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Leselupe.de > Humor und Satire
der Nachbar
Eingestellt am 23. 11. 2001 14:22


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traeumerin
Hobbydichter
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Der Nachbar

Viele Leute haben ja Streit mit ihren Nachbarn und stehen st├Ąndig auf Kriegsfu├č mit ihnen. Ich kann das gar nicht verstehen. Mein Nachbar ist n├Ąmlich ganz anders als alle anderen Nachbarn. Er ist sehr hilfsbereit, vielleicht sogar der hilfsbereiteste Mensch, den ich kenne. Zumindest aus unserer Stra├če. Na ja, ich muss zugeben, in unserer Stra├če gibt es ja auch nur f├╝nf H├Ąuser. Vier Einzelh├Ąuser mit einer ziemlich gro├čen Entfernung zueinander. Ja, und dann ist da eben noch dieses Doppelhaus. In der einen H├Ąlfte wohne ich, 37 Jahre alt, ledig und von Beruf Krankenschwester. Und in der anderen H├Ąlfte wohnt mein lieber Nachbar Rolf mit seinem entz├╝ckenden Dackel Mr. Boogie. Ein reizendes Tier, besonders am Nachmittag, wenn ich mich f├╝r ein paar Stunden aufs Ohr gelegt habe. Schlie├člich habe ich Schichtdienst. Das ist dann meistens auch die Zeit, in der mein Nachbar seinen Hund drau├čen vor der T├╝r anbindet, damit er selbst auch ein Nickerchen machen kann. Die heulenden T├Âne des Dackels sind besonders gut zum Einschlafen.
Ich bin meinem Nachbarn immer wieder dankbar. Besonders gut ist der sympathische Kerl im Heckenschneiden. ├ťberstehende Zweige der auf der Grenze stehenden Hecke werden wie selbstverst├Ąndlich von ihm entfernt. Meistens ist er sogar so gro├čz├╝gig, dass er meinen Teil gleich mit abschneidet. Dass die Hecke jetzt kaputt ist, st├Ârt da nicht weiter. Im Gegenteil. Im Sommer kann er mir nun ungest├Ârt beim Sonnenbaden zugucken und es entwickeln sich meist sehr interessante Gespr├Ąche.
Ein weiterer gro├čer Vorteil einen Nachbarn zu haben, ist es, dass man sich immer etwas ausleihen kann. Mein guter Nachbar Rolf ist auch hier wieder viel liebensw├╝rdiger als andere Nachbarn. Er schenkt mir seine Sachen immer, wenn er nicht wei├č, wohin damit. Vor einiger Zeit hatte ich somit drei Tage nach der M├╝llabfuhr bereits wieder einen vollen M├╝lleimer. Irgendwo mussten Rolfs Abf├Ąlle nach seiner Party ja hin. Ich war diejenige, die sie bekommen hat.
Manchmal bin ich wirklich stolz darauf, so einen Nachbarn zu haben. Neulich zum Beispiel, beim Tapezieren. Er war so hilfsbereit, mich bei meiner m├╝hseligen Arbeit zu unterst├╝tzen, indem er auf seiner Trompete lautstark versucht hat, einige T├Âne zu erzeugen. Mit Musik ging die Arbeit gleich viel entspannter zu und die Ohrensch├╝tzer, die ich mir aufgesetzt hatte, w├Ąrmten meine Ohren in der Sommerhitze besonders gut.
Was w├Ąre ich nur ohne meinen Nachbarn?

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Kastanienbaum
Hobbydichter
Registriert: Nov 2001

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Tr├Ąumerin,
sehr sch├Âner letzter Satz, wie ich finde! Zweideutig! Allgemein find ich den Schluss gut. W├Ąhrend man im Mittelteil den Eindruck hat der Text sei zu berechenbar und die ironischen Wendungen zu billig, ist der Schluss um einiges interessanter, nach Aufl├Âsung strebend. Der Anfang, bei dem ich einige Zeit brauchte um die Ironie zu erkennen, gef├Ąllt mir ebenfalls

Gru├č vom Kastanienbaum

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