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Leselupe.de > Erotische Geschichten
des paradieses kirchtumglocke
Eingestellt am 06. 05. 2003 17:06


Autor
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manon geneviève
???
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des paradieses kirchturmglocke - ein tagtraum

.
Es ist Fr√ľhjahr. Die Blumen bl√ľh'n und es duftet nach Gr√ľn. Irgendwann zieht ein erstes Sommergewitter ins Bild. Als der Nebel sich l√ľftet, kommen ein Mann und eine junge Frau zum Vorschein. An ihren Leibern vorbei flackern abwechselnd feucht-schw√ľle Luftstr√∂me und k√ľhler, hauchender Zugwind. Beides brennt wie Feuer auf der Haut. Lodernde Herzen, beim Blickwechsel. Doch das Bewahren von Ruhe ist √§u√üerstes Gebot in diesem Paradies. Rollendes Blut in ihren Adern und versteckt geweinte Tr√§nen, nichts kann die Liebe schw√§chen, nimmer. Die Uhr des Kirchturms, der nicht mehr steht, steht auf zw√∂lf.




Hinter einem Baum mit gro√üen saftiggr√ľnen Bl√§ttern n√§hern sie sich einander. Ber√ľhren sich, k√ľssen sich steicheln sich, mehr noch, reden miteinander, gehen gemeinsam in ihrem neu erbl√ľhenden Garten Eden spazieren, lieben sich.
Tiefe, dunkle Augenblicke,

...-...

und dann ...,

ein Blitz,
Tageslicht,

und Krach!

KAWUMS - wie man sagt..

.
.

Die Kirchturmglocke bleibt still, es ist schon zwanzig nach neun, der Alltag geht weiter.

.
. _______________________________ .


[5.5.2003 + 6.5.2003 by mg]
__________________
..life is ironical because i don

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manon geneviève
???
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und ja, ich sehe die rechtschreibfehler, jetzt jedenfalls. fr√ľher w√§re beser gewesen..
leider verstehe ich auch die hinweise in den faqs nicht. ein löschen/bearbeitenfeld, wo soll das sein?

diese fassung wird sich bis dahin besser lesen lassen:

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Es ist Fr√ľhjahr. Die Blumen bl√ľh'n und es duftet nach Gr√ľn. Irgendwann zieht ein erstes Sommergewitter ins Bild. Als der Nebel sich l√ľftet, kommen ein Mann und eine junge Frau zum Vorschein. An ihren Leibern vorbei flackern abwechselnd feucht-schw√ľle Luftstr√∂me und k√ľhler, hauchender Zugwind. Beides brennt wie Feuer auf der Haut. Lodernde Herzen, beim Blickwechsel. Doch das Bewahren von Ruhe ist √§u√üerstes Gebot in diesem Paradies. Rollendes Blut in ihren Adern und versteckt geweinte Tr√§nen, nichts kann die Liebe schw√§chen, nimmer. Die Uhr des Kirchturms, der nicht mehr steht, steht auf zw√∂lf.
Hinter einem Baum mit gro√üen saftiggr√ľnen Bl√§ttern n√§hern sie sich einander. Ber√ľhren sich, k√ľssen sich steicheln sich, mehr noch, reden miteinander, gehen gemeinsam in ihrem neu erbl√ľhenden Garten Eden spazieren, lieben sich.
Tiefe, dunkle Augenblicke,

...-...

und dann ...,

ein Blitz,
Tageslicht,

und Krach!

KAWUMS - wie man sagt..

.
.

Die Kirchturmglocke bleibt still, es ist schon zwanzig nach neun, der Alltag geht weiter.

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das wort "abwechselnd" gef√§llt mir im √ľbrigen nicht.

mg
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kaffeehausintellektuelle
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dr√ľck auf edit/delete
dann kannst du deinen text ausbessern.

die k.

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Ralph Ronneberger
Foren-Redakteur
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Hallo manon,

wow, das ist aber ein gewagter Spagat zwischen Poesie und Prosa. Je nachdem, mit welchem Fuß du bei welchem Kritiker landest, könnten die Reaktionen folgendermaßen aussehen:

Der zur Lyrik neigende schwärmerische Romantiker:

Oh, welch ein romantischer Text, mit wundersch√∂n gemalten Wortbildern. Man wird f√∂rmlich hineingesogen und f√ľhlt sich in die geheimnisvollen Schwingungen der Paradies-Glocken versetzt. Ein z√§rtlich und doch voller Leidenschaft liebendes Paar umgeben von einem ‚Äď nein, ihrem Paradies, in welchem sie das sein d√ľrfen, was ihnen der Alltag vorenth√§lt. Das wird in dem eindrucksvollen Schluss mit aller Macht deutlich. Sehr sch√∂n geschrieben. Irgendwie hat mich dein Text auf eine wunderbare Weise ber√ľhrt.

Oder der knochentrockene und zur Ironie neigende Realist:

Schon als Sch√ľler hasste ich es , wenn der Deutschlehrer den Finger an die Nasenspitze hielt und die obligatorische Frage stellte: "Was wollte der Dichter uns damit sagen?‚Äú
Und schon ging das Gekrampfe in meinem Gehirnskasten los. Seit ich auf der Lupe bin, muss ich entdecken, dass ich mir hin und wieder genau diese Frage pl√∂tzlich selbst stelle. So auch hier. Doch in deinem Falle wei√ü ich sie mir nicht zu beantworten. Also ‚Äď dann anders herum. Was erfahre ich?
Es ist Fr√ľhjahr und die Bl√ľmchen bl√ľhen und das Gr√ľn duftet. Aha ‚Äď hier war jemand sehr voreilig und hat schon im Fr√ľhjahr das Gras gem√§ht. Oder doch nicht voreilig, denn es ist wohl tats√§chlich schon Sommer ‚Äď zumindest gibt es Sommergewitter. Aber das rumpelt nicht irgenwo am Himmel ‚Äď nein, es kommt ins Bild. Das ist etwas v√∂llig anderes. Gut ‚Äď dann stelle ich mir eben eine Art B√ľhne vor. Und pl√∂tzlich ist es dort neblig. Zwar meteorologisch unlogisch, aber vielleicht poetisch. Oder sind hier die feinen Nebelschwaden gemeint, die man im Wald oder in T√§lern nach einem Gewitter beobachten kann? Iss ja auch wurscht, denn der Nebel verzieht sich ja bereits. (Dass er sich selbst l√ľftet, halte ich f√ľr einen Regiefehler). Und jetzt betreten die Akteure die B√ľhne. Wahrscheinlich aus entgegengesetzten Richtungen, denn, wie ich sp√§ter erfahre, n√§hern sie sich erst am Ende dieser Mini-Prosa einander. Hinter einem Baum. Nicht irgendeinem. Nein ‚Äď der hier hat gro√üe saftig-gr√ľne Bl√§tter. Das unterscheidet ihn nat√ľrlich au√üerordentlich von all den anderen gew√∂hnlichen B√§umen. Aber erst mal gibt es ne Menge Wind. Die f√§llige Abk√ľhlung nach dem Gewitter? Ja und nein. Der eine Wind ‚Äď pardon ‚ÄěLuftstrom‚Äú kommt feucht schw√ľl daher, der andere entpuppt sich als k√ľhl hauchender Zugwind. (Das ist der Wind, den die Zugv√∂gel auf ihren langen Wanderungen ausnutzen, um schneller voran zu kommen) Ob nun feucht schw√ľl oder k√ľhl hauchend ‚Äď f√ľr die Protagonisten ist das gleich, scheinen die √Ąrmsten doch an einer seltenen Windallergie zu leiden, die schon beim Aufkommen kleiner L√ľftchen ein unangenehmes Brennen auf der Haut verursacht. Geweint oder gar geschrien wird nicht, denn hier in diesem Paradies (wodurch ist es eigentlich als solches gekennzeichnet?) ist Ruhe erste B√ľrgerpflicht. Warum wohl? Um das rollende Blut, die versteckt geweinten Tr√§nen oder die lodernden Herzen nicht aus ihrem Klischee-Schlaf erwachen zu lassen? Zu sp√§t.
Jetzt kommt endlich die Handlung. Die beiden Liebenden, denn als solche sind sie bereits enttarnt, ber√ľhren, k√ľssen und streicheln sich. Und ‚Äď man h√∂re und staune ‚Äď sie reden miteinander. Ich hoffe, das geschieht in einem angemessenem Ton, schlie√ülich hat hier doch Ruhe zu herrschen. Nun, die Uhr des Kirchturms, der nicht mehr steht (er liegt da also irgendwo rum), steht auf zw√∂lfe (eigentlich sind es wohl die Zeiger, aber das ist sicherlich Kr√ľmelkackerei), aber die beiden gehen unbeirrt spazieren und finden dabei auch Zeit sich zu lieben. Tiefe, dunkle Augenblicke lang. Warum sind die Augenblicke dunkel? Paradiese pflegen doch hell und freundlich zu sein. Aber ehe man dar√ľber auch nur ansatzweise nachgedacht hat, macht es Krawum und es gewittert wieder. Erw√§hnenswert daran ist vor allem die Tatsache, dass die Kirchturmglocke dabei still bleibt. Welche Kirchturmglocke eigentlich? Ach richtig! Die aus dem Titel! Endlich ist der Bezug hergestellt. Aber wie h√§tte sie bimmeln k√∂nnen, wo doch der Turm, in dem sie h√§tte h√§ngen sollen, l√§ngst umgefallen ist.. Aber was soll die Fragerei. Dank relativistischer Zeitverschiebung ist es pl√∂tzlich neune und der Alltag hat die Beiden wieder. Und wie der aussieht, das wissen wir ja.

Ich gebe zu, beide Kritiken sind ziemlich √ľberzogen. Aber so weit k√∂nnen Meinungen eben auseinander gehen. Irgendwo dazwischen wird sich dein Text wohl einordnen. Aber wo? Dass ich mich pers√∂nlich eher mit der zweiten Version anfreunden k√∂nnte, ist rein subjektiv. Aber vielleicht ist hier und da etwas dabei, was zum √úberdenken deines Textes anregt. Wenn nicht? Na, dann ist das auch kein Beinbruch. Es bleibt ja noch die Lyrik.

Gruß Ralph



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manon geneviève
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hallo ralph

danke erstmal, dass du dir so viel zeit genommen hat, um auf meinen beitrag zu antworten. deinrealist hat aber einen starken hang zur ironie, war lustig, dein romantiker hört sich an wie ein waldorff-lehrer.

du hast sicher recht. das ist schwer einheitlich zu bewerten. ich selbst stehe eigentlich eher zur romantischen seite, wie man sicher bemerkt hat. und seitdem das hier ein forum f√ľr erotische prosa ist, kann ja ein bissschen romantik auch nicht fehl am platze sein. die frage ist nur, ob der text nun zu kitschig ist. der realist w√ľrde da zustimmen. der romantiker nun nicht. wir brauchen da einen unabh√§ngigen bewerter. ein optimist zum beispiel, w√§re das eine mischung aus beidem ?

tja, ich wei√ü auch nicht weiter, was ich von diesem schrieb halten soll. vielleicht ist das thema zu abgekaut. daf√ľr ist es eine andere darstellungsweise. √† la b√ľhne. was nutzt das aber, wenn die l√ľftstr√∂me ABWECHSELN auf die schauspieler einfallen?

recht hat dein realist wohl mit dem sich l√ľftenden nebel. in der n√§chsten inszenierung soll er sich verziehen. ich werde das gleich √§ndern. jetzt wei√ü ich ja wie's geht. Danke, k. auf diesem wege.

und die protagonisten REDEN SOGAR miteinander, nun ja, das haben theaterst√ľcke so an sich, doch eigentlich sollte es ja ein pantomimest√ľck sein (nur ein vermissgl√ľckter scherz). das kommt vielleicht wirklich etwas seltsam r√ľber, aber ich wollte halt zeigen, dass es nicht nur eine rein erotische anziehung zwischen den beiden ist, sondern auch eine tiefergehende, platonische seelenfreundschaft. auch das k√∂nnte allerdings zu schmalzig r√ľberkommen.

danke dir, ralph, jedenfalls f√ľr den hinweis, dass es da zu vielen verschiedenen meinungen kommen kann. w√§re es zur einen oder anderen seite ausgeschlagen, ich w√§re entweder zu gut oder zu schlecht dabei weggekommen. ich hatte das auch vorher nicht bedacht, hei√üt, ich h√§tte wahrscheinlich geglaubt, was mir da erz√§hlt worden w√§re.

herzlichste gr√ľ√üe
mg
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