Diese Seite verwendet Cookies. Wenn Sie das nicht akzeptieren, m├╝ssen Sie Cookies in Ihrem Browser verbieten oder diese Seite verlassen.    OK  
 leselupe.de
Werbung
 Meine Leselupe

Mitglieder:   5439
Themen:   92266
Momentan online:
127 Gäste und 2 Mitglieder
Username:
Passwort:
Registrieren
Passwort vergessen?


Leselupe.de > Feste Formen
die weihe suchte sich die eine nacht (Sonett)
Eingestellt am 20. 12. 2011 12:57


Autor
Ein neues Thema ver├Âffentlichen.     Antwort ver├Âffentlichen.
Walther
Routinierter Autor
Registriert: Sep 2004

Werke: 1589
Kommentare: 9730
Die besten Werke
 
Email senden
Hier klicken, um Walther eine Online-Nachricht zu senden  Online-Nachricht
Profil

die weihe suchte sich die eine nacht
der sie sich als ein wesensteil verleihe
dass man das unverzeihliche verzeihe
indem der tod zum leben wird vollbracht

die sterngeburt aus schwerem tiefem schwarz
erschafft sich aus den endlos weiten reisen
von morgen- hin zu abendland der weisen
die ├╝berschauert vom plejadenharz

das kind hier wiederfinden unverbraucht
und rein weil schuld zu tilgen ist und heilen
nur der kann dessen zorn noch heilig ist

der schober gl├╝ht in helles licht getaucht
man sieht sinds engel schafe hirten eilen
weils pl├Âtzlich eben furchtbar eilig ist

__________________
Walther
"Gelegenheit.Macht.Dichtung"

Bearbeiten/Löschen   ebook  Druckversion


AchterZwerg
Guest
Registriert: Not Yet

Lieber Walther,
vorab: Ich find das Gedicht super! Schon jetzt 8tig. Du k├Ânntest es aber locker zum Neunerle bringen, wenn du nochmal ├╝bers erste Quartett r├╝berhuschen w├╝rdest.
Kritische Punkte: verleihe/verzeihe (2mal ver) und der Tod zum Leben wird vollbracht. W├Ąre da nicht "gebracht" die bessere L├Âsung? Oder was anderes? Und "sich verleihen" wird eigentlich auf "sich" betont ...
Inhaltlich: allererste Sahne mit philosophischen Background. Und allerherrlichste Enjambements! Ich warte mal noch ein bisschen ab ...
Gr├╝├čle
der 8.

Bearbeiten/Löschen    


Walther
Routinierter Autor
Registriert: Sep 2004

Werke: 1589
Kommentare: 9730
Die besten Werke
 
Email senden
Hier klicken, um Walther eine Online-Nachricht zu senden  Online-Nachricht
Profil

Lb. AchterZwerg,

danke f├╝r die Kritik. Folgende Anmerkungen:

(1) Das doppelte "ver" l├Ą├čt sich durch Inhalt und Melodie der Sprache nicht vermeiden. Auch ist vom Klang her das Reimende in S1 und S2 einheitlich intoniert, das ist so gewollt. Das Ver├Ąndern in S1 f├╝hrt zu einem Aufbrechen dieses Einklangs. Daher kann ich leider an diesen Formulierungen nicht wirklich "schrauben".

(2) Die Melodie des Verses S1V2 sieht nach meiner Ansicht wie folgt aus:
der sie sich als ein wesensteil verleihe
xXxXxXxXxXx
Deine Interpretation des Sprachrhythmus liest sich so:
XxXxxXxXxXx
Ich kann dem nicht ganz folgen und bitte daher die geneigte Leserschaft, sich hierzu einzubringen. Lieben Dank im Voraus.

(3) S1V4: "vollbracht" In der Tat ist das ein Zitat, das hier anklingt. Jesus spricht am Kreuz: Es ist vollbracht. Und nach seiner Erweckung kehrt sich die Wirklichkeit um. In der darauffolgenden Strophe wird das in V1 thematisiert. Ich habe lange an diesem Vers gesessen. Am Ende habe ich mich f├╝r diese, f├╝r den weiteren Verlauf, schl├╝ssigste Fassung entschieden. Als Alternative stand ""gebracht" zur Auswahl. Diesem aber fehlt der entscheidende direkte Bezug zur Leidensgeschichte.

Leider kann ich Deinen Vorschl├Ągen also nicht folgen, wie ich meine, mit gutem Grund. Daher nehme ich vom 8. bescheiden die 8, weil ich nicht anders - und nicht besser, sorry - schreiben kann.

Danke f├╝rs Verstehen meiner Lage!

LG W.


__________________
Walther
"Gelegenheit.Macht.Dichtung"

Bearbeiten/Löschen    


2 ausgeblendete Kommentare sind nur f├╝r Mitglieder und nur mit eingeschaltetem Javascript erreichbar.
Zur├╝ck zu:  Feste Formen Ein neues Thema ver├Âffentlichen.     Antwort ver├Âffentlichen.


Leselupe-Bücher



Amazon



Facebook


Werde Fan der Leselupe auf Facebook!