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Leselupe.de > Ungereimtes
deine Wut
Eingestellt am 13. 01. 2006 21:36


Autor
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memo
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In Wellen flutet deine Wut
├╝ber mich und ich rette meine Gef├╝hle
wie kleine Schildkr├Âten
vom hei├čen Sand
auf wei├če Schaumkronen
und halte mit aller Kraft
meine Tr├Ąnen zur├╝ck
da ich in deinen Augen
deine m├╝hsam verborgene Trauer sehe
und die versch├╝ttete Angst
die viel unertr├Ąglicher ist
als deine Schutzmauer.

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Fitzberry
Guest
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Hallo Memo,

das Bild mit den kleinen Schildkr├Âten, die sich vom Sand auf die Schaumkronen des Meeres retten, finde ich sehr sch├Ân, kenne es auch aus dem Fernsehen. Es steht in deinem Text f├╝r einen Ausdruck wie "unter gr├Â├čter Anstrengung, mit letzter Kraft" o. ├Ą.
Nun schwingen bei diesem Bild f├╝r mich als Leser noch andere Konnotationen mit: r├╝hrend, putzig, s├╝├č.
Ich wei├č nicht, ob es deine Absicht war, dass die Anstrengungen deines lyrischen Ich so auf den Leser wirken.

Der restliche Text l├Ą├čt darauf schlie├čen, dass es dem lyrischen Ich zu viel w├Ąre (unertr├Ąglich), mit den Gef├╝hlen hinter der Schutzmauer des lyrischen Du konfrontiert zu werden. Diese Botschaft finde ich nicht gut. W├Ąre es f├╝r das lyrische Du nicht besser, wenn es eben diese unter Verschluss gehaltenen Gef├╝hle zeigen k├Ânnte und d├╝rfte?

Sch├Ânen Tag
Robert



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Stoffel
gesperrt
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Guten Morgen,

das Bild der Schildkr├Âten kenne ich. Ok, sie machens ja andersrum. Retten sich vom Strand ins Meer.

Ich frage mich nur, ob es wirklich "Hass" ist. Es ist doch eher eben diese "Wut" die aus verschiedenen Dingen entsteht. Eben auch aus Entt├Ąuschung, Hilflosigkeit, Schw├Ąche.

Das Du "Hass und Wut" in der letzten Zeile wiederholst, find ich nicht gut. W├╝rde sie streichen. Als Schluss das mit der "Schutzmauer" w├╝rde etwas vers├Âhnlicher klingen und m.E.nach reichen.
Nur meine Gedanken.

lG
Stoffel

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memo
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Hallo Fitzberry!

Du hast recht, es ist sehr wichtig die wahren Gef├╝hle
ausdr├╝cken zu k├Ânnen -
damit die Seele und der K├Ârper nicht erkranken.
Aber leider ist es in Wahrheit zumeist nicht so.
Das lyrische Ich versteckt die Gef├╝hle genauso wie
das lyrische Du.
Sehr oft finden Trauer und Angst, die nicht verarbeitet werden k├Ânnen, ihren Ausbruck in agressiven Verhalten.( Besonders bei Kindern und Jugendlichen)
Das Bild der Schildkr├Âten, versinnbildlicht f├╝r mich einerseits die Anstrengung, aber auch eine Flucht
in eine fantansievolle Welt, der Realt├Ąt entfliehend.
Es ist ein Gedicht der unterdr├╝ckten Gef├╝hle,
die sich auf Schaumkronen retten oder in Wutausbr├╝che.

Vielen Dank f├╝r deine Antwort und deine vielschichtige Kritik.
Liebe Gr├╝├če
memo

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memo
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Hallo Stoffel!

Stimmt!
Den Hass und die Wut am Ende kann man weglassen.
Danke!
Gr├╝├če von
memo

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NewDawnK
???
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Hallo Memo,

"da ich in deinen Augen
deine m├╝hsam verborgene Trauer sehe
und die versch├╝ttete Angst"

Mag ja sein, dass das LyrIch m├╝hsam verborgene Trauer sehen kann in den Augen des LyrDu - aber ist damit etwas ├╝ber die Ursachen gesagt? Vielleicht betrauert LyrDu sich selbst, weil es Probleme hat, sich mit seiner Wut abzugrenzen?
"versch├╝ttete Angst" - auch da w├╝rde ich mich als erstes fragen, wovor das LyrDu Angst haben k├Ânnte. Vielleicht davor, zur eigenen Wut bzw. zu den eigenen Emotionen zu stehen?
Langer Rede kurzer Sinn - wenn jemand w├╝tend auf mich ist, sehe ich eine Reaktion, aber nicht seine Beweggr├╝nde - letztere sind m.E. oft reine Auslegungssache. Ich jedenfalls kann genauso wenig im Kaffeesatz lesen wie ich hinter anderer Leute Stirn gucken kann. Was mir dagegen sehr leicht f├Ąllt ist, von mir auf andere zu schlie├čen... vielleicht geht es LyrIch ├Ąhnlich, wobei ich aber auf gar keinen Fall von mir auf LyrIch schlie├čen will...

Gru├č, NDK

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