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Leselupe.de > Kurzgeschichten
der Wanderer
Eingestellt am 20. 02. 2003 08:45


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angrovia
Autorenanwärter
Registriert: Jun 2002

Werke: 3
Kommentare: 2
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Auf einer kleinen Anhöhe sitzend, betrachte ich die Route die vor mir liegt.
Fern hinter dem Wäldchen liegt die Hügelkette, dahinter befindet sich das Ziel meiner heutigen Reise.
Es wird ein langer Weg werden bis zu dem großen Monument, welches sich hinter den Höhen verbirgt.
Von weit her klingt eine leise, wiegende Melodie und fordert mich auf, jeden meiner Schritte zu genieĂźen.
Viel zu oft in letzter Zeit nahm ich den kĂĽrzesten Weg, habe die Herrlichkeit um mich herum nicht beachtet.
Doch heute, heute will ich jeden Zentimeter in mir aufnehmen, ihn mit allen Sinnen erfassen.
Ist es der Wind, der sanft durch mein Haar fährt, mich mit unsagbarer Zufriedenheit erfüllt, oder lässt mich die Vorfreude erschaudern?
Langsam taste ich mich von der Anhöhe herab und beginne meine Reise an der schmalsten Stelle des Weges. Eigentlich sind es zwei parallel verlaufende, völlig synchron erscheinende Wege, die durch eine Art Graben mit sanft abfallenden Seiten voneinander getrennt sind.
Auf halber Strecke mache ich halt auf einer kleinen, runden Kuppe, hĂĽpfe einige Male zwischen den beiden Erhebungen hin und her und betrachte dann das letzte StĂĽck des immer breiter werdenden Weges
In Gedanken versunken, das Glücksgefühl in mir auskostend, erreiche ich die erste kleine Anhöhe. Hier ist der Weg am breitesten und endet jäh am Rande des Waldes.
Schon oft durchwanderte ich dieses Wäldchen, sog den Duft in mir auf, bevor ich zu der kleinen Höhle inmitten des Waldes weiter zog.
Heute jedoch verweile ich nur kurz vor der Höhle, von der man sagt, sie bringe Glück. Ich ziehe weiter und habe bald das Ende des Waldes erreicht.
Wunderschön liegt die Ebene vor mir, ich mag sie, lege gern meinen Kopf auf den weichen Boden und träume, träume von dir, von unserem Glück…
Noch immer sind die Hügel in der Ferne in sanftes Licht getaucht, die Schönheit überwältigt mich und ich lege mich auf den Boden um diesen Anblick ein wenig zu genießen.
Mein Kopf gräbt sich wohlig in den warmen, weichen Untergrund.
Nach einiger Zeit reiĂźe ich mich unwillig los und setze meine Reise fort.
Meine Reise…hat nicht jede Reise ein Ziel, was ist mein Ziel…warum will ich zu diesem Monument hinter der Hügelkette…was erwarte ich dort zu finden?
Es treibt mich voran und so setze ich, von unbeschreiblichen GlĂĽcksgefĂĽhlen begleitet, meinen Weg fort.
Die HĂĽgelkette ist inzwischen in goldfarbenes Licht getaucht, die beiden Spitzen ragen dunkel in den Himmel und werfen lange Schatten.
Nie zuvor habe ich bemerkt, dass beide Berge links und rechts der sanften Erhebung völlig identisch aussehen, wie von Menschenhand geschaffen.
Von Menschenhand…kann sie wirklich etwas so Vollkommenes schaffen?
Ich geniesse diesen Anblick sauge ihn in mir auf, lasse ihn wirken.Schliesslich wandert mein Blick den Weg zurück, alle Eindrücke noch einmal erlebend, die ich während meiner Reise bisher hatte.
Von diesem Standort aus betrachtet wirkt die Ebene, nicht so plan wie ich es auf meiner Wanderung empfunden habe. Dieses wundervolle GefĂĽhl, welches ich, auf dem Boden liegend empfand, fĂĽllt mich auch jetzt noch aus.
Mein Blick wandert weiter zurück bis zur Baumgrenze, sie scheint lediglich aus einer Reihe von Bäumen zu bestehen, da sich der leicht abfallende Bereich mit der Höhle von hier nicht einsehen lässt.
Auch der Weg sieht, oder sollte ich besser sagen; die Wege, von hier oben betrachtet aus wie…ja, wie sieht er aus, mit seinen Erhebungen auf halber Strecke?
Ich finde kein vergleichbares Beispiel, oder zumindest habe ich keine Worte dafĂĽr und konzentriere mich auf das, was mich erwartet. Voller Vorfreude setze ich meine Expedition fort.
Die Sonne ist nun völlig hinter den Hügeln verschwunden. Langsam beginne ich erst den einen, dann den anderen Hügel zu umkreisen, fühle die Wärme der Oberfläche. Ich entscheide mich für den linken der beiden Hügel und ertaste mit allen Sinnen und voller Genuss die gleichmäßige Halbkugel.
Ein sanftes Gefälle führt auf eine zweite Ebene, der Untergrund ist härter, kürzer als die, die ich bereits durchwanderte und doch von unsagbarem Reiz. Von dieser Plattform aus betrachtet, ist mein Ziel bereits greifbar nah. Ein schmaler Grad noch, den es zu überwinden gilt, dann bin ich bei ihm, dem sagenhaften Ort, der die Sinne betört und alles vergessen lässt. Ich weiß, leicht wird es nicht. Der Boden hinunter bietet keinen Halt und ich laufe Gefahr, dass die Senke, die sich vor dem schmalen Überweg befindet, meine Reise unterbricht. Sie scheint ein Eigenleben zu besitzen, in ihr klopft und pulsiert es, fordert zum Verweilen auf und lässt das eigentliche Ziel vergessen. Nur mit äußerster Anstrengung, meine Sinne auf das Ziel konzentriert, schaffe ich es die letzte Hürde zu nehmen. Doch Vorsicht, der Übergang ist schmal und zu beiden Seiten hin steil abfallend. Geschafft, ich bin auf der anderen Seite und beginne, mich auf meinen Aufstieg vorzubereiten. Eine Steilwand, glatt und mit leichtem Überhang, liegt vor mir und doch scheint es ein Kinderspiel, sie zu erklimmen. Langsam, ganz langsam taste ich mich voran und erreiche die oberste Kante, gleite vorsichtig weiter und…
In meinem Kopf dreht sich alles, es brennt in mir, mein Herz klopft hart, wild und leidenschaftlich. Ich richte mich auf und blicke auf zwei klare, blaue Bergseen. Es scheint, als würde ein Leuchten aus der Tiefe das unglaubliche Blau verstärken und mich auffordern, näher zu kommen, um auf den Grund zu sehen. Mein Blick wandert über die Konturen dieses wunderschönen, friedlich vor mir liegenden Monumentes. Ich nähere mich einer schmalen Öffnung, die, getrennt von einer Höhle mit zwei Zugängen, vor den Seen liegt. Heiße Luft, wie Atmung pulsierend, strömt aus ihr hervor und lässt mich taumeln. Ich fühle mich unsagbar angezogen, kann kaum widerstehen, diese Öffnung zu erforschen. Mein Gesicht ganz nah, beuge ich mich über diese und spüre diese Wärme, die mir die Sinne raubt. Ich will tiefer vordringen, will mehr, will eins sein, meinen Atem dem Pulsieren anpassen.
Will mehr von Dir, Du meine geliebte Frau!

__________________
nimm die Menschen wie sie sind....
es gibt keine anderen

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Rainer
???
Registriert: Jul 2002

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...hat was...

hallo angrovia,

laĂź mich ohne viel vorrede gleich zum kernpunkt vorstoĂźen:
ab der mitte deines textes stimmen die bilder nicht mehr, sie sind verwaschen und ausgekatscht. an sich finde ich die zu grunde liegende idee nicht schlecht, aber mit deiner umsetzung bin ich nicht einverstanden. die bilderflut die du in mir erzeugst ist nicht einheitlich, es stellt sich kein panorama ein, von dem ich die details genauer wissen will, bzw., von dem ich die details erkennen kann. vielleicht habe ich auch nur gerade nicht die erforderliche ruhe und stimmung, aber dein text erscheint mir doch arg konstruiert, zu sehr auf den "knalleffekt" am schluĂź ausgerichtet.
idee - eine glatte zehn, aber durch die ausfĂĽhrung...
ich hoffe, daß andere deinen text besser verstehen, ihm besser folgen können, für mich ist es ein kaputtes kaleidoskop. aber mit ein bißchen arbeit, kannst du da bestimmt etwas sehr schönes daraus machen.

grĂĽĂźe

rainer

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