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Leselupe.de > Gereimtes
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Eingestellt am 01. 04. 2004 10:50


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Venus
Häufig gelesener Autor
Registriert: Oct 2003

Werke: 99
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eng
bei allem nass / geweint hast du mir
meine seele
aufgedeckt am grünen tisch
mit klaren würfeln mich dann
zug um zug gelehrt
wie kälte wahrhaft brennen
will

hast mich vollendet
mitgenommen / lag mein offen
ganz direkt in deinem scheitel
punkt genau und weise
fielen unsere küsse auf den grund
des untergangs von
gestern und beleuchten seither
den bewegten lebensrest

einander im blick und auf der höhe


© gabriele schmiegelt

__________________
den wind im rücken, sterb ich mich ein
in den großpassat -
und lebe erst recht

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Sheerie
Guest
Registriert: Not Yet

Hallo Venus,

in gewisser Weise greift es des Lesers Innerstes an, mit seinem Tiefgang. Eine schmerzende Melancholie trägt es
m.E. und dass Kälte brennen kann ist wohl genau so eine Tatsache, wie man am Kaminfeuer gemeinsam erfrieren kann.

... etwas gelehrt zu bekommen bringt uns sicher der Weisheit ein Stück näher, man lernt nie aus ...

Es gefällt mir, in seiner tiegreifenden Tragik, wenn ich dies so sagen darf und es macht wehmütig beim Lesen.
Dies kann ich nur so sagen, so wie ich es beim Lesen empfunden habe, manch anderem Leser ergeht es vielleicht anders. Mich stimmt es traurig.

Das meint Sheerie

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strolch
???
Registriert: Jan 2004

Werke: 14
Kommentare: 539
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nein

nein, es stimmt mich nicht traurig, für mich strahlt es auch zuversicht aus.

ganz lieben gruß brigitte
__________________
"Ich will nicht, daß Frauen Macht über die Männer, sondern über sich selbst erlangen."(Mary Wollstonecraft)

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inken
Guest
Registriert: Not Yet

Liebe Venus

Ich habe es nun schon dreimal gelesen und immer noch nicht vollends entdeckt. Es ist sehr tiefgründig und durch die vielfache Brechung entdeckt man immer wieder neue Gedanken.
Am Schluß, als es sich senkt, kommt es grad noch mal auf die Höhe und da beginnt man wieder von vorn. Was soll man dazu sagen ...lächel...nix zu meckern. Ganz toll!!!

Liebe Grüße inken

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El Lobo
Guest
Registriert: Not Yet

Liebe Gabi,
ein Gedicht voll Schwung, Sinnlichkeit und Tiefgang.

Weiter So!

Gruss El Lobo

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Daniel Mylow
Guest
Registriert: Not Yet

Liebe Venus,
mein Leben ist wie leise See...(...)nur manchmal zittert ein Nahen und Fliehn, aufgestörte Wünsche ziehen darüber wie silberne Möwen, und dann ist alles wieder still. Und weißt du, was mein Leben will? Hast du es schon verstanden? Wie eine Welle im Morgenmeer will es rauschend und muschelschwer an deiner Seele landen.(Rilke)
Dein Gedicht ist wie eine Welle im Morgenmeer. Du kennst und willst das Unmögliche. Es ist die Nähe des Schweigens. In diesem Gedicht ist bei dir, mehr als sonst, das Sagen ein Sagen des Ungesagten. Dein Gedicht ist voller verwinkelter Subtilitäten, du zeigst die Fähigkeit, eine Gedankenlinie mit einer zweiten zu verflechten, so dass beide, manchmal sogar mehrere Gedanken gleichzeitig sprechen. Das ist das gleiche Prinzip wie in der Musik, in der auf diese Weise auch eine bewegte Synthese entsteht. Du sprichst an der Grenze des Unmöglichen. Deshalb höre ich dir so gern zu.
Mallarme nennt als die drei Grundmächte seiner Lyrik und seines Denkens: Einsamkeit, Klippe und Stern. In deinem Gedicht kann ich sie in einer zuversichtlichen Traurigkeit aufschimmern sehen.
Dein Gedicht ist wie eine Welle im Morgenmeer. Und die Welle im Morgenmeer ist wie die Dichtung ein Tun, das sein Traumspiel sehr einsam hineinstrahlt in eine vernichtete Welt. Verzeih, dass ich mich deinem Gedicht nicht inhaltlich nähere. Es ist in meiner Seele gelandet.
Daniel

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