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Leselupe.de > Gereimtes
die Brücke am Fluss
Eingestellt am 03. 09. 2004 00:32


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Perry
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die Brücke am Fluss


noch einmal
gingen wir
durch den Garten der Erinnerung

küssten Blüten
auf die Zweige
eines Kirschbaumes

in dessen Krone
bereits schwarze Vögel
den Abschiedschoral übten

auf der Brücke
über den trennenden Fluss
blieben wir stehen

sahen hinab auf die
vorbei ziehenden Kalenderblätter
unserer Tage

brachen die letzte Knospe
vom Rosenstrauch der Liebe
und warfen sie in die Fluten

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Duisburger
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Hallo Perry,

ein schönes Werk hast du da geschaffen und eine schwindende Liebe lyrisch verarbeitet. Deine Aussage kommt gut rüber, doch es wäre noch etwas wirkungvoller, wenn du das Werk etwas straffen würdest.

Ein Vorschlag:

quote:
noch einmal
gingen wir
durch den Garten der unserer Erinnerung

küssten Blüten
auf die Zweige
eines Kirschbaumes
>>> wunderbar geschrieben

in dessen Krone
bereits schwarze Vögel
den Abschiedschoral übten

>>> diesen Teil würde ich ganz streichen. Die schwarzen Vögel sind doch etwas zu kitschig und abgegriffen.

auf der Brücke
über den trennendenscheidenden Fluss
blieben wir stehen
>>> gutes Bild

sahen hinab auf die
vorbei ziehenden treibenden Kalenderblätter
unserer Tage gemeinsamer Zeiten
>>> so wird es deutlicher, finde ich

brachen die letzte Knospe
vom Rosenstrauch der Liebe
und warfen sie in die Fluten
>>> sehr schöner, lrischer Abschluss, sehr eingängig.


Wie auch immer. Gefällt mir sehr gut.

lg
Uwe

__________________
Unter den Kastraten ist der eineiige König (unbekannter Gas- und Wasserinstallateur).

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Klopfstock
Guest
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Hallo, Perry,
ich will mich etwas einmischen und sagen:
Nimm die Veränderungsvorschläge von Duisburger an -
dann wird dieses Gedicht ein "echter Hammer",
um es im jugendlichen Jargon auszudrücken

Nein, echt, der Uwe hat hier tolle Textarbeit
geleistet!!!

meint Klopfstock
bewundernd in Richtung
Duisburger blickend
und Euch beide lieb grüßend

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MH
Routinierter Autor
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hallo perry,

die bildersprache in deinem text gefällt mir ausgezeichnet, es ist nicht zuviel und nicht zuwenig, der leser fühlt sich nicht zu fern und nicht zu nah.
allerdings habe ich beim lesen den eindruck, dass es sich mehr um ein fragment eines erzählenden, poetischen prosatext handelt, alleine die anordnung der worte täuscht die form eines gedichtes vor, ich erlaube mir daher ein experiment:

noch einmal gingen wir durch den Garten der Erinnerung,
küssten Blüten auf die Zweige eines Kirschbaumes,in dessen Krone bereits schwarze Vögel den Abschiedschoral übten. auf der Brücke über den trennenden Fluss blieben wir stehen, sahen hinab auf die vorbei ziehenden Kalenderblätter unserer Tage, brachen die letzte Knospe vom Rosenstrauch der Liebe und warfen sie in die Fluten.


ich bin mir bewusst, dass die (moderne) definition von "gedicht" oder "nicht-gedicht" irgendwo zwischen schwierig und unmöglich anzusiedeln ist.
es war bloss mein persönlicher eindruck, den ich dir nicht vorenthalten wollte.

mfgMH

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Perry
Manchmal gelesener Autor
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Hallo Uwe,
danke für deine wirklich konstruktiven Vorschläge. Das Bild der schwarzen Vögel möchte ich als Abschiedsmetapher beibehalten. Ich werde versuchen es etwas „anspruchsvoller“ zu formulieren. Danke und LG
Manfred

Hallo Klopfstock,
danke für deine Zustimmung zu Uwes Vorschlägen, das macht es mir leichter mich für sie zu entscheiden. Ich habe mal eine angepasste Version erstellt:

die Brücke am Fluss


noch einmal
gingen wir
durch unseren Garten

küssten Herbstblüten
auf die Zweige
eines Kirschbaumes

in dessen Krone
sich bereits Stare sammelten
für ihren Flug nach Süden

auf der Brücke
über den scheidenden Fluss
hielten wir inne

sahen hinab auf die
treibenden Kalenderblätter
gemeinsamer Tage

brachen die letzte Knospe
vom Rosenstrauch der Liebe
und warfen sie in die Fluten

LG
Manfred

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Perry
Manchmal gelesener Autor
Registriert: Aug 2004

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Hallo MH,
Du hast vollkommen Recht. Mein persönlicher Stil ist sehr prosalastig, dass kannst Du aus den meisten meiner Gedichte ablesen. Trotzdem gibt die Gedichtform den Texten eine stärkere Gliederung und Betonung, als dies bei einer durchgehenden Prosafassung möglich wäre. In Zeiten moderner Lyrik spielen Zuordnungskriterien Gott sei Dank keine so große Rolle mehr. Wichtig ist, dass dir der Text gefällt. Danke für deine Anmerkung und LG
Manfred

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