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Leselupe.de > Kurzgeschichten
die Verfolgung
Eingestellt am 15. 08. 2014 11:54


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liwola
Nennt-sich-Schriftsteller
Registriert: Aug 2014

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Ich rannte. Immer schneller und schneller. Die heruntergekommenen H├Ąuser in diesem Stadtviertel flogen geradezu an mir vorbei. Keine Ahnung wohin ich rannte, aber es war auch egal. In diesem Irrgarten aus dunklen Gassen w├╝rde ich mich sogar bei Tageslicht verlaufen. Nur der Vollmond warf Licht auf den Weg vor mir. Ich konnte von Gl├╝ck reden, wenn ich in keine Hauswand rannte. Mein Verfolger kam n├Ąher, ohne dass ich etwas h├Ątte dagegen unternehmen k├Ânnen. Bis jetzt hatte ich sein Gesicht noch nicht gesehen, aber ich war mir nicht sicher ob ich das ├╝berhaupt wollte. Das Keuchen, das ich ein paar Meter hinter mir h├Ârte, reichte mir vollkommen. Als ich um drei weitere Ecken gesprintet war und mein Seitenstechen fast unertr├Ąglich wurde, sah ich pl├Âtzlich eine T├╝r. Zu meinem Erstaunen war diese nur angelehnt. Ich stie├č sie auf, trat ein und verschloss sie schnell. Inst├Ąndig hoffte ich, dass mein Verfolger weiter laufen w├╝rde in dem Glauben ich sei noch vor ihm. Die Schritte vor der T├╝r wurden erst lauter und entfernten sich schnell. Ich atmete aus. Von dem Lauf ersch├Âpft lie├č ich mich langsam mit dem R├╝cken an der T├╝r hinunter gleiten. Als sich mein Atem wieder etwas beruhigt hatte, stand ich auf und sah mich um, wo ich mich ├╝berhaupt versteckt hatte. Der Raum sah aus wie ein alter Keller. An den W├Ąnden br├Âckelte der Putz ab und in der Decke war ein Loch, sodass es rein regnete. Rechts neben der T├╝r stand ein massives Holzregal, in dem zwei gro├če Kisten standen. Ich zog die erste heraus und st├Âberte darin herum. Darin lagen alte Kinderspielsachen, die wahrscheinlich jemand aussortiert hatte. In der zweiten waren eine Menge B├╝cher und ein Fotoalbum. Ich bl├Ątterte es durch und sah ein Foto, das mir bekannt vorkam. Darauf waren drei Kinder am Tag ihrer Einschulung zu sehen, doch auch wenn ich die Gesichter kannte, wollte mir nicht einfallen wer es war. Pl├Âtzlich wurde die T├╝r aufgerissen und kalter Wind wehte herein. Mein Verfolger hatte mich gefunden und seinem Gesicht nach zu urteilen, war er w├╝tend. Richtig w├╝tend. Dunkelgraue Augen funkelten mir entgegen und sein Mund schnitt eine furchteinfl├Â├čende Grimasse. Ein dunkler Umhang wehte ihm um die Schultern und sein vom Regen nasses Haar klebte ihm auf der Stirn. Er erinnerte mich an einen Stier, der auf ein rotes Tuch zul├Ąuft. Dummerweise war ich dieses rote Tuch f├╝r ihn. Er schrie etwas, doch ich h├Ârte nur ein merkw├╝rdiges Piepen. Daraufhin machte er einen Satz auf mich zu und wollte sich auf mich st├╝rzen. Ich schloss die Augen, doch ich sp├╝re nichts. Als ich sie wieder ├Âffnete, war er weg und ich war ganz woanders. In meinem Bett. Und das Piepen war mein Wecker, der zeigte, dass ich aufstehen sollte. Das war alles nur ein Traum und doch ging mir dieses Foto nicht aus dem Kopf.

Version vom 15. 08. 2014 11:54

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Nosie
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Servus, liwola

Es ist von Anfang an ziemlich klar, dass es sich um eine Traum handelt, solche Verfolgungstr├Ąume hat glaube ich jeder schon gehabt. Sie sind f├╝r den Tr├Ąumenden zwar beunruhigend, aber f├╝r Au├čenstehende nur m├Ą├čig interessant und da die Handlung einfach mit dem Aufwachen abrei├čt, ist es auch keine komplette Geschichte, also nicht das rechte Material f├╝r eine Kurzgeschichte.
Erz├Ąhlerisch sehe ich durchaus Potential, trotzdem habe ich mir erlaubt, einige Verbesserungsvorschl├Ąge anzubringen. (Gegen Ende der Geschichte hast du ziemlich viele Wortwiederholungen):

Die heruntergekommenen H├Ąuser aus in diesem Stadtviertel flogen geradezu an mir vorbei. Keine Ahnung wohin ich rannte, aber es war auch egal. In diesem Irrgarten aus dunklen Gassen w├╝rde ich mich sogar bei Tageslicht verlaufen. Bedauerlicherweise war der Vollmond der einzige, der Nur der Vollmond warf etwas Licht auf den Weg vor mir scheinen lie├č. Ich konnte also von Gl├╝ck reden, wenn ich vor in keine Hauswand rannte. Mein Verfolger kam n├Ąher, ohne,(kein Komma) dass ich etwas h├Ątte dagegen unternehmen k├Ânnen. .....
.....Inst├Ąndig hoffte ich, dass mein Verfolger weiter laufen w├╝rde, (kein Komma) in dem Glauben, ich sei noch vor ihm. Die Schritte vor der T├╝r wurden erst lauter, doch dann und entfernten sie sich dann schnell.

quote:
Ich atmete aus. ├ťberrascht stellte ich fest, dass ich die Luft angehalten hatte.
(Warum ├╝berrascht? Die Luft anzuhalten ist in dieser Situation v├Âllig normal. Au├čerdem reicht das "ich atmete aus" und der Leser wei├č, dass du die Luft angehalten hast.)

.....An den W├Ąnden br├Âckelte der Putz ab und in der Decke war ein Loch, sodass es rein regnete. Rechts neben der T├╝r war ein gro├čes Holzregal, in dem (getrennt) zwei gro├če Kisten standen. Ich zog die erste heraus und st├Âberte darin herum. Es waren alte Kinderspielsachen, die wahrscheinlich jemand aussortiert hatte. In der zweiten waren eine Menge B├╝cher und ein Fotoalbum. Ich bl├Ątterte es durch und sah ein Foto, das mir bekannt vorkam. Darauf waren drei Kinder an am Tag ihrer Einschulung zu sehen, doch auch wenn ich die Gesichter kannte, wollte mir nicht einfallen wer es war. Pl├Âtzlich wurde die T├╝r aufgerissen und kalter Wind wehte herein. Mein Verfolger hatte mich gefunden und seinem Gesicht nach zu urteilen, war er w├╝tend. Richtig w├╝tend. Seine dunkelgrauen Augen funkelten und sein Mund schnitt eine furchteinfl├Â├čende Grimasse. Sein dunkler Umhang wehte im Wind und sein vom Regen nasses Haar klebte ihm auf der Stirn. Er erinnerte mich an einen Stier, (Komma) der auf ein rotes Tuch zul├Ąuft. Dummerweise war ich dieses rote Tuch f├╝r ihn. Er schrie etwas, (Komma) doch ich h├Ârte nur ein merkw├╝rdiges Piepen (gro├č). Daraufhin machte er einen Satz auf mich zu und wollte sich auf mich st├╝rzen. Ich schloss die Augen, doch ich sp├╝re nichts. Als ich sie wieder ├Âffnete, (Komma) war er weg und ich war ganz woanders. In meinem Bett. Und das Piepen war mein Wecker, (Komma) der zeigte, dass ich aufstehen sollte. Das war alles nur ein Traum und doch ging mir dieses Foto nicht aus dem Kopf.

Liebe Gr├╝├če
Gertraud

__________________
Ein anst├Ąndiger Mensch tut keinen Schritt, ohne Feinde zu kriegen. (Hermann Hesse)

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liwola
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Hallo Gertraud,
Vielen vielen Dank f├╝r deine R├╝ckmeldung! Die hat mir wirklich sehr geholfen. Bei meiner ├ťberarbeitung werde ich auf jeden Fall viele Deiner Einw├Ąnde ber├╝cksichtigen.
Viele Gr├╝├če
Liwola

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