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Leselupe.de > Ungereimtes
der mond war gekommen
Eingestellt am 08. 02. 2003 12:25


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Khalidah
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im bettbeet bat sie drum

der mond war gekommen
der sonne lichtschein
meine liebe

und heute noch wollen fl├╝sste kussflie├čen
s├Ąte drei veilchen auf wissenden wiesen
und s├Ąte ein fl├╝stern im hallenden hain
heute noch will ich die deine sein

der mond war gekommen
der sonne licht schrein
meine liebe gab

und heute noch will ich dein kosen genie├čen
s├Ąte drei veilchen auf wissenden wiesen
und s├Ąte ein fl├╝stern im hallenden hain
heute noch will ich die deine sein

der mond war gekommen
der sonne licht rein
meine liebe gab ich

und heute noch nachtnahten wir uns und lie├čen
sehen drei veilchen auf wissenden wiesen
und pfl├╝ckten ein fl├╝stern im hallenden hain
morgen schon sehnt sich mein herz nach mir mein

der mond wollte nicht kommen
der sonne licht ward schein
und meine liebe gab sich frei

im bettbeet schied sie stumm






__________________
"Naddel, ich habbn Fadden verloren...!"

Bohlo Mann

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La Noche
???
Registriert: Feb 2001

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wow

Hallo Khalidah,

Das hat etwas. Etwas wirres und doch kontinuierliches. Irgendwie wirkt es d├╝ster und doch irgendwie nicht. Musste es ein paar mal lesen, aber mit jedem Lesen hat es mir besser gefallen. Es fasziniert mich irgendwie, aber ich wei├č nicht, warum.
Nur... sind es nicht Fl├╝sse, die kussflie├čen?
(├╝brigens eine geniale Formulierung)

LG,
La Noche

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guido
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... so ziemlich das Beste, was hier bis jetzt publiziert wurde. Ich bin hin- und weggerissen! Sensationell!
__________________
guido

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Svalin
???
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Hallo Kalidah

Wirklich eine raffinierte Webetechnik! Hier wird sp├╝rbar, was Bernhard Asmuth gemeint haben k├Ânnte, wenn er sagt: "Wenn das Lied den Kern des Lyrischen ausmacht, [...] dann ist ein Text insofern lyrisch, als er dem Gesang verpflichtet ist. In der kunstvollen, nur literarischen Lyrik fr├╝herer Jahrhunderte hielt die Erwartung des Singens und der Leier, heute h├Ąlt meist eine sich gleichbleibend wiederholende strophische Form die Erinnerung an den Gesang wach. [...] Die Lyrik im nur noch literarischen Sinne ist eine stilisierte Form des Liedes, auch wo sich ihre Autoren dessen nicht mehr bewu├čt sind."

An einem Punkt habe ich etwas gestutzt. Und zwar klingt die Erw├Ąhnung von >der sonne licht schrein< in der 2. Variation nach etwas "Finalem", jedenfalls wenn man es im Hinblick auf Schrein als Beh├Ąltnis f├╝r Reliqiuen versteht. Das ist ein sehr starkes Bild, das nach meinem Empfinden vielleicht am Ende besser aufgehoben w├Ąre:

der mond wollte nicht kommen
der sonne licht schrein
meiner liebe grab

Nur so eine Idee

Viele Gr├╝├če
Martin

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hoover
Guest
Registriert: Not Yet

hi khalidah,

m├Ânsch, da war eine hoppentosse am werk *g* und eine, die ihr handwerk versteht.
wirklich sch├Ân gemacht ... finde ich.

bettbeet ... na ja ... finde ich nicht direkt sehr sch├Ân, ansonsten finde ich es gelungen, mal was anderes

sch├Ânen sonntag und so
hoover

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Khalidah
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Hallo zusammen,

zun├Ąchst mal danke f├╝r eure Worte und Gedanken!

@La Noche: Ne, ne - es sind schon die "Fl├╝sste" - ich dachte da an eine Br├╝cke von Fluss zu Lust - das kuss(flie├čen) hat sich dann praktisch von allein ergeben. *g*

@hoover: Ja, das "bettbeet" ist mir inzwischen auch zu argrarisch - ich warte auf etwas besseres

@Svalin: Hmmm - den Schrein also am Ende, sagst du? Das w├Ąr wirklich ne Idee, dein Argument ├╝berezugt mich...nur w├Ąr dann die Auf- und Abbaufunktion von "schein-schrein-rein" im Eimer *kopfkratz* - ich probiers mal so:

Version 2:

im bettbeet bat sie drum

der mond war gekommen
der sonne licht frein
meine liebe

und heute noch wollen fl├╝sste kussflie├čen
s├Ąte drei veilchen auf wissenden wiesen
und s├Ąte ein fl├╝stern im hallenden hain
heute noch will ich die deine sein

der mond war gekommen
der sonne lichtschein
meine liebe gab

und heute noch will ich dein kosen genie├čen
s├Ąte drei veilchen auf wissenden wiesen
und s├Ąte ein fl├╝stern im hallenden hain
heute noch will ich die deine sein

der mond war gekommen
der sonne licht rein
meine liebe gab ich

und heute noch nachtnahten wir uns und lie├čen
sehen drei veilchen auf wissenden wiesen
und pfl├╝ckten ein fl├╝stern im hallenden hain
morgen schon sehnt sich mein herz nach mir mein

der mond wollt nicht kommen
der sonne licht schrein
meiner liebe grab

der mond wollt nicht kommen
der sonne licht schein
und meine liebe gab sich frei

im bettbeet schied sie stumm


Das mit dem "grab" fand ich so toll, dass ich das mal hineinbauen musste - allerdings wei├č ich nicht, ob sich da nicht irgendwo rhythmische Huckel auftun - ich glaube, bei der ersten Zeile der vorletzten Mond-Strophe ist jetzt so einer. Aber anders krieg ich Probleme mit der Logik *hargh* - und wenn ichs mit nem "wollt"...? *kritzel* Und wie schaut denn dann der Rhythmus da aus? *gr├╝bel*

Ich werd da nochmal dr├╝bergehen (m├╝ssen)...

Tats├Ąchlich wollte ich so einen "liedhaften" Charakter, nachdem ich ganz fasziniert von einem alten irischen Volkslied war, das ich ein paar Tage zuvor geh├Ârt hatte...

Lieben Gruss

von

Khalidah
__________________
"Naddel, ich habbn Fadden verloren...!"

Bohlo Mann

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