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Leselupe.de > Kurzgeschichten
die junge frau
Eingestellt am 03. 12. 2004 21:23


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mye
Manchmal gelesener Autor
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Die junge Frau


Ihr Blick ruhte auf dem See, der still und verbergend vor ihr lag. Sein silberblaues Wasser sch├Ąumte an dem nahen Ufer. Enten und Schw├Ąne warteten auf ihre t├Ągliche Ration und schwammen stumm zu den vollgesogenen Brotecken. Sie horchte auf die Kl├Ąnge, die nun entstanden, so wie sie es immer tat. Ihre Lieder schlossen sich m├╝de und zu der vorgespielten Dunkelheit gesellte sich das Pl├Ątschern des Wassers. Ein Zauber begann sich seiden auf ihre Sinne zu legen, dieser Zauber, und ihre Finger ber├╝hrten den kalten Stein.

Seine Augen. Das Gr├╝n, leuchtete es? Es musste leuchten, so wie er sie ansah, musste es leuchten. Ihre H├Ąnde ber├╝hrten sich. Haut an Haut. Und ein Kribbeln legte sich sanft auf ihren Nacken, ein Schwarm Insekten, ganz egal um welche es sich handelte, surrte in ihrem Bauch, ein L├Ącheln zog ├╝ber ihr Gesicht, ohne dass sie es bemerkte.

Sie ├Âffnete die Augen wieder und sah auf die Wasseroberfl├Ąche. Die Brotkr├╝mel waren verschwunden und auch der gro├če, majest├Ątisch wirkende, Schwan hatte sein Interesse scheinbar verloren. Grau. Eine Wolke schob sich vor die Sonne und verdunkelte nicht nur den Himmel. Und wie zur Untermalung kam das Rei├čen wieder. Sie ertrug es. Tat sie das nicht immer?

Er w├╝rde so wunderbar k├╝ssen, hatte sie ihren Freundinnen erz├Ąhlt und die neidischen Blicke genossen. Endlich einmal hatte es auch sie erwischt. Endlich sollten die Zeiten vorbei sein, in denen sie nur zusehen durfte, wie gut es all den anderen ging, wie sie von der Magie der Liebe liebkost wurden. Und er war so s├╝├č. Endlich.

Sie blinzelte wieder hervor. Und da hinten, sah sie und streckte ein wenig den Hals, kam der Schwan zur├╝ckgeschwommen. Und sie hatte tats├Ąchlich schon wieder an Verg├Ąnglichkeit gedacht. Warum konnte man diese Gef├╝hle nicht wie ein Radio abstellen? Wo war der Schalter? Sie hatte ihn nie gefunden.
Vom Sonnenlicht angestrahlt wirkte der Stein wie ein engelsgleiches Gebilde. Er erinnerte sie an die Worte, die sich in ihr Herz gebrannt hatten, damals. Du bist mein Geschenk des Himmels. Diese Worte, sie wusste, dass auch die Zeit ihr diese Worte nicht nehmen konnte. Nichts w├╝rde ihr das rauben, was sie immer wieder an den See trieb, der neben dem Friedhof lag, im gr├╝nen Gras, dessen junge Halme im leisen Wind best├Ąndig wehten.




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egotrip
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junge frau


Servus u. hallo,

traurig, k├Ânnte heulen. Der Anfang war f├╝r mich etwas schwierig. War es der Schwan der k├╝sste? Ansonsten mag ich diese Kurzgeschichten mit viel Schwanenfederleichtundzart-Gef├╝hl.

LIeber Gru├č
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mye
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hi

und danke f├╝r deinen kommentar. sch├Ân, dass es dich ber├╝hrt hat. zu deiner frage: War es der Schwan der k├╝sste?... mhh, irgendwie hab ich schwierigkeiten, darauf zu antworten, das hei├čt, die antwort ist klar (nein), aber ich frag mich die ganze zeit wie du darauf kommst? :-) m├Âglicherweise ist in dem text ja irgendwas, dass den leser verwirrt und ich seh das nur nicht. vielleicht kannst du mir die stelle ja nochmal deutlich machen? ich w├╝nsche eine sch├Âne weihnachtszeit.

lieben gru├č

mye
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