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Leselupe.de > Ungereimtes
der herr hat´s gegeben, der herr hat´s genommen (neu, jetzt mit zeichensetzung!)
Eingestellt am 09. 11. 2007 23:49


Autor
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samuel
gesperrt
???

Registriert: Feb 2004

Werke: 354
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das auge gottes -
damit er sich nicht länger ergötze,
der meine katze sterben ließ -
blenden
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Es nehmet aber
Und giebt Gedächtniß die See,
Und die Lieb’ auch heftet fleißig die Augen.

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Eve
Routinierter Autor
Registriert: Mar 2001

Werke: 28
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Hallo samuel,

ich bin nicht sicher, ob dein Text aufgrund mangelnder Zeichensetzung von diesem Forum in die Textklinik verschoben wurde (wo er jetzt immer noch ist). Im Grunde wäre ich auf eine Antwort deinerseits auf meinen Kommentar gespannt ... muss aber nicht sein. Im Grunde ist bei diesem neu eingestellten Text nichts (außer zwei Gedankenstrichen und einem Komma - wo ist dann der Punkt? by the way ...) anders - auch die von einem anderen Leser angefragte Reihenfolge der Zeilen nicht.

Ich finde, es ist immer noch holprig und für mich ohne echten Sinn - und ein Gedicht kann ich darin auch nicht sehen.

Nicht böse sein ... aber diese Reaktion rufen deine Zeilen nun schon zum zweiten Mal in mir hervor ...

Viele Grüße,
Eve

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gareth
Fast-Bestseller-Autor
Registriert: Dec 2003

Werke: 132
Kommentare: 783
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Mir fällt auf, dass sich wirklich niemand mit der Aussage dieses kleinen Gedichtes auseinandersetzen will. Mit der Zeichensetzung allerding schon. Das ist nicht uninteressant.

Es handelt sich immerhin um eine Auseinandersetzung mit dem lieben Gott. Und das in vier Zeilen. Es könnte durchaus auch in zwei Zeilen geschrieben sein.
Samuel geht von dem ewig gepredigten und in der Glaubenswelt wohl kaum bestrittenen Grundsatz aus, dass Gott allgegenwärtig ist und alles sieht.

Das beschreibt er mit drei Worten.

das auge gottes

Er unterstellt, dass nichts ohne Grund geschieht, also auch alles menschliche Leid Gott als Ursache hat

der meine katze sterben ließ

und er geht davon aus, dass Gott nach getaner Arbeit in der Regel sieht, dass es gut ist:

damit er sich nicht länger ergötze

Zum Schluss verlangt der Mensch, dass dieser Verursacher des menschlichen Leides zumindest daran gehindert werden soll, sich das, was er angerichtet hat, unbehelligt aus seiner ewigen Unangefochtenheit und Sicherheit heraus zu betrachten.
Und das in einem Wort, der Aufforderung:

blenden

Ich finde, es lohnt sich schon, diesen Vierzeiler einmal in Ruhe zu durchdenken. Danach sind die Kommata vielleicht verzichtbar.

gareth

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Walther
Routinierter Autor
Registriert: Sep 2004

Werke: 1589
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Gareth,

Du beschreibst klar, was das ist: Blasphemie. Das und nur das.

Und das, ich gestehe es, nicht einmal schlecht gemacht, da die Provokation auf Sammetpfötchen daherkommt (welch ein Bild: Katze mit Sammetpfötchen!).

So oder so ist der Text für mich grenzwertig. Ob er noch Kunst ist oder schon ... ?

Gruß W.
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Walther
"Gelegenheit.Macht.Dichtung"

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Vera-Lena
Routinierter Autor
Registriert: Oct 2002

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Hallo samuel,

wer sollte denn das Auge Gottes blenden, und wer könnte denn wissen, ob der Tod einer Katze, oder welche Angelegenheit auch immer, die Glückseligkeit Gottes vermehrt oder vermindert?

Die vier Zeilen scheinen doch auf einer kleinkindhaften Reaktion zu beruhen, da das kleine Kind noch keinerlei Einsicht besitzt in große religiöse Zusammenhänge. Da es aber von einem Erwachsenen geschrieben ist, macht es für mich die Aussage, dass die Menschheit es sich leicht macht und beim kleinsten Ungemach in ein kleinkindartiges Verhalten zurückfällt.

"Ich will, dass Gott unglücklich ist, weil ich unglücklich bin", das steht da und es steht da nicht umsonst. Ich möchte nicht wissen, wieviele Menschen sich unbewusst genau so verhalten.

Ich sehe diesen Text als einen Spiegel, und wer sich darin erkennen möchte, der kann das tun.

Liebe Grüße von Vera-Lena



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Der Mensch ist sich selbst das größte Geheimnis, ein unverzichtbarer Blutstropfen im Universum, ein Spiegel allen Seins.

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samuel
gesperrt
???

Registriert: Feb 2004

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infantil

Hallo, Vera-Lena,

also nicht kindlich, eher kindisch oder infantil nenne ich angesichts des unermesslichen Leides und des Todes in der Welt das Festhalten an dem Glauben, dass es einen zugleich allmächtigen und allgütigen Gott gibt,der alles aufs Beste bestellt hat. Gegen dieses Gottesbild richtet sich mein Gedicht, und ich finde es schön, dass wir endlich beim Thema meines Textes sind und nicht mehr bei der Zeichensetzung. Im übrigen sind meine Gedanken gar nicht so neu (vgl. Voltaire, Nietzsche, Freud, neuerdings auch Dawkins).

Gruß, samuel
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Vera-Lena
Routinierter Autor
Registriert: Oct 2002

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Hallo samuel,

natürlich dachte ich mir, dass Du es so gemeint hast, aber Deine 4 Zeilen bringen das nicht rüber, jedenfalls nicht für mich. Deswegen wollte ich Dir sagen, was ich da herauslese. Der Tod einer Katze ist dann doch ein bisschen zu schwach, um das Leid in dieser Welt zum Ausdruck zu bringen.

Waldemar hat mehrere solche Texte, die nun nicht sein Gottesbild beschreiben, aber das Leid der Welt auf unnachahmliche Weise nüchtern und eindringlich beschreiben.

Vielleicht startest Du irgendwann einen ganz neuen Versuch?

Liebe Grüße von Vera-Lena
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