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Leselupe.de > Gereimtes
den roten mond
Eingestellt am 11. 11. 2003 08:19


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Bernd
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den roten mond erblickte ich im morgengrauen
er hing √ľber gro√üstadtd√§chern und war etwas angenagt
wie ein honigkuchen an den rändern
und er fl√ľstert √ľber den wolken worte
worte, die das all durchdringen auf sanfter reise
und irgendwie bringen sie es zum schwingen

__________________
Copy-Left, samisdada, Dada Dresden

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Venus
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den roten mond erblickte ich im morgengrauen
er hing √ľber gro√üstadtd√§chern und war etwas angenagt
wie ein honigkuchen an den rändern
und er fl√ľstert √ľber den wolken worte
worte, die das all durchdringen auf sanfter reise
und irgendwie bringen sie es zum schwingen


den roten mond
erblickte ich im morgengrauen
er hing √ľber gro√üstadtd√§chern und war etwas angenagt
wie ein honigkuchen an den rändern
und er fl√ľsterte durch die den wolken
worte
die das all durchdrangen
auf sanfter reise
und irgendwie
noch jetzt
zum schwingen bringen


lieber bernd,
ganz ausgezeichnet, haben mir deine gedanken gefallen!!
bitte, ganz zu anfang:
ich bin neu in der LL und ganz bestimmt keine fachfrau!
deshalb auch meine anmerkungen und weiteren gedanken nur subjetiv werten!


den roten mond und das morgengrauen
zweimal neue gedanken, die es wert sind, deutlich betont zu sein. deshalb auch mein vorschlag zum zeilenumbruch. also den mond rot zu sehen, nicht blass, fahl, gelb (wie oft gehabt) sondern eben "rot"! toll! und dann im morgengrauen, nicht in der dämmerung, in der sonst so dunklen nacht, nein: "im morgengrauen". nochmal toll!!
angenagt und pfefferkuchen! ;o) ich w√ľnschte, das w√§r von mir ;o)
jetzt aber fl√ľstert er.
wo er doch vorhin "hing"
also solltest du vielleicht in der vergangenheit bleiben?
wenn er so "√ľber" den wolken fl√ľstert, dann "tut sich mir das h√∂ren nicht auf" ;o( also m√∂chte ich vorschlagen, dass er "durch" die wolken fl√ľstert (jetzt kann ich es h√∂ren ;o))
die wort-wdhlg. "worte" finde ich nicht ganz so gelungen.

mein vorschlag zum schluss ist ganz bestimmt geschmacksache. aber mir tut die reimform hier beim lesen gut und im vergleich zu deinem schluss-satz, machen sie auch wirklich "schluss" (also aus, äpfel, amen)

ich hoffe, du bist nicht böse, ob meines kommentares.

lg.
Venus

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den wind im r√ľcken, sterb ich mich ein
in den großpassat -
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Stoffel
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lieber Bernd,

streife schon seit gestern um deinen Honigkuchenmond herum

Das ist ja mal etwas ganz anderes von Dir und es gefällt mir sehr.
M√ľsste es aber dann nicht "fl√ľsterte" und "durchdrang" "brachten" heissen?*gr√ľbel*

lG
Susanne

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Bernd
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Liebe Venus, ich m√∂chte mich bei dir ganz toll bedanken, auch dass du das Gedicht so f√ľr dich aufgenommen hast und f√ľr die Rezension.
Es ist tatsächlich ein ungewöhnliches Gedicht.
Ich m√∂chte deshalb aber hier meine Version verteidigen, obwohl Deine auch einiges f√ľr sich hat.

Die erste Zeile ist ein Ruhepol. Sie klingt in sich, erzeugt die Farbe der Fr√ľhe.
Wenn ich sie teile, erzielt sie mehr Bewegung, eine andere Rhythmik, das hast Du ja bemerkt.
Durch die zweite wird die Ruhe aufgenommen, aber eine Veränderung deutet sich an. Es ist nicht mehr ganz der Vollmond.
Bis hier aber sind alles planetarische Erscheinungen.
Sie spielen in der Vergangenheit.
Nun kommt ein Moment, der besonders hervorgehoben wird. Der Mond fl√ľstert Worte. Wie bei einer Reportage wird der Fokus in die Gegenwart gedreht. Ich bin dabei. Und der Mond fl√ľstert. Es h√§lt an.
Und nun folgt ein Binnenreim. Der die Resonanz des Schwingens vollendet, zwei Wörter, die sich finden.


---

Das ist auch, liebe Stoffel, die Antwort, warum ich die Gegenwart hier nutze.
Grammatisch mag es ja falsch sein.

---

Die Frage der Wortwiederholung:
Danke f√ľr den Hinweis. Ich bin mir nicht sicher, das zu √§ndern. Die Wiederholung leitet die Resonanz ein, gibt eine Stimmung wieder. Wenn es aber eher st√∂rt, m√ľsste ich es vielleicht √§ndern.
Ich setze gern Wiederholungen ein, Parallelkonstruktionen und ähnliches.

PS: Kannst du wirklich klöppeln, Venus? Das ist sehr schwierig, meine Tochter hat es mal gelernt.

Viele liebe Gr√ľ√üe von bernd
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Stoffel
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guten Morgen Bernd,

verstehe. Ich weiß ja, Du denkst Dir dabei schon was.
Solch einen "roten" Mond hatten wir letztens auch hier...Blutmond.(fast unheimlich)

Deine Worte treffen genau die Stimmung.

Schönen Tag
lG
Susanne

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Venus
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lieber bernd,
ganz herzlichen dank, f√ľr deine wunderbare erkl√§rung.
hilft sie mir doch auch wieder ein ganz gewaltiges st√ľck weiter, lyrik neu und richtiger zu verstehen.
jede deiner anmerkungen sitzt!

du siehst, ich hab' kein bisschen unrecht, wenn ich mich mit dem gedanken trage, klöppeln zu lernen.
bislang kann ich es nämlich genau so wenig wie lyrik in der korrekten form.

menschen wie du sind der grund warum ich letztendlich in der LL gelandet bin. sie helfen mir, mich selbst im rahmen meiner aktuellen möglichkeiten weiterzuentwickeln. zeigen gezielt auf, wo ich nachhaken kann und muss!

daf√ľr noch einmal ganz aufrechten dank!

lieben gruß,
Venus
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rilesi
Guest
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hmm lecker...und schön

hallo Bernd

ich krieg grad so richtig hunger jedesmal, wenn ich das lese, von dem angeknabberten mond. und, wer lässt sich nicht gerne ins schwingen bringen wie du es gegen schluss schreibst...schön.

nette gr√ľsse, von rilesi

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