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Leselupe.de > Ungereimtes
die menge
Eingestellt am 26. 03. 2003 14:13


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mImOse
Hobbydichter
Registriert: Mar 2003

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Die Menge

Lachend schiebt sich die breite Menge
Über die kahlen Flure
Langsamkeit.
Die Menge eilt.
Ausgestreckte HĂ€nde prallen ab,
Wie die Brandung am Fels
Kein Hingelangen.
Der Wind schlÀgt um:
SĂŒĂŸ wird Bitter.

Treppen fĂŒhren hinauf,
Treppen fĂŒhren hinab.
Treppen; Stufen; Mauern:
UnĂŒberwindbare Mauern
Schweres GepÀck zerrt an den HÀnden,
GepÀck wie ein Schatten
Die Menge entfernt sich.
Parallele Bahnsteige-
Doch verschieden sind die Fahrtrichtungen.

Hallende Stimmen.
Wohin entschwand die Menge?
Parallele Bahnsteige-
Zu gleich um die Schienen zu unterscheiden.
Geschlossenheit der Menge,
sie macht sich bereit
Ohnmacht; Stummheit; Taubheit.
Der Schatten zerrt,
bis die Sinne schwinden

Polternd fÀhrt er ein.
KĂ€lte.
Die Menge jubelt
Und wirft HĂŒte
Ferne.
Dagegen sind die Sterne nah.
Die Menge entschwindet dem Blickfeld,
Langsam und wie im Traum und endgĂŒltig
Ein letzter verzweifelter Versuch.
Ein Windhauch -
Der Zug ist abgefahren.
----------------------------------------
Mh, ich habs mal reingestellt um herauszufinden, ob es auch fĂŒr Menschen, die mich nicht kennen, verstĂ€ndlich ist...deshalb wĂ€ren mir ein paar kommentare lieb !
Danke

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mc poetry
AutorenanwÀrter
Registriert: Jun 2001

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hallo mImOse,

nun, fĂŒr mich beschreibt das gedicht erstmal
ein paradox, das eigentlich jeder kennt: wenn sich
zu viele individuen ansammeln (und etwas Àhnliches
tun), dann erkennt man kaum noch ein einziges
individuum.

dann gibt es noch ein paar bilder, die schwer
einzuordnen sind und vielleicht den persönlichen
hintergrund haben, den du in der signatur andeutest.

viele grĂŒĂŸe, michael

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noel
???
Registriert: Dec 2002

Werke: 180
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Den Part mit der Menge, der war schon zu `verstehenÂŽ, dann kam ich mir vor, wie in einem Hospital, ĂŒberbelegt, lange Flure voller wartend Kranker, Sterblicher.

Die zwei letzten AbsÀtze liegen mir ziemlich fern... Schienen=Lebenswege, nah und doch fern. Menschen nebeneinander und doch so fern??

Dann kommt irgendjemand auf den alle warteten und zum Schluss die Finsternis der Tod.

hmmm. vieleicht ein Mensch, der auf dem Weg des Sterbens ist??

Liebe GrĂŒĂŸe noel
__________________
© noel
Wir sind alle Meister/innen der Selektion und der konstruktiven Hoffnung, die man allgemein die WAHRHEIT nennt ©noel
NOEL = Eine Dosis knapp unterhalb der ToxizitÀt, ohne erkennbare Nebenwirkung (NOEL - no observable effect level) .

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mImOse
Hobbydichter
Registriert: Mar 2003

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Hallo, danke fĂŒr die Antworten
Es geht um jemanden, der von 'der breiten menge' spricht und ausserhalb von ihr steht.
Der Schluss kann vielleicht als eine Art tod aufgefasst werden.
Er versucht zuerst zu der menge zu kommen, konform zu werden, aber merkt dann, es ist nicht möglich, sie ist unerreichbar.
so ungefÀhr ist der inhalt, aber anscheinend versteht man das etwas
mimose

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margot
???
Registriert: Mar 2002

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die menge. nur scheinbar gibt es menschen, die
sich einfĂŒgen. was macht eine menge aus: ein
jubelndes fußballstadion? eine volksmenge vor
dem fĂŒhrer, die menge der wartenden, der suchenden,
der konsumierenden, der lauten und schweigenden?
die menge ist fĂŒr mich nicht faßbar. menschen,
die ihre seele an sie verkaufen, werden zu grauen
mÀusen. die menge schluckt alles.
aber ist diese wahrnehmung richtig? oder nur ein
produkt der eigenen, dĂŒsteren seelenlage?
mensch bleibt mensch - jeder lebt sich und seine
bedĂŒrfnisse in der menge anders. woran sich der
eine ergötzt, widert den anderen an. und letzlich
ist es, meiner meinung nach, völlig schnurz, ob
wir den "tod" in der menge oder in uns finden
- es ist auf alle fÀlle unser persönlicher tod.

gruß
ralph
__________________
schlagt mich bitte nicht tot. ich bin kitzlig.

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