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Leselupe.de > Kurzgeschichten
die herzprinzessin - das ende.
Eingestellt am 16. 06. 2001 11:33


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zettelstraum
Bl├╝mchendichter
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Er hatte zwischenzeitlich zur Prinzessin ein besonderes Verh├Ąltnis aufgebaut und war sich sicher, da├č sie die Beute seines Bussardauges werden k├Ânnte. Nicht b├Âse schien ihm dieser Gedanke, sondern nur zielgerichtet. Er wollte sich einem neun Leben verschenken, wollte sich f├╝r jemanden ├Âffnen, der ihm zuh├Âren konnte, auch wenn diese Person sich ungern in den Mittelpunkt stellte. Auch wenn er wu├čte, da├č ihr Leben dem seinen sehr fern stand, empfand er f├╝r das Leben der Prinzessin eine Achtung, die ihm stets den Wunsch bestehen lie├č, sich daf├╝r zu entscheiden.
So traf er sich am folgenden Tag erst abends mit ihr, um ihr dies mitzuteilen, da die Nachmittage nie den Rahmen besa├čen, den er f├╝r diese wichtige Mitteilung ben├Âtigte.
ÔÇ×Prinzessin, mein Leben war bisher ausgef├╝llt mit schmerzlichen, wenn auch intensiven Gen├╝ssen, und sollte es m├Âglich sein, dies ├Ąndern zu k├Ânnen, w├╝rde ich mich sehr gerne darauf einlassen."
Die Prinzessin erschrak bei jenem Satz und meinte dazu: ÔÇ×Florian, meine Meinung ├╝ber sie ist eine sehr hohe, doch w├╝├čte ich nicht, wie sie in der Welt, welche mich umgibt, einen Platz finden k├Ânnten, der ihnen auch die Erf├╝llung gibt, welche sie ben├Âtigen."
ÔÇ×Oh doch, seien sie sicher. Der Traum eines K├╝nstlers ist nicht immer der Traum des Menschen in jenem K├╝nstler."
ÔÇ×Das ist ein sch├Âner Satz, doch ├╝berlegen sie einmal, wann sie das letzte Mal auf dem Markt waren. Dies zeigt mir, da├č sie sich nicht mehr mit dem besch├Ąftigen, was ihre besondere Art ausmacht. F├╝r was geben sie ihre Kunst denn auf?"
Florian erwiderte mit gl├╝henden Augen: ÔÇ×F├╝r sie, Prinzessin!" und wollte seine Hand auf die ihre legen, doch die Prinzessin zog diese schnell beiseite.
ÔÇ×Nicht doch, der Moment ist zwar sch├Ân, doch lassen sie uns noch ein bi├čchen Zeit."
Florian war sehr erregt und fragte sich, was denn der Grund sei, warum sie nicht auf jenem Moment aufbauen sollten. Er war nicht mehr Herr seiner Gedanken, nachdem er die tiefliegende Wahrheit ihr offenbart hatte, als ihn dieses Bed├╝rfnis ├╝berraschte und er begann nun wie wild auf sie einzureden.
Die Prinzessin jedoch wich ihm aus und meinte, er solle dies Spiel beenden und sie alleine lassen. Florian ging, doch sein Wunsch war st├Ąrker als je zuvor.
Am n├Ąchsten Tag nahm er sich frei und ging zum Bauern, um mit Marie zu sprechen.
Der Bauer lie├č die beiden gerne gehen, um sich auf einem Spaziergang auszureden.
Marie hatte gleich bemerkt, da├č Florians Augen gl├╝hten, da├č in ihm eine Flamme loderte, die sie nicht entz├╝ndet hatte. Sie sprach ihn deshalb auch nach wenigen Metern darauf an und Florian begann sofort zu erz├Ąhlen. Er erz├Ąhlte von seiner Liebe f├╝r die Prinzessin, deren Grund so fern von Oberfl├Ąchlichkeit war und die so unstillbar schien. Viel weiter als Gespr├Ąche und kleine Umarmungen sei man nicht gekommen und er wisse keinen Weg und keinen Menschen, der ihm helfen konnte. Nat├╝rlich wisse er, da├č Marie dies treffen werde, was er da spr├Ąche, aber es m├╝sse nun einmal gesagt werden. Marie erwiderte, da├č sie schon lange eine Ahnung davon hatte, da├č es nur sehr traurig sei, da├č er dies nun erst jetzt gestehe.
Florian merkte, da├č dieser Ausspruch ein Beleg f├╝r die Zwecklosigkeit dieses Gespr├Ąchs sei und senkte die Emotionalit├Ąt desselbigen, indem er von der Hoffnung redete, am Abend sich durch die Schnitzerei mit dem Bauern von seinen Gedanken und Gef├╝hlswirrungen ablenken zu k├Ânnen.
So kamen sie denn auch fr├╝h wieder und Marie ging sofort wieder ihrer Arbeit nach, denn auch sie ben├Âtigte nun Ablenkung, das sie eine Traurigkeit ├╝berkam, deren sie nicht Herr werden konnte.
Als Florian den Bauern wieder traf, fragte ihn jener, ob er Zeit habe, mit ihm zur B├Ąckerin zu gehen, Besorgungen zu machen. Florian begleitete ihn gern und teilte dem Bauern auch sogleich mit, da├č er sich nun mit Marie ausgesprochen habe. Bei der B├Ąckerin traf Florian die Frau, welche die Prinzessin oftmals begleitete. Ihm kam der Gedanke, da├č wenn jemand den Weg zur Prinzessin kennen sollte, dies doch nur dieser Mensch sein k├Ânne.
So nahm er sie denn beiseite und unterhielt sich ein wenig mit ihr ├╝ber die Dinge im Dorf und im Schlo├č, bis da├č er einen geeigneten Moment fand, um sie nach dem Geheimnis, welches die Prinzessin umgeben w├╝rde, zu fragen.
Es sei ganz einfach, meinte diese, man m├╝sse nur in ihr Herz schauen, um den wahren Weg zu finden. Das Problem sei nat├╝rlich, da├č sie ihr Herz an den F├╝rsten verloren habe und deswegen nicht bei sich trage.
Der Bussard in ihm wachte auf und fragte zielstrebig, wo es denn nun sei, ob es der F├╝rst gar mit sich genommen habe. Nein, das Herz bef├Ąnde sich in einem Zimmer, welches aber abgeschlossen sei. Die Lage des Zimmers k├Ânne sie ihm zwar beschreiben, mehr aber nicht.
Und, so f├╝gte sie an, sie tue das nur, weil sie ihn bisher als netten jungen Mann kennengelernt hatte, und nicht als herrschs├╝chtigen Abenteurer, f├╝r welche ihn die anderen M├Ąnner im Schlo├č hielten.
Florian bedankte sich und bat sie, der Prinzessin nichts von jenem Gespr├Ąch zu erz├Ąhlen.
Getragen von der Hoffnung, nun des R├Ątsels Schl├╝ssel gefunden zu haben, wollte er nicht viel Zeit mit dem Schnitzen verbringen und unterbrach die Arbeit, indem er den Bauern darauf verwies, da├č man noch die Farbe ben├Âtige, um die Figuren zu f├Ąrben, bevor man an das Schachbrett gehen solle. Der Bauer meinte h├Ąmisch darauf, da├č ihm schiene, er wolle das Brett alleine gestalten. Florian nutzte diesen nicht b├Âse gemeinten Gedanken und gab an, wirklich lieber das Brett selber herstellen zu wollen, da dies eine schwere Aufgabe sei und besser alleine zu l├Âsen w├Ąre. Aber sicher w├╝rde er bald mit den Farbt├Âpfen vorbeikommen und dann k├Ânnte man ja weitersehen. Der Bauer gab sich ein bi├čchen entt├Ąuscht, lud ihn aber selbstverst├Ąndlich noch auf ein Bier ein und wirkte sehr zufrieden, als Florian sich von ihm verabschiedete.
Thomas hatte ihn schon erwartet, als er wieder ins Schlo├č zur├╝ckgekehrt war. Er wollte mit ihm ├╝ber seine Arbeitseinstellung reden. Florian machte sich Gedanken, welchen Fehler er denn begangen habe und fand aber keinen. Doch Thomas erkl├Ąrte ihm, da├č es nicht darum gehe, da├č er etwas zerst├Ârt oder vergessen habe; es sei nur die Art, welche man an den Schnittstellen der Rosen erkennen k├Ânne. Er wolle wissen, warum diese so eigenartig gek├╝rzt wurden bzw. teilweise abgebrochen.
Florian beschwichtigte ihm, da├č dies keine Absicht oder gar Unkontrolliertheit gewesen sei, er sei blo├č von einem gro├čen Vogel abgelenkt worden, den er f├╝rchtete, weswegen er dann versucht hatte, seine Arbeit so schnell wie m├Âglich zu verrichten. Thomas schenkte dieser Ausrede seinen Glauben, doch m├╝sse Florian wissen, da├č Geduld als die h├Âchste Tugend auf dem Schlo├č gelte. Florian nickte kurz und damit war das Gespr├Ąch beendet.
In seiner Kammer begann er sofort auf dem Lageplan das gesuchte Zimmer ausfindig zu machen. Sei es wie es wolle, aber die Person hatte sich einen gut versteckten Raum ausgesucht. Es lag in einem der drei T├╝rme, zu dem es keinen Schl├╝ssel gab, nicht in seinen H├Ąnden und auch nicht f├╝r ihn erreichbar. Was er jedoch erreichen k├Ânnte, war das Fenster, durch welches man vielleicht in das Zimmer blicken k├Ânnte. Und da das Zimmer von der Gr├Â├če eher einer Kammer entsprach, m├╝sse man das Herz doch sehen k├Ânnen. Und sollte dies nicht so sein, k├Ânnte man ja zumindest versuchen, in das Zimmer einzusteigen. Aber daran wollte er jetzt nicht denken.
Er beschlo├č am n├Ąchsten Abend einen ersten Versuch zu wagen. Er n├Ąchste Tag schien sehr g├╝nstig zu sein, da an jenem Tag der Markt stattfand und da mu├čten viele bis sp├Ąt am Abend arbeiten und w├╝rden sicherlich sehr m├╝de sein.
Er hatte sich au├čerdem vorgenommen, am Markt einen Stand zu besetzen, weswegen er sich auch bei der B├Ąckerin eine Marke besorgt hatte.
Am Markttag waren alle von ihren eigentlichen Arbeiten befreit und konnten sich entweder direkt am Marktgeschehen beteiligen oder mu├čten in der K├╝che aushelfen. Jedenfalls vormittags. Florian hatte sich einen Schemel besorgt und sa├č hinter seinem Stand, in seinen H├Ąnden ein Papier, auf welchem er eine Skizze f├╝r das Schachbrett aufzeichnete.
H├Ąndler kamen und sahen seine Waren an, fanden aber gr├Â├čtenteils den Preis zu hoch und Florian hatte an jenem Tag nicht die Laune, um diesbez├╝glich mit sich handeln zu lassen.
Auch die Prinzessin kam vorbei und betrachtete die Werke.
ÔÇ×Florian, sie sind wieder einmal als Aussteller zu sehen. Sch├Ân."
ÔÇ×Es schient mich etwas an die Gesch├Ąftigkeit erinnert zu haben, aber die Motivation geht verloren, wenn niemand etwas kauft."
ÔÇ×Lassen sie den Kopf nicht h├Ąngen, wenn ich sie heute auch nicht motivieren kann, aber es scheint mir im Moment nicht alles zu gefallen."
ÔÇ×H├Ątten sie etwas dagegen, wenn ich heute mittag meine T├Ątigkeit beende und statt dessen mit ihnen mich zum Schwimmen begebe? Auf ein St├╝ndchen vielleicht?"
Der Prinzessin Antwort war wortlos, der Glanz ihrer Augen gab schon zu verstehen, da├č sie sich darauf freue.
ÔÇ×Gut. Dann holen sie mich nach dem Mittagsvesper ab."
Der Nachmittag war sonnen├╝berflutet, Florian und die Prinzessin sa├čen auf einem Steg am Waldsee und nahmen die Ruhe der Natur in sich auf, w├Ąhrend sie sich unterhielten.
ÔÇ×Wer war ihr F├╝rst? War er ein guter Mensch oder ein zugeheirater Adeliger?"
ÔÇ×Der F├╝rst war ein junger Mann wie sie, der sich der Kunst verschrieben hatte. Er malte die Natur und interessierte sich f├╝r ihre Wesen. Selbst eine Ameise mu├čte ihm Modell stehen. Sie k├Ânnen sich vorstellen, welch Geduld dies verlangt."
ÔÇ×Hat er sie geliebt? Wo haben sie sich kennengelernt?"
ÔÇ×Der F├╝rst hat mich neben der Malerei geliebt. Ich sa├č ihm zwar nur selten Modell, doch ich wu├čte stets, da├č er mir das Gef├╝hl gab, wertvoll f├╝r ihn zu sein. Ihre zweite Frage m├Âchte ich nicht beantworten."
ÔÇ×Warum m├Âgen sie mir keine Hilfe geben? Wie lange dauert es, bis wir einander ehrlich gegen├╝ber sein d├╝rfen?"
ÔÇ×Was ist f├╝r sie Ehrlichkeit? Ist es nicht nur ein Wunschbild, welches in ihnen entworfen wurde, welchem sie aber gar nicht einmal selbst entsprechen k├Ânnen?"
Florian sah sich an einer wunden Stelle getroffen. Durch die Position des Fragestellers hatte er Antworten erreichen k├Ânnen auf die vielen noch ungestellten Fragen, als Befragter k├Ânnte er sich verraten oder gar versprechen.
ÔÇ×Ehrlichkeit hei├čt, dem nachzugeben, was man empfindet, denn nur in den Empfindungen unterscheiden sich die Menschen. Vielleicht hat die Ehrlichkeit darin einen Schatten, da├č man Empfindungen nur schwer darzustellen vermag."
Nachdem beide lange Zeit auf die glatte Fl├Ąche des leuchtenden Wassers gestarrt hatten, wandte die Prinzessin nun ihre Augen Florian zu:
ÔÇ×Ja, wenn sie hier doch eine ├Ąhnliche Meinung haben, verstehen sie sicher das n├Ąchste Erlebnis. Wenn der F├╝rst fr├╝her abends zur├╝ck kam, war ich sehr oft gewollt, mit ihm noch einen Spaziergang durch den Park zu machen, in welchem sie nun arbeiten. Man h├Ątte sich auf eine Bank setzen k├Ânnen, ein sch├Ânes Gespr├Ąch f├╝hren und sich dann sp├Ąter im Kaminzimmer aufw├Ąrmen lassen k├Ânnen. Stattdessen ergab es sich aber sehr oft, da├č der F├╝rst nach Hause kam, sich einen gro├čen Trog voll Wasser machen lie├č, sich dort hinein setzte und sich daraufhin sogleich ins Kaminzimmer begab, um sich aufzuw├Ąrmen, w├Ąhrend ich eine Sehnsucht nach frischer Abendluft hatte. Anstatt ihm dies zu gestehen, die Ehrlichkeit an den Tag zu legen, wurde ich gereizt, da er meinte, da├č ich f├╝r seine Art der Romantik nicht f├Ąhig sei. Schlie├člich setzte ich mich widerwillig in einen Sessel und er la├č aus einem Buch vor. Die Unehrlichkeit beherrschte den Raum, in welchem solch eine wundersch├Âne Ehrlichkeit h├Ątte die Herzen erw├Ąrmen k├Ânnen."
ÔÇ×Ach Prinzessin, h├Âren sie bitte auf mir solche Situationen vorzuschw├Ąrmen. Es tut mir im Herzen so weh und ich m├Âchte lieber fliehen, als unter solchem Gedankenhimmel ihre N├Ąhe, die doch noch so fern ist, zu ertragen."
ÔÇ×Florian, machen sie sich keine Sorgen. Einem jeden wird sein Gl├╝ck zuteil."
ÔÇ×Auch uns?", fragte er recht provokant und ging zur├╝ck auf die Wiese um sich wieder anzukleiden.
Die Prinzessin folgte ihm, als er den Weg zum Schlo├č antrat und versuchte ihm zu erkl├Ąren, da├č seine Freundschaft eine sehr wertvolle f├╝r sie sei.

Florian aber tr├Âstete sich nur mit dem Gedanken, da├č er in einigen Stunden ihr Herz vielleicht sehen k├Ânnen werde und damit die M├Âglichkeit finden, sie dort zu erreichen wo sie bisher nur versteinert schien.
So ging er denn nach dem Abendbrot gleich auf sein Zimmer und tat als ob er schlief. Stattdessen sa├č er hellwach am Tisch und ging seinen Plan durch, denn er hatte vor, kein Kerzenlicht zu verwenden, aus Angst, ertappt zu werden.
Als er denn ein emsiges Schnarchen aus dem Gang vernahm, sah er seine Zeit gekommen. Er ging aus dem Haus, schlich sich an der Hofwache vorbei und entschl├╝pfte deren Blickfeld, indem er durch den Gang ging, welcher ihn jeden Tag an seinen Arbeitsplatz f├╝hrte. Er konnte n├Ąmlich nur ├╝ber den kleinen Park zu jenem Turmzimmer gelangen, es gab keinen anderen Weg.
Die letzten Tage waren sehr trocken gewesen und so mu├čte er keine Angst haben, da├č man seine Spuren h├Ątte am n├Ąchsten Tag entdecken k├Ânnen.
Da er den Park jeden Tag zu hegen und pflegen hatte, kannte er alle Wege und B├╝sche, jedenfalls bis zu jenem Punkt, wo es darum ging, eine niedrige Mauer zu ├╝bersteigen. Diese Mauer war der Grund, warum er es tags├╝ber nicht wagen wollte, zu jenem Fenster zu gelangen. W├╝rde man ihn hinter der Mauer entdecken, so t├Ąte er sich strafbar machen. Nun in der Dunkelheit war er sich sicher, nicht entdeckt zu werden, falls er nicht zu laut sein w├╝rde. Er wollte sich an der Turmmauer entlang tasten, doch ziemlich schnell sp├╝rte er Buschwerk, da├č ihn zu einem gro├čen Abstand zwang. Trotz aller Umst├Ąnde fand er sich bald vor jenem Zimmer, in welchem das Herz aufbewahrt sein m├╝sse. Allein ein Blick hineinzuwerfen schien unm├Âglich, da sich zwischen ihm und dem Fenster ein sehr dichter Busch befand. Er machte sich daran, mit den H├Ąnden einen Weg durch das Dickicht zu schlagen, doch war das Gezweig sehr widerspenstig und die Stacheln schmerzten ihn empfindlich. Trotz aller Unruhe und allem Eifer, gelang es ihm nicht, weiter als einen Meter vorzudringen, ohne das Buschwerk auff├Ąllig zu ver├Ąndern. Er stampfte ein Mal kr├Ąftig mit den Stiefeln auf den Boden, um seinem ├ärger Ausdruck zu verleihen und ging dann wieder zur├╝ck in den Park, um vorbei an den Schlo├čwachen wieder in seine Kammer zu gelangen.
Die n├Ąchsten Tage verbrachte er wie gewohnt, traf sich jedoch nicht mit der Prinzessin, da er Angst davor hatte, da├č sie ihn vielleicht auf die n├Ąchtliche Aktion ansprechen w├╝rde. Er hatte das Gef├╝hl, da├č man nichts was auf dem Schlo├č geschah vor der Prinzessin verbergen k├Ânnte. Trotz dieser Angst, sah er sie dann nach einer gewissen Zeit wieder. Sie schien sich ein bi├čchen zur├╝ckhaltender zu geben, doch Florian machte dies an den wenigen Ereignissen der Zeit, welche zwischen ihnen gelegen hatte, fest.
Durch diese Freude angetrieben, nicht erwischt worden zu sein, und trotzdem noch zur Prinzessin Kontakt haben zu d├╝rfen, hielt ihn nichts davon ab, sie bald wieder zu einem Ku├č zu dr├Ąngen. Doch die Prinzessin hielt ihn zur├╝ck: ÔÇ×Nein, Florian, verzeihen sie mir, aber noch ist der Wunsch nicht erf├╝llt, den zu erf├╝llen sie in der Lage sind. Lassen sie sich das Trost sein. Bitte."
ÔÇ×Welchen Wunsch soll ich ihnen erf├╝llen, Prinzessin? Nennen sie ihn mir und ich werde mein Leben auf`s Spiel setzen!"
ÔÇ×Sie k├Ânnen den Wunsch nicht durch Anstrengungen k├Ârperlicher Art erf├╝llen. Nein, so leicht ist das nicht. Aber ich glaube an sie."
ÔÇ×Ach, ist es das was man bei uns so locker die Liebe nennt? Soll ich ihnen die Liebe schenken?"
ÔÇ×Nein, die Liebe schenken, das kann kein einzelner Mensch, dazu bedarf es stets zweier Menschen. Aber um meinen Wunsch zu erf├╝llen, m├╝ssen sie die Regeln der Liebe kennen, sonst werden sie allzu schnell am Ziel vorbeischie├čen."
ÔÇ×Das h├Âchste Ziel am Schlo├č ist die Geduld. Ich wei├č."
Nicht in bester Laune verlie├č der junge Mann an diesem Tag die Prinzessin. `Sollte es noch mehr Barrieren denn dieses Herz geben?┬┤
Im Dorf h├Ârte man den Bauern fl├╝stern, da├č der fremde junge Mann die Absicht bes├Ą├če, das Herz der jungen Prinzessin zu erobern.
ÔÇ×Er hat bei mir gewohnt und mir versprochen, mir das Schnitzen beizubringen, doch er kommt nicht mehr!"
ÔÇ×Bist wohl sauer, da├č er dich sitzen l├Ą├čt?"
ÔÇ×Schmarrn, er kriegt halt nicht genug von seiner Prinzessin, so da├č er sein Versprechen vergi├čt, und dabei hat ihn die Marie so gern."
ÔÇ×Ja, die Marie ist schon ein fesches Weibsbild. Das versteh ich auch nicht. Aber vielleicht ist er ja gar kein echter Dorfbursch. Vielleicht hat er dich nur genarrt!"
Der Bauer, welcher schon einiges getrunken hatte, konnte sich dies nicht gefallen lassen und schmetterte seine F├Ąuste auf den Tisch: ÔÇ×Sag das nicht noch einmal, sonst landen diese H├Ąnde an einer anderen Stelle, an einer viel weicheren!"
Kurze Zeit sp├Ąter verlie├č der Bauer dann auch die Gastwirtschaft und gr├╝belte nach, ob er Florian zur Rede stellen sollte.
Die Prinzessin ward in den n├Ąchsten Tagen auf dem Schlo├č nicht gesehen, da sie ausgeritten war, und so fand Florian zuf├Ąllig die Zeit, den Bauern aufzusuchen, zwecks des Schachspiels. Allein der Bauer schien ├╝berhaupt nicht bei Laune, um mit ihm zusammen etwas zu Schnitzen oder gar ihn alleine in die Werkstatt zu lassen. Es gab einen kurzen Umtrunk und eine steife Unterhaltung und dann mu├čten die Bauersleut wieder an die Arbeit. Florian versuchte sich nicht einsch├╝chtern zu lassen und ging in den nahegelegenen Wald, um sich bei einem Spaziergang Gedanken zu machen.
Was war geschehen in den letzten Tagen? Traf ihn die Schuld? War das alles sein Leben oder waren es die Umst├Ąnde? Wie sollte es weitergehen und wenn nicht - wie sollte es zur├╝ckgehen? Wer sollte ihm die Prinzessin zuf├╝hren, wenn nicht er selbst? Aber warum nahmen sie ihm alle weg? Die Menschen mit den R├Ątseln, die mit dem schlechten Gewissen?
Er fand keine Antworten und nur wenig Ruhe. Und als er dann auch noch am Himmel einen Bussard erblickte, wu├čte er, da├č es wieder Zeit war, den Kampf gegen den Busch aufzunehmen. Wenn es ein Orakel geben k├Ânnte, dann das Herz.
Da man die Tage frei hatte, an welchen die Prinzessin nicht zugegen war, sah man die meisten M├Ąnner nicht auf dem Schlo├č. Sie sa├čen in der Gastwirtschaft und zechten bis am n├Ąchsten Morgen.
So hatte es Florian denn leicht, im Schatten der Nacht, sich an das bestimmte Fenster zu schleichen. Er hatte Handschuhe dabei, mit denen er versuchen wollte, sich einen Weg zu schaffen.
Zuerst schob er noch beiseite, als die Dornen an den zur├╝ckschnellenden Zweigen aber zu unangenehm wurden, nahm er sein Messer und zerschlug die Zweige. So kam er dem Fenster Schritt f├╝r Schritt n├Ąher. Es vermischten sich viele Gef├╝hle und Absichten, als er jene zornige Tat vollbrachte. Der Bussard, die R├Ątselhaftigkeit der Prinzessin und sein Ha├č gegen alles, was sich ihm den Weg stellte.
Die ├äste wurden dicker und dicker und er tat sich wirklich schwer, seinen Feind zu schlagen. H├Ątte er eine Pause eingelegt, so w├Ąre ihm die Idee gekommen, den Baum, der neben ihm stand zu erklimmen, um so einen Blick ins Fenster zu erlangen. So aber knickte er die letzten ├äste mit blo├čen H├Ąnden ab und ging damit so arg zu Werke, da├č es ihm, vor dem Fenster stehend, die Augen verschlug und es der anger├╝ckte Thomas leicht hatte, ihn in seine Gewalt zu bekommen.
Dunkel war es in der Kammer, in welcher Florian am n├Ąchsten Tag erwachte. Er konnte sich nicht mehr an viel erinnern und wu├čte sich gefangen, in aussichtsloser Lage, wenn nicht die Prinzessin ein Gnadenwort f├╝r ihn einreichen w├╝rde.
Eine Reihe finstrer Gedanken ├╝berkamen ihn zusammen mit dem Verlust seiner Kraft und seines Willens. Zweifel ob der Prinzessin ├╝berkamen ihn genauso wie Angst vor der Strafe. Er sah Tr├Ąume platzen, sah sich einer Ungerechtigkeit ausgeliefert, dessen Ursache er nicht kannte. Seine Gef├╝hle entschwanden in die Gedankenwelt und offenbarten sich dort. Die Kellerw├Ąnde spiegelten seine Herzensw├Ąnde und so gerne h├Ątte er sie gereinigt von dem Schimmelbefall und den vielen Spinnen, die sicherlich abschreckend auf die Gefangenen wirken sollten. Aber was kann einen Verliebten abhalten? Sicherlich nicht die Vernunft und um Spinnen zu erkennen war man als Verliebter meist doch zu blind. Das Interesse eines Verliebten war zentriert und so stets geschw├Ącht.
Wasser und Brot wurden ihm durch ein Fenster gereicht und er lie├č es fallen, da er sich im gleichen Moment Gewahr wurde, da├č Thomas ihn verraten hatte. Warum gerade Thomas? Er hatte ihn zu seinen M├Âglichkeiten verholfen, er hatte in ihm den Eindruck geweckt, da├č die Prinzessin sich f├╝r ihn interessieren k├Ânnte, er war ihm ein Freund geworden. Alles schien sich gegen ihn gewandt zu haben. Der Kummer fra├č und der Ha├č begann zu wachsen, um die Angst zu l├Âchern, w├Ąhrend der Schlaf langsam nun begann ihn zu beruhigen. Er lehnte sich mit dem R├╝cken an die Wand, streckte seine Knie durch und versuchte zu tr├Ąumen.
Das Leben erschien ihm wie ein finsterer Ball, den sich Kinder zuwarfen. St├Ąndig hatte er Angst, da├č ein Kind den Ball fallen lassen w├╝rde, denn er konnte nicht erkennen, aus welchem Material der Ball bestand. Es spielte ein kleines M├Ądchen mit, da├č den Ball bisher noch nie bekommen hatte. Er w├╝nschte sich aus einem gewissen Denken heraus, da├č dieses M├Ądchen nie den Ball bekommen sollte, denn entweder w├╝rde sie ihn fallen lassen oder aber keinem mehr richtig zuspielen k├Ânnen. Doch als sie dann den Ball zugespielt bekam, fragte er sich pl├Âtzlich was denn so schlimm daran sei, wenn das Leben zerbrechen w├╝rde. Das Leben schwamm in den letzten Wochen so an ihm vorbei, er w├╝rde nichts vermissen.
Pl├Âtzlich klopfte es an der T├╝r und Florian bat herein, wobei dies doch in seinem Zustand eine merkw├╝rdige H├Âflichkeit erschien. Aber es half ihm, sich lebendig zu f├╝hlen, als einen Teil der Menschheit.
Vor ihm stand Thomas. Er sagte ihm, da├č er frei sei und gehen k├Ânnen wohin er wolle, doch solle er nie mehr auf`s Schlo├č zur├╝ckkehren. Kein Wort mehr der Freundschaft, sondern nur noch das Geleit ins Freie.
Nichts hatte er als er ging, kein Pferd, keine Kunst, keinen Willen. Ziellos steuerte er seine Schritte durch den Wald. Nirgends hielt er an, um zu verweilen. Nirgends erblickte er Menschen, auch wenn sie in seiner n├Ąchsten N├Ąhe standen. Die B├Ąume sp├╝rte er nur im Vorbeigehen und den V├Âgeln gegen├╝ber war sein Ohr taub. Nirgends nichts. Nur Florian. Der Wald. Die Dunkelheit. Der Himmel ├╝ber ihm und die Wolken, die er nicht sah. Der Schlaf.
Als er erwachte, war es Tag geworden. Er mu├čte einen halben Tag lang geschlafen haben. Der Hunger nagte an ihm und er machte sich auf die Suche nach Fr├╝chten. Als er einen Kirschbaum entdeckte, machte er sich daran, ihn zu besteigen, doch ihm fehlte die Kraft. So nahm er nur von den Kirschen, welche auf dem Boden lagen. Diese jedoch waren von W├╝rmern befallen und so dauerte es nicht lange, bis Florian sich ├╝bergeben mu├čte. Er legte sich ins Gras, schlug die H├Ąnde ├╝ber dem Kopf zusammen und verharrte der Dinge.
Es war nicht sein Tag, es war nicht sein Leben. Er z├Ąhlte Ameisen, die den Weg seiner Augen kreuzten, schob ihnen kleine Steine in den Weg, um sie arbeiten zu sehen. Eine Lausbubentat, die ihn fr├╝her als Kind erfreut hatte. Er machte es stundenlang, doch er empfand nichts dabei. Er blickte zum Himmel und sah, da├č es zu Regnen begann und blieb liegen.
Na├č bis auf die Haut fand sie ihn denn, die alte Frau, die auf der Suche nach Waldbeeren Florian auf der Wiese liegen sah.
ÔÇ×Was machen sie hier, junger Mann?"
ÔÇ×Was soll ich einen anderen Ort aufsuchen, um dort dasselbe zu machen?"
ÔÇ×Sind sie fremd hier, haben sie kein Zuhause?"
ÔÇ×Ich sch├Ątze, da├č ich das Tagesgespr├Ąch sein werde und ein Zuhause hatte, ein wunderbares."
ÔÇ×Ich bin eine alte Frau , aber ├Ąngstige mich nicht vor fremden Menschen, deshalb bitte ich sie, kommen sie mit zu mir und w├Ąrmen sie sich dort auf. Der Tod wird sie sicher holen, doch bitte nicht im jungen Alter."
Sie nahm Florian bei den Armen und half ihm aufstehen. Florian folgte ihr schweigend und schlotternd vor K├Ąlte.
Die alte Frau machte ihm einen warmen Tee und schickte ihn daraufhin schlafen und obwohl er die letzte Zeit nichts anderes als dem Schlaf gefr├Ânt hatte, schlief er sofort ein.
ÔÇ×Na, gut geschlafen? Dies ist zwar nur eine Notunterkunft, keine Pension und keine Gastst├Ątte, aber ich habe in der Zwischenzeit versucht, etwas warmes f├╝r sie herzurichten. Es h├Ąngt drau├čen ├╝ber dem Feuer. Die Sonne scheint, wir k├Ânnten uns ohne Bedenken auch nach drau├čen setzen."
Florian war noch ganz erschlagen, aber seine Nase roch das Zubereitete und es schien ihr zu gefallen. Es schmeckte auch wunderbar.
ÔÇ×Wie haben sie das angerichtet? Wo haben sie das gelernt?"
ÔÇ×Schmeckt es ihnen?"
ÔÇ×Sicher. Wunderbar. Noch nie habe ich so etwas gegessen."
ÔÇ×Ich lerne von der Natur Geschenke anzunehmen, welche die Menschen in den H├Ąusern ├╝bersehen."
Florian schaute sich um, nahm die H├╝tte gewahr, in der er geschlafen hatte, die B├Ąume, die B├╝sche, ja, er gewahrte sogar die Stimme eines Vogels wieder.
ÔÇ×Warum k├╝mmern sie sich um mich? Warum haben sie mich nicht liegen gelassen?"
ÔÇ×Sie schienen mir so verzweifelt. Erz├Ąhlen sie mir den Grund?"
ÔÇ×Ach, was hat ein junger Mann wohl f├╝r einen Grund verzweifelt zu sein?"
ÔÇ×Eine Frau, eine Liebe, die nicht erwidert wurde?"
ÔÇ×Ja. Ich werde es ihnen erz├Ąhlen."
Und er begann von seinem Aufbruch, seiner Unterkunft beim Bauern und von all den Dingen aus den letzten Tagen zu berichten. Die alte Frau unterbrach ihn selten.
ÔÇ×Seitdem ich begonnen hatte an jenem Buschwerk Hand anzulegen, seit dieser Zeit wurde alles anders."
ÔÇ×Was wollten sie mit dieser Gewalttat erreichen?"
ÔÇ×Ich wollte um ihr Geheimnis erfahren, da mir sonst kein anderer Weg m├Âglich schien, ihr Herz zu erobern."
ÔÇ×Warum wollten sie denn ihr Herz erobern? Es schien mir doch so, da├č sie ihnen ihr Herz schenken wollte, wenn der Zeitpunkt gekommen w├Ąre."
ÔÇ×Ich glaube es ist nicht die St├Ąrke eines Mannes zu warten, der Mann wartet nicht, er will bekommen. Das Warten versuchte ich ja damit zu umgehen, da├č ich ihr den Hof machte, da├č wir uns einander n├Ąher kamen und ich mir also Hoffnung machen durfte."
ÔÇ×Ist das Liebe?"
ÔÇ×Wer kennt schon die Liebe? Sie ist ├╝berall anders. Da ist der Kammerdiener, der von ihr schmeckt, wenn er Lust hat, das ist Thomas, der nur aus dem Herzen zu lieben schien, ohne den K├Ârper, da ist der K├Ânig, der sich seine Geliebten aussuchen kann wie seine Kleider. Der eine verh├Ąlt sich wie ein Ritter, der andere wie ein Minnes├Ąnger, der andere wie ein Dieb. Wer schreibt uns also die Regeln der Liebe? Ich habe sie noch nie zu lesen bekommen."
ÔÇ×Die Regeln der Liebe setzt das Paar selbst auf. Hat ihnen denn die Prinzessin nie mitgeteilt was damals geschah?"
ÔÇ×Die Prinzessin redete immer in einem sehr traurigen Ton ├╝ber diese Zeit. Sehr oft sprach sie auch nicht davon. Was interessiert einen jungen Mann wie mich auch die Vergangenheit in Gegenwart einer so h├╝bschen Frau? Es tut mir leid ihnen gestehen zu m├╝ssen, da├č ich die Liebe noch nicht oft genie├čen durfte, mich also in diesen Dingen noch etwas st├╝mperhaft verhalte."
ÔÇ×Ich bin nicht die Prinzessin, bei mir m├╝ssen sie sich nicht entschuldigen."
Die alte Frau stand auf und entschuldigte sich damit, da├č sie zum n├Ąchsten Bauernhof gehen m├╝sse, um Eier zu holen.
Florian blieb also alleine zur├╝ck und sammelte seine Gedanken. Solch ein Gespr├Ąch hatte er schon lange nicht f├╝hren m├╝sse. Er sp├╝rte ein Gef├╝hl der Erniedrigung, aber merkte auch, da├č es ihm besser ging als am Tag davor. Er meinte pl├Âtzlich erkennen zu k├Ânnen, hatte den Bussard weggeschickt, lie├č eine Seite an ihm nach vorne dringen, die er bisher noch nicht selbst erkannt hatte. Warum hatte er es nicht w├Ąhrend seines Aufenthaltes im Schlo├č bemerken k├Ânnen, da├č das Zerst├Âren des Busches solch schlechte Auswirkungen auf die Prinzessin gehabt hatte? War es wirklich die Liebe oder einfach nur Blindheit oder gar Eroberungswahn? War es am Anfang noch Interesse an ihr, so stellte sich ziemlich bald doch das ein, was man b├Âsartiges Spiel nennen k├Ânnte. Was war dieses Spiel? Warum pl├Âtzlich ein Spiel spielen und dabei die Gef├╝hle zur blo├čen Technik verkommen lassen? Hielt er die Prinzessin f├╝r zu dumm, verlor er den Respekt vor ihr?
Ermattet von den vielen Gedanken, legte er sich schlafen.
Geweckt von zarter Hand, schreckte er auf. Ein sanfter Arm legte seinen Kopf auf einen weichen Scho├č und streichelte ihm dabei sanft ├╝ber die Haare. Zwei Augen ergossen sich in ihrem verliebten Blick ├╝ber seinem Gesicht und ihre Haare gl├Ąnzten gegen die Sonne.
ÔÇ×All das was du f├╝r mich empfindest ist von so einer Herzensg├╝te, da├č es mein Herz erweichte. Das Schlo├č, welches mich bindet, ist zusammengest├╝rzt, und ich bin frei geworden. Diese Freiheit ist so sonderbar f├╝r mich, da├č ich es nicht auszudr├╝cken wei├č, als in diesem Ku├č, der dich wieder in deinen Schlaf versetzen soll, auf da├č du die Augen erst dann wieder ├Âffnest, wenn ich zum neuen Leben erwache."
Sie gab ihm einen Ku├č, wie er noch nie einen Ku├č gesp├╝rt hatte und wenn er nicht verschlafen hat, dann lieben sie sich noch heute.

E N D E

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