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Leselupe.de > Ungereimtes
die Laternen der Sterne
Eingestellt am 07. 09. 2011 13:28


Autor
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Zarathustra
Routinierter Autor
Registriert: Apr 2003

Werke: 108
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DIE LATERNEN DER STERNE
waren gel├Âscht

So kleidest du
im Schutze der Nacht
Scho├č und Scham in Seide
um W├Ąchter und Engel zu t├Ąuschen
wenn wir
die Himmel betreten

Anne -

Fremde bleiben wir dort
f├╝r immer
fast ewig

Bis zum Ertrinken
im Sturz
hinab
in unser Herz

__________________
Was sind das f├╝r Zeiten, wo ein Gespr├Ąch ├╝ber B├Ąume fast ein Verbrechen ist, weil es ein Schweigen ├╝ber so viele Untaten einschlie├čt! (Bertold Brecht)

Version vom 07. 09. 2011 13:28

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Vera-Lena
Routinierter Autor
Registriert: Oct 2002

Werke: 671
Kommentare: 10345
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Lieber Hans,

Dein Text regt zum Nachdenken an:

Welche Himmel k├Ânnten sein, die in die man mithilfe von T├Ąuschung eintreten kann?

Nun, ich denke, schon in der zweiten Strophe sagst, Du, dass das nicht m├Âglich ist, denn in der Gl├╝ckseligkeit sind die Wesen miteinander verbunden und kennen kein Fremdsein mehr untereinander.

So bleiben das Lyri und das weibliche Wesen, das hier Anne genannt wird, eben doch jenseits dieses ersehnten Ortes, vielmehr Zustands. Der Himmel ist, sicher auch nach Deiner Auffassung, ein Seelenzustand.

Aber dann findet sich der Weg in diese Seligkeit doch noch:

Bis zum Ertrinken
im Sturz
hinab
in unser Herz


Das Ertrinken assoziiert eine Qual, die es erm├Âglicht, in Liebe zueinander zu finden.

Das "Ertrinken" k├Ânnte man so deuten, dass der Mensch lange an sich selbst arbeitet bis er f├Ąhig wird, sich so weit zur├╝ckzunehmen, dass er imstande ist, ein "Du" zu erkennen und liebevoll zu umfangen mit seinem F├╝hlen und Denken.

Wunderbar hast Du hier wenige Metaphern genutzt, um sehr konzentriert zu einer Aussage zu kommen, die ├╝ber Pers├Ânliches weit hinausreicht und allgemein Menschliches verdeutlicht.

Meinen Gl├╝ckwunsch zu diesem gelungenen Text!

Liebe Gr├╝├če
Vera-Lena


__________________
Der Mensch ist sich selbst das gr├Â├čte Geheimnis, ein unverzichtbarer Blutstropfen im Universum, ein Spiegel allen Seins.

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Zarathustra
Routinierter Autor
Registriert: Apr 2003

Werke: 108
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an Vera Lena, Nachdenken und Anderes..

Liebe Vera-Lena,

erstens ist es schon ein Kompliment, wenn ich dich zum Nachdenken gebracht habe.

Ganz ├╝berrascht bin ich, dass mein spontan entstandenes Gedicht gef├Ąllt.

Noch mehr ├╝berrascht bin ich ├╝ber deine Sichtweise des Gedichts:
├ťber vieles habe ich mir gar keine Gedanken gemacht:
Welche Himmel, k├Ânnten es sein? Selbstbetrug vielleicht? Selbstentfremdung?

Deine Sicht der Gl├╝ckseligkeit ist eine menschlich sehr reife sicht.
Keine Fremdheit zu kennen, ist ja f├╝r dich schon etwas gl├╝ckseliges ... M├Ąnner neigen nun vermutlich eher zum Selbstbetrug...

Der Himmel; ja ein Seelenzustand...

in den man hinein kommen kann...

Bis zum Ertrinken
im Sturz
hinab
in unser Herz


aus dem man aber auch heraus fallen kann:
Bis zum Ertrinken
im Sturz
hinab
in unser Herz ... dass dann die kalte Wirklichkeit/Realit├Ąt sein k├Ânnte..

Ja.. der Mensch arbeitet an sich.. und findet im Du sein wahres ICH..

Nochmals, tausenddank f├╝r deine Rezession

__________________
Was sind das f├╝r Zeiten, wo ein Gespr├Ąch ├╝ber B├Ąume fast ein Verbrechen ist, weil es ein Schweigen ├╝ber so viele Untaten einschlie├čt! (Bertold Brecht)

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Ava Casal
Guest
Registriert: Not Yet

Hallo Zarathustra,

erst habe ich es ├╝berflogen, dann die Kommentare gelesen und nochmals die Zeilen aufmerksamer auf mich einwirken lassen.
Dein Gedicht hat mich zu einem eigenen inspiriert, denn gest├╝rtzt bin ich und Du hast in Worten gekonnt ausgedr├╝ckt, was mein Herz nicht auf┬┤s Papier brachte.
Die Traurigkeit ist noch zu nah.

Danke f├╝r Deinen ber├╝hrenden Text.

LG Ava

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Franke
Routinierter Autor
Registriert: Mar 2009

Werke: 177
Kommentare: 1958
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Hallo!

Zum Inhalt ist ja mittlerweile fast alles gesagt, aber eine Anmerkung ist m.E. noch wichtig:
In einem Gedicht ist die Dramaturgie noch wichtiger als in einem Prosatext, hat hier ja der Verfasser aufgrund der K├╝rze des Textes kaum eine Chance einmal begangene Fehler wieder gutzumachen.
Dieses Gedicht ist ein ausgezeichnetes Beispiel f├╝r eine gelungene Dramaturgie, das liest sich wie aus einem Guss - grandios!
Und dass es spontan entstanden ist, macht es bestimmt nicht schlechter, ganz im Gegenteil. Ist mir allemal lieber, wie manches andere Gedicht, dem man die Anstrengung des Verfassers in jeder Zeile ansieht und das rein auf Ergebnis geschrieben wurde.

Liebe Gr├╝├če
Manfred
__________________
Das Leben ist eine Krankheit der Materie (Thomas Mann)

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