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Leselupe.de > Ungereimtes
die summe ist mehr
Eingestellt am 30. 10. 2010 00:01


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HerbertH
???
Registriert: May 2007

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die t├╝rklinken m├╝ssen wieder
angeschraubt werden die herabfallenden
bilder spiegeln blitzlichternde
gewitter sankt elmen den roten hahn
fand man auf dem dach
neben kaputten ziegeln tropfen

h├Âhlen die einf├Ąlle verhei├čen
stalagmiten unter uns ├╝ber
uns pieksen stalagtiten

als h├Âhlenforscher brauchst du
in der bredouille
licht hilft dir auf den weg

ameisen schw├Ąrmen pheromongesteuert
die abk├╝rzung f├╝r die
roboter finden diese
lichtspuren versprechen zellen
teilung f├Ârdert selbstorganisation
zur speisung zehntausender

nanoroboter wuseln ohne programmierung
halbmetallische protozoen contra arterienverkalkung
da ist ja endlich der schraubenzieher

__________________
┬ę herberth - all rights reserved


Version vom 30. 10. 2010 00:01
Version vom 30. 10. 2010 00:16
Version vom 30. 10. 2010 17:29

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gitano
Guest
Registriert: Not Yet

Hallo lieber Herbert H!
Schon mal vorab:
Z 4 soll wirklich so wie oben lauten?

Im Text kann ich in S1 Deinen Gedanken leider nur fragmentarisch folgen. Die Bindeglieder sind es, die es mir erschweren den Zusammenhang zu halten, -eventuell weil die Binderglieder nicht in ihrer Semantik nicht so eindeutig f├╝r beide Bilder sind die Du verkoppelst-und auch die Bilder selbst wenig Bedeutungsbeziehungen zu einander haben (T├╝rklinken/Bilder / Blitzlichtgewitter/roter hahn der tropft...)
ab S2 geht┬┤s wohl in die Tiefen der Neurologie/Neuronenverschaltung/Signalketten/ Hormonsteuerung usw.
bis hin zu S3/4 und danach sogar noch in die k├Ârpereigne Abwehr
(protozoen)
scheint Dich ja zu begeistern-
klar ist die summe mehr: Pers├Ânlichkeit/ Seele sagen manche und auch pers├Ânliches Schicksal (z.B. angeborene "Defekte") oder Ideen.

-aber S1 bekomme ich da nicht so richtig ins verstehen.
Vielleicht finde ich ja die fehlenden Puzzleteile nach einer ver├Ąnderten Z4 *gr├╝bel*

Hilf mal bitte!
Gr├╝sse aus dem n├Ąchtlichen schnarchen der Berge im Taunus
gitano

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HerbertH
???
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hallo gitano,

bin unterwegs, daher nur kurz zu "st elmen":
sankt-elms-feuer stand hier pate.
Sollte ich vielleicht ausschreiben.

lG

herbert
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gitano
Guest
Registriert: Not Yet

Lieber HerbertH!
Die Klammer (werkeln) ist jetzt zwar klar-
aber die Bilder in ihrer Aufreihung, Verkoppelung, Sichtwinkeln, Metaphernbedeutung bleiben f├╝r mich Sinn-und Aussagefragmente.
Einer der ganz wenigen Texte wo ich (ohne Inhaltserkl├Ąrung) passen mu├č-ich kann hier nicht folgen. Je ├Âfter ich lese desto wirrer wird es. Ich habe f├╝r mich zwei ahnungslose Vermutungen:
die Metaphern erschliessen sich zu schwer und stehen f├╝r mich eher beziehungslos
die Koppelung der Bilder (Doppelbindung an ein Wort) ist teilweise nicht erschlie├čend gew├Ąhlt so wie in S1 h├Ąngt Bild eins und zwei an "werden".
Ich benutze auch gern Doppelbindungen, bevorzuge aber weiche ├ťberg├Ąnge um den Leser zu f├╝hren.
Vielleicht t├Ąte mir eine Entzerrung der Bilder gut. Denn ich wei├č immer noch nichts ├╝ber Dein Aussageanliegen.
Ich habe z.B. auch keine Ahnung was St. Elemen bedeutet
-"blitzlichternde" fempfinde ich als ungl├╝ckliche Adjektivierung

Die Hauptfragen bleiben:
Was wolltest Du sagen
und warum so und nicht anders?

gr├╝beln, dampfend Dich gr├╝├čend
gitano

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HerbertH
???
Registriert: May 2007

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Lieber gitano,

dieses Gedicht ist eigentlich experimentell vom Inhalt her und auch von der Form - jedenfalls f├╝r mich. Letzteres zuerst: Enjambments und mehrfache Bez├╝ge allenthalben. So durchg├Ąngig, wie ich es noch nie versucht habe. Auch ├╝ber Strophengrenzen hinaus, z.B. Tropfen, die zum Gewitter geh├Âren und auch zu den Tropfsteinh├Âhlen. Die Schreibart ist auch ein Versuch, der Form und Inhalt verkn├╝pft. Die erste Version war einfach eine heruntergeschriebene Assoziationskette. Sicherlich schwer nachzuvollziehen f├╝r den Leser. Danach dann Politur und Reformulierung, um die mehrfachen Bez├╝ge zu vertiefen....

So, nun zum Inhalt: Hintergrund war ein Bericht ├╝ber Schw├Ąrme und Schwarmverhalten. Dort wurden Ideen vorgestellt, wie selbst Tiere mit nur wenigen Verhaltensm├Âglichkeiten wie Ameisen durch ihre Interaktion im Schwarm erstaunlich komplexe Aufgaben bew├Ąltigen k├Ânnen, z.B. den k├╝rzesten Weg zum Futter als Ameisenstrasse finden. Dies funktioniert durch Pheromone, die einfache Ameisenregel ist: Folge den Pheromonen. Dies wird inzwischen in der Robotik nachge"baut", dort folgen simple Roboter Lichtspuren. Die auf den Dachspitzen bei starker elektrischer Aufladung auftretenden Sankt-Elms-Feuer als Lichtspuren des Gewitters waren die ausl├Âsende Assoziation.

finden (Klammer) -> Wege finden -> Inhalte finden -> lyrik

war dann die Assoziationskette. Sp├Ątere Rationalisierung ergab die theoretische Frage, ob man nach einer Schwarmmethode dichten kann, mit der einfachen Regel: Folge deb Assoziationen/-sketten.

M├Âglicherweise ist die Antwort, die sich mir nach Deinen Reaktionen auf das Gedicht aufdr├Ąngt die, dass der bisherige Versuch mit dieser Schwarmmethode noch nicht sonderlich erfolgreich war.

Hilft Dir all das weiter?

lG

Herbert


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gitano
Guest
Registriert: Not Yet

Lieber HerbertH!
Danke dass Du mich informierst - aber ich w├Ąre allein niemals darauf gekommen!
Einfach nur nach meinem Empfinden: Wenn es denn der vers libre f├╝r die Umsetzung sein soll - es hat sich bei mir bei sehr komplexen Themen bew├Ąhrt- die Bilder voll auszuschreiben und dann zu ├╝berlegen wie eine Kopplung sinnvoll sein kann...Gerade weil der Vers libre schon sehr schwer an sich ist (Metrik, Klang, Enjabements, Bildkopplungen, halboffnene Assoziationsm├Âglichkeiten/Mehrbedeutung, geschlossene Bilder etc.pp. w├╝rde ich dazu raten.
Dein Thema ist schon ohne Metaphern extrem anspruchsvoll
-spontan h├Ątte ich eher die Idee dies gereimt auzuarbeiten- a la "die kleine Termite". Vielleicht sogar sehr humorvoll

ich sehe das Problem,(nur mein Empfinden)-das Dein Thema im vers libre schwer umzusetzen ist...Karl Felkamp w├╝rde es eventuell schaffen...
Im Vers libre braucht es eine wichtige Balance-den Leser zu f├╝hren-ihm andererseits aber auch m├Âgliche Assoziationsfreir├Ąume zu lassen-das eigentliche Gesamtbild w├Ąchst parallel zwischen den Zeilen-mu├č also schl├╝ssig f├╝r den Leser sein...und dies alles in gebundener oder fragmenteller Rede
Ein Beispiel: aus Karl Feldkamps "lichtspiele":

ich atme k├╝hlen abendnebel
vor erleuchteten fenstern
wartet im dunkel die
langweile der vorstadt
auf weihnachtsbeleuchtung

Z2 ist Nachsatz f├╝r Z1 und Z2 ist auch einleitung f├╝r Z3
Z3 hat Bezug auf Z4 und klammert ├╝ber auf Z5
Z4 ist Fortsetzung von Z3 und Subjekt f├╝r Z5, die Objekt ist.

alles einfache Bilder in gebundener Rede. Erst die Summe ergibt das gewachsene Bild.

Ich helfe Dir gern-wenn ich kann. Sag mir wie.
Ich habe mich mit einer sehr selten gewordenen Auffassung angefreundet: suche zum Inhalt die passende Form.

Dein Spaltverssonett war in dieser Hinsicht zum Thema :Zweifel ein Volltreffer! Welche Form pa├čt zu diesem Stoff hier?....so wie er oben steht w├╝rdest wahrscheinlich mehr Hilfe Fragen ernten als verstehendes Lesen. Es sollte etwas sehr Klares sein: da├č den schwierigen Stoff transparent werden l├Ą├čt.

..klingt hart, is auch scheisse dass ausgerechnet ich dies hier schreiben mu├č-
Ich gebe Dir als Autorenfreund das Beste was ich habe: eine ungeschminkte Meinung und Rat und Hilfe soweit ich kann.
Ich f├╝hle mit Dir und gr├╝├če Dich auf Wiederlesen!
gitano



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HerbertH
???
Registriert: May 2007

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Liebe Rhea,

vielleicht ist es wie so oft: Die m├╝hsame Arbeit am Text zerst├Ârt das Bauchgef├╝hl der ersten Version.

Lieber gitano,

ich weiss Deine offenen Worte zu sch├Ątzen. Meine Idee r├╝berzubringen ist offensichtlich relativ schwierig.
Da Rom aber auch nicht an einem Tag erbaut wurde, gebe ich die Hoffnung derzeit noch nicht auf.

Ich denke nochmal ├╝ber dieses Gedicht in Ruhe nach.

Danke f├╝r Eure R├╝ckmeldungen

lG

Herbert
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