackte Kinderbeine klatschte und schrille Schreie ert├Ânten.

Wie in Trance nahm sie das gro├če Kochmesser aus der Schublade. Sie rief nach ihm, er solle zu ihr kommen, wenn er kein feiges Schwein sei. Und er kam. Wie ein Berserker st├╝rzte er auf sie zu. Woher sie die Kraft nahm, wusste sie nicht. Sie hob das Messer und stach zu. Einmal? Zweimal? Bis er da lag, blutend. Sie brach ├╝ber ihm zusammen.

Dann war sie in die Stube gerobbt. Sie wusste nicht, wo die gro├čen Kinder waren. Die Kleinen lagen im Bett und weinten.

Irgendwo in dem Haufen musste das Handy sein, dass sie vor ein paar Tagen gekauft hatte. Sie w├Ąhlt.

ÔÇ×Ja, Polizei? Ich hab meinen Mann umgebracht ...ÔÇť


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noel
???
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Eigentlich wollte ich nichts schreiben



quote:
Wie in Trance nahm sie das gro├če Kochmesser aus der Schublade. Sie rief nach ihm, er solle zu ihr kommen, wenn er kein feiges Schwein sei. Und er kam. Wie ein Berserker st├╝rzte er auf sie zu. Woher sie die Kraft nahm, wusste sie nicht. Sie hob das Messer und stach zu. Einmal? Zweimal? Bis er da lag, blutend. Sie brach ├╝ber ihm zusammen.

Dann war sie in die Stube gerobbt. Sie wusste nicht, wo die gro├čen Kinder waren. Die Kleinen lagen im Bett und weinten.

Irgendwo in dem Haufen musste das Handy sein, dass sie vor ein paar Tagen gekauft hatte. Sie w├Ąhlt.

Aber jetzt doch ein paar Kleinigkeiten: "ein paar Tagen gekauft hatte. Sie w├Ąhlt" Ist hier W├äHLT bewusst gew├Ąhlt?
Oder sollte es doch `w├Ąhlte┬┤ hei├čen? Ist ein so pl├Âtzlicher Bruch in den Zeiten.

"Dann war sie in die Stube gerobbt. Sie wusste nicht, wo die gro├čen Kinder waren. Die Kleinen lagen im Bett und weinten." Sie wusste nicht wo die .. waren... Die Kleinen lagen...
Ich weiss nicht, aber wenn ich in die Stube gerobbt komme, neben mir stehe, f├╝hle und doch nicht, wahrnehme und doch nicht, wenn die Realit├Ąt sich phantastisch zu verzerren beginnt... kann ich dann wissen, dass sie im Bett liegen.

Sie h├Ârte die Kleinen weinen, erstickt, als w├╝rden sie sich aneinander, an ihre Kissen klammern.

So was k├Ânnte ich mir vorstellen, aber nicht diesen Satz.

Entschuldige die M├Ąkeleien an einem solch sensiblen Thema, aber ich denke, dass man es in diesem Forum postet, um MEinungen zu lesen.

Liebe Gr├╝├če Noel

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┬ę noel
Wir sind alle Meister/innen der Selektion und der konstruktiven Hoffnung, die man allgemein die WAHRHEIT nennt ┬ęnoel
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noel
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Habe noch Mal ...

den Text gelesen und festgestellt, dass es drei Stellen gibt, an denen Du die Zeiten wechselst... also wohl doch Absicht.

"Die Tr├Ąnen laufen nun heftiger"

"Sie schleudert das Hochzeitsbild an die Wand und schreit."

"Irgendwo in dem Haufen musste das Handy sein, dass sie vor ein paar Tagen gekauft hatte. Sie w├Ąhlt. "

Oder ???

AUf jeden Fall hat der TExt etwas in mir ausgel├Âst und deshalb habe ich ihn auch positiv bewertet, weil er mich hilflos macht, weil er zeigt, was aus Angst und Hilflosigkeit entstehen kann... und weil ich sie beim Lesen des Textes selber erf├╝hle.

LieGr├╝ Noel
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Anonymous
Unbekannter Verfasser
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es beginnt in der gegenwart, sie blickt zur├╝ck, und das sie w├Ąhlt, ist ja wieder die gegenwart, also absicht.

und da die kleinen ca ein und zwei jahre alt sind, kann sie wissen, wo sie sind. w├╝rd ich sagen. evtl. standen sie und r├╝ttelten an den gitterst├Ąben, f├╝r gew├Âhnlich schlafen so kleine kinder noch in gitterbetten.

in so einer situation denkt man wirr. ich weiss das. als mein ex mich zusammenschlug und der kleine es mitansehen musste, dachte ich auch nur, wo ist der kleine, dass er ihn ja nicht anfasst. egal wie sehr er auf mich eintrat.

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noel
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Habe doch noch ein zweiten Kommentar zu der Gegenwartsform abgegeben.
Laut meiner Z├Ąhlung sind es drei Teilst├╝cke???
Und das man es erf├╝hlt wo sie sind... ja. Aber vielleicht w├╝rde ich dann den Ton, die Verzweiflung ausdr├╝cken mit denen ich die Kl├Ąnge der Gitterst├Ąbe wahrnehme.

Ich finde den Text auch gelungen und ich weiss es ist ein sensibles Thema.
Aber ich m├Âchte darum biutten genau deshalb NICHT falsch verstanden zu werden.

Noel
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Biggi
Hobbydichter
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Werke: 13
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Weinen vergessen

Diese Geschichte , wie sie t├Ąglich unsagbar oft ├╝berall auf der Welt geschieht hat mich sehr ber├╝hrt.
Die Abschnitte habe ich nicht gez├Ąhlt, aber verstanden was DU mit jedem einzelnem Wort aussagen wolltest.
Die Qual einer Seele gesp├╝rt, und die unendliche Traurigkeit nachempfunden .
Und die Frage , ob es h├Ątte soweit kommen m├╝ssen.
Geschrieben hast Du es aus meiner Sicht , sehr gut. Aber auch ich bin nur ein Laie. Und so viel mehr steht hinter so vielen Deiner Worte.
Ich gehe davon aus ,das es einen realen Hintergrund hat ,und w├╝nsche - hoffe f├╝r die geschundenen Seelen das sie ihren Frieden mit der Welt, aber auch neue Erkentnisse f├╝r sich und ihr Leben finden , oder gefunden haben.

__________________
Biggi

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Dornrosis
Manchmal gelesener Autor
Registriert: Jun 2003

Werke: 44
Kommentare: 105
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das Weinen vergessen

dein Text hat mich sehr ber├╝hrt. Eine Geschichte, wie sie viel zu oft und Tag f├╝r Tag geschieht. Ich habe ebenfalls keine Abschnitte gez├Ąhlt, konnte den Inhalt gut nachvollziehen. Die innerliche Beteiligung des Schreibers/ der Schreiberin ist deutlich zu sp├╝ren. Wer immer auch die Akteurin der Geschichte ist , kann man nur auf gerechte Urteile der Gerichte hoffen und nat├╝rlich dass die Hauptakteuein ihre Isolation durchbrechen kann und gute "Schutzengel" findet.

Gru├č DORNROSIS

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