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Leselupe.de > Kurzgeschichten
das zweite reich
Eingestellt am 09. 07. 2001 20:46


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edward varelans III.
Hobbydichter
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Man soll im Bett nicht rauchen. Der Scheiss Nabel brennt und eitert auch ein wenig. Das ist etwas eklig. Als das Telefon klingelt, hab ich wirklich keine Lust zum Aufstehen. Ich zerre das alte Ding schließlich am Kabel ran und hoffe, dabei an den Knopf gekommen zu sein. Aber mein Daddy ist noch dran. Zuerst verstehe ich ihn nicht, weil ich noch ĂŒbel was in der Birne habe. Aber er merkt wohl nichts und faselt etwas von Alissas Geburtstag. Ob ich nicht kommen wolle. Ich will nicht kommen und sage, dass ich mal rĂŒber kommen will. Er freut sich und sĂŒlzt mit mir noch ĂŒbers Wetter hier und dort und sowas. Dann fragt er nach Helen und ich sage ihm, dass Ed grade geklingelt hĂ€tte und lege auf. Ich ziehe noch etwas und will nun endlich pennen, weil mir die Augen brennen wie mit Sand verschmiert. Aber ich glotze die ganze Zeit blöd an die Schatten an der Decke. FĂŒr einen Moment sehe ich das Profil von Nikita Chrushtchov. Ich will schon Hausmittelchen anwenden, obwohl ich genau weiss, dass ich danach erst Recht nicht mehr schlafe. Da klingelt tatsĂ€chlich Ed.
Er erzÀhlt mir was von einer Party bei Louise, im Strandhaus unten. Dann sagt er, dass ich komisch klinge.
Ich sehe die gelben Lichter der Ampeln auf meinem Gesicht, als ich in die SĂŒdstadt runter fahre. Die Nacht ist frisch, aber Ed hĂ€ngt seine Beine ĂŒber die WagentĂŒr und raucht schweigend.
Bei Louise ist nicht mehr so viel los. Die meisten hocken auf dem flachen Dach, wenige, die ich kenne. Jemand hat eine Kassette von Iron Butterfly eingelegt und gibt volle Dröhnung.
Unten ist fast keiner. Ein fast völlig nacktes MĂ€dchen öffnet. Sie ist sehr schön und ziemlich dicht, raucht und hat einen LedergĂŒrtel mit einem enormen schwarzen Gummischwanz vorn dran um den nackten Leib. Lachend verschwindet sie gleich wieder in einem der Zimmer und wir suchen eine Treppe aufs Dach. Draußen rufen sie zu uns runter, dass wir auf der RĂŒckseite ĂŒber ein paar FĂ€sser hoch steigen mĂŒssten. Oben angekommen fasse ich zuerst in eine Kotzelache, dann setze ich mich zu Marty und Ina. Sie sagt, dass Steve in Behandlung ist und dass ich von Pete was bekommen könnte. Marty zeigt mir einen Artikel aus dem "Behaviour", den ich unbedingt lesen mĂŒsste. Es geht um irgendwelche steinalten Buddhas, die weggesprengt werden sollen. Das Blatt ist feucht und riecht auch nach Kotze. Als ich nach Louise frage, stĂ¶ĂŸt mich Ed nur an und lacht. Die Butterfly-Kassette ist alle und Marty legt was von Kraftwerk ein. Wir singen alle, dass wir die Roboter sind, als eine alte Frau drĂŒben ĂŒber den Zaun guckt und uns fragt, ob man jetzt schon auf den DĂ€chern sitzt. Wir bejahen freundlich und Marty raunt, dass das die Alte vom Pfaffen hier ist. Sie will wissen, wo Louises Eltern jetzt gerade sind und jemand ruft, dass sie in einem Chalet in Davos liegen und sich nageln. Da verschwindet die Alte wieder.
SpÀter kommt Josh und bringt Louise und das MÀdchen von vorhin mit.
Sie setzen sich neben uns. Louise hat knallrote Wangen und stellt mir Isabel vor. Isabel hat auch rote Wangen, aber das kann auch von ihrer Dröhnung kommen. Sie gibt mir einen Kuss auf die Stirn.
Josh erzÀhlt mir, dass Helen versucht hÀtte, mich anzurufen. Isabel will wissen, wer Helen ist. Ich rede viel mit Isabel in dieser dunklen Nacht.
Irgendwann morgens wache ich auf und bin pissnass. Es hat zu regnen begonnen und die haben mich hier oben pennen lassen. Isabel liegt auch noch hier, halb auf mir. Auf ihrem RĂŒcken perlen die Regentropfen. Isabel wacht nicht so schnell auf. Sie hat mich im Schlaf umschlungen. Ich wecke sie und frage, ob wir irgendwo was frĂŒhstĂŒcken wollen. Die nassen FĂ€sser, auf denen wir wieder runter mĂŒssen, sind sauglatt. Als wir nochmal ins Haus reinschauen, erzĂ€hlt mir Josh, der noch nackt mit irgendeiner Frau auf dem Sofa liegt, dass Marty heut morgen vom Dach gefallen ist. Er hat sich beide Beine gebrochen. Ich sage, dass ich ihn besuchen will und Isabel meint, dass sie mitkommen möchte. Als wir raus gehen, sehe ich, dass irgendjemand Isabels strap on an den TĂŒrknopf gehĂ€ngt hat. Da baumelt er, gross und feucht. Sie lacht mich an, und ich will wissen, wie es war. Sie sagt, dass sie jetzt Hunger hat, dass ich es spĂ€ter nochmal versuchen soll.
Wir fahren zu Dominoe's und stopfen uns mit Doughnuts voll, bis uns schlecht ist. Im Radio lĂ€uft was von Peter Gabriel, noch aus Genesis-Zeiten. Er ist damals in einem FuchskostĂŒm rumgerannt, ich kenne ein Video aus der Zeit. Ich erzĂ€hle Isabel davon, und sie lacht.
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edward varelans III.
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Sorry, irgendwo hier steht: "Josh erzĂ€hlt mir, dass Isabel versucht hĂ€tte, mich anzurufen." Statt Isabel soll es aber Helen heißen. Es ist mir bloß zu blöd, wegen dieser Änderung die Administration zu benachrichtigen. Wer hatte diese bescheuerte Idee?

Edward
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Gegge
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Was kann die Idee dafĂŒr, daß Du einen Fehler gemacht hast?

Stell Dir einfach vor, Du hÀttest den Text an eine Zeitung geschickt und deinen Fehler erst nach der Veröffentlichung entdeckt. Soll dann auch Jemand rumlaufen und in allen Zeitungen den Text korrigieren?

Im Übrigen kannst Du als Autor nach wie vor dein Werk bearbeiten. (nur Kommentare und Antworten können ab der 16. Minute nach Veröffentlichung nicht mehr verĂ€ndert oder gelöscht werden.)

Am besten löscht Du diesen Thread komplett und postest ihn korrigiert nochmal.

Gruß Gegge

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edward varelans III.
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Willst du mich verarschen? Der Text ist nicht zu editieren ohne vorherigen Kontakt zu euch. Und das ist mir einfach zu mĂŒhsam, denn ich gebe Komfort, den ich einmal habe, nur ungern wieder auf. Aber vielleicht bist du ja spartanischer als ich drauf. Jedenfalls kann ich editieren, soll aber lieber neu posten, ja? Sehr amĂŒsant. Um noch auf das Beispiel mit der Zeitung zu kommen: Wenn ich da was hin schicke, schaue ich es mir genauer an, weil ich vorher weiß, dass ich es nicht mehr Ă€ndern kann. Hier hab ich ja die edit Funktion. Vielleicht könnte man verschiedene Maßnahmen ja auch mal ankĂŒndigen? Und das Internet ist nun mal keine Zeitung, das ist dir hoffentlich bewusst, technischer Admin. Anderes Medium, andere Möglichkeiten. Also bitte.

Gruß von Master Ed [den hab ich nachtrĂ€glich reingesetzt, weil ich mich beeilt hab!]
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ElsaLaska
Guest
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ed, es WAR angekĂŒndigt, und ja,

ich finds auch nicht soo toll. aber egal.

der erste satz nervt mich. mit man-sÀtzen sollte man (!) sparsamst umgehen. besonders zum einstieg in eine geschichte möchte ich nicht gleich belehrt werden, was man tun soll und was nicht.
der nabel (gepierct worden?): das ist nicht nur "etwas" eklig, es ist sogar Ă€usserst eklig, womöglich gar "scheisseklig", wĂŒrde ich mal sagen.
das profil von chruschtschov? super idee! aber wir mĂŒssen uns hier dringend ĂŒber eine transkription einig werden. auch wenn du nicht mehr editieren kannst. du benutzt die amerikanische umschrift, das ist in ordnung, wenn du wert drauf legst, "authentisch amerikanisch" zu wirken. allerdings ist nicht jeder deutsche leser slawist und wird sich vielleicht ein wenig dran stören. wie wĂ€re es mit Chruschtschow? das ist, glaube ich, die normale deutsche Umschrift. wenn du angeben willst, schreibst du normal schtsch und ein v am ende....;-)
iron butterfly? dein held gibt mir langsam echte rÀtsel auf.

was soll das mit den buddhas, die in dem behaviour stehen, der in die kotze gefallen ist? darĂŒber macht man keine witze! die taliban sind gefĂ€hrliche idioten.
was wolltest du damit rĂŒberbringen? ich runzle die stirn...

peter-gabriel-fuchskostum: isabel scheint einen recht einfachen sinn fĂŒr humor zu haben...;-)

ich habe keine sexszene gefunden, ed, ehrlich nicht!
was ich gefunden habe, war ein gummischwanz! dagegen habe ich nichts.....;-)
grĂŒsse
deine elsa

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Gegge
Guest
Registriert: Not Yet

quote:
UrsprĂŒnglich veröffentlicht von edward varelans III.
Willst du mich verarschen? ....Und das ist mir einfach zu mĂŒhsam, ...Sehr amĂŒsant........ Anderes Medium, andere Möglichkeiten. Also bitte.

Niemand zwingt Dich hier etwas zu posten!
Niemand zwingt mich, mir Deinen Tonfall bieten zu lassen.

Wollen wir versuchen, vollkommen zwanglos, mit etwas Geduld und einem Mindestmaß an gegenseitiger WertschĂ€tzung das "Problemchen" zu erörtern?

Gruß Gegge

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