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Leselupe.de > Gereimtes
dichterleben (10)
Eingestellt am 16. 07. 2010 22:45


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samuel
gesperrt
???

Registriert: Feb 2004

Werke: 354
Kommentare: 605
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dichterleben (10): resignation

gut ist es,
ermattet und müde zu sein
und der verse zu lassen

es ist nicht der tod,
nicht der mond, nicht ein schrei

nicht in worte zu fassen
__________________
Es nehmet aber
Und giebt Gedächtniß die See,
Und die Lieb’ auch heftet fleißig die Augen.

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Pelikan
Guest
Registriert: Not Yet

Hallo, Samuel, Du hast die Resignation gut in Worte gefasst.
Aus gleichen Worten könnte man auch ein ähnliches Gedicht
machen, mit ein wenig abgewandeltem Inhalt und zwar: Ein Lyrich fühlt sich, nach getaner beruflicher Arbeit, nur noch angenehm müde, ein Zustand der ihm gefällt und in welchem er keinen Bock mehr (Neudeutsch ) zu schreiben hat, was es sonst recht gerne und oft tut.

nach getaner arbeit

gut ist es
die verse zu lassen
nichts in worte zu fassen

nicht den tod
nicht den mond
nicht das schrein

nur ermattet
und müde zu sein


mit herzlichen Grüßen, Pelikan
P.S. meine Verse sind nur ein Spiel mit Deinen Worten

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Marlene M.
Guest
Registriert: Not Yet

müde zu sein, eine gesunde Müdigkeit nach getaner Arbeit ist gut.
Eine resignierende Erschöpfung ist nicht gut.
Die ist jedoch hier gemeint, lieber Samuel.
Ein berührendes Werk, dessen Inhalt man sofort nachvollziehen
kann im Stress der heutigen Zeit.
Gut ist es jedoch auch, bei Erschöpfung, müde zu sein, so müde, dass man mal zum Schlaf kommt.Quasi Zwangserholung.
Aber irgendwie fehlt mir da der o.g. logische Zusammenhang, obwohl natürlich weiß, was du meinst.
LG von Marlene

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samuel
gesperrt
???

Registriert: Feb 2004

Werke: 354
Kommentare: 605
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etwas in Worte fassen

Liebe Marlene,

es geht mir nicht um den Stress der heutigen Zeit, sondern grundsätzlich um die Schwierigkeit, ein Geschehen, etwas Lebendiges, in Worte zu fassen. (vgl. auch Brechts Definition: Das Gedicht ist etwas zum Verweilen Gebrachtes, Flüchtiges; aus dem Gedächtnis zitiert)

LG, samuel
__________________
Es nehmet aber
Und giebt Gedächtniß die See,
Und die Lieb’ auch heftet fleißig die Augen.

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