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Leselupe.de > Kurzgeschichten
dolore
Eingestellt am 20. 11. 2002 02:27


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elocin
Wird mal Schriftsteller
Registriert: Aug 2001

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dolore

Habe ich dir gesagt, wie sehr ich dich liebe? Als ich dir in die Augen geschaut habe, als ich dich gek├╝sst habe,
als ich dich umarmte.
Habe ich dir jemals gesagt, wie sehr ich dich liebe?
Ich stehe hier auf dem Dach und w├╝rde dir gern sagen, wie sehr ich dich liebe.
Aber du bist weggezogen, ohne mir deine Adresse zu geben, ohne eine Telefonnummer, ohne einen Abschiedsgru├č. Wir wollten Freunde bleiben. Wir wollte f├╝r einander dasein. Nichts ist geblieben.
Typisch nennt man dieses Verhalten.
Du hast einen neuen Freund, bist gl├╝cklich mit ihm, vielleicht ist er der Mann f├╝rs Leben. Ich g├Ânne es dir nicht, ich hasse ihn.
Wir waren gl├╝cklich, wir waren ziemlich lange vereint.
Zum Schluss warst du gl├╝cklich. Ich war gl├╝cklich. Wir waren nicht mehr gl├╝cklich. Die ├╝blichen Floskeln.
Ich habe noch so viel, dass ich dir geben k├Ânnte. Manchmal glaube ich, wenn du nur hier w├Ąrst, dann w├╝rde meine Liebe f├╝r dich,
f├╝r uns beide reichen.
Je mehr wir reden w├╝rden, desto mehr w├╝rdest du mich lieben. Meine alten, guten Seiten. Es gebe keine Routine mehr. Ich w├╝rde alles besser machen.
Du musst mir glauben. Wenn du mich nur h├Âren k├Ânntest. Warum meldest du dich nicht? Ich lebe noch hier, ich vegetiere... Ich sehne mich nach dir. Denkst du an mich? Es war doch nicht alles schlecht!
Der Mensch ist ein seltsames Wesen. Du h├Ârst tagt├Ąglich zigtausend Liebeslieder, siehst Liebesfilme, dichtest Verse ├╝ber die Anmut und Reinheit der Liebe...
Ich habe es dir nie gesagt. Ich meine nicht richtig. So wie ich es jetzt meine. Denn wenn du gesp├╝rt h├Ąttest, wie viel du mir bedeutest, dann w├Ąrst du nicht gegangen. Egal wie schlecht die Zeiten waren. Man l├Ąsst seine Liebe nicht im Stich. Ich konnte es dir nicht zeigen. Aber jetzt bin ich bereit.
Hier auf dem Dach ist der Beweis. Ich habe nachgedacht, n├Ąchtelang, gegr├╝belt, geflucht, geheult und immer wieder die gleiche Erkenntnis.
Es k├Ânnte doch noch eine Chance geben. Wenn du mich hier sehen k├Ânntest, wenn du sp├╝rst, wie sehr ich leide. Wenn du merkst, wie viel Liebe ich dir bereit bin zu geben. Dann w├╝rdest du mich lieben.
Ich spaziere hier am Rande. Ich k├Ânnte abrutschen. Ich k├Ânnte fallen. Und dann k├Ânnte ich mich noch halten und dir meinen letzten Atemzug senden. Meinen Gru├č! Ich k├Ânnte mich auch wieder aufraffen.
Aber es ist sch├Ân am Abgrund. Zu sch├Ân. Wie tief man in sich gehen kann. Ich liebe dich!
Es war keine "Vier-Wochen Beziehung", wir hatten ein St├╝ck vom anderen in uns. Mein St├╝ck in dir ist ersetzt wurden. Dein St├╝ck in mir klafft, wie eine blutige Wunde. Ich w├╝hle mit dem Messer darin. Ich stecke es tief rein, ziehe es wieder raus, suhle mich in dem Schmerz...Es ist Nacht, ich stehe immer noch auf dem Dach. Was soll ich tun? Niemand kann es verstehen. Einbildung. Das Leben ist so ungerecht...

Du hast mich erreicht.
Du liebst mich nicht und mit tausendprozentiger Sicherheit werden wir nicht mehr zusammen kommen, nicht in diesem Leben. Ich bin runtergestiegen vom Dach.


Man stirbt nicht f├╝r andere Menschen.
__________________
Leider ist er gestorben. Ich habe ihn stets nur vorw├Ąrts gehen sehen. Niemals sah ich ihn bei Erreichtem stehenbleiben.
(Konfuzius)

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Rainer
???
Registriert: Jul 2002

Werke: 0
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hallo elocin,

ich schreibe dir, um dir die, f├╝r mich, hervorragenden formulierungen deines textes herauszustellen. insgesamt finde ich ihn noch etwas unausgereift. aber solche betrachtungen wie:

quote:
Zum Schluss warst du gl├╝cklich. Ich war gl├╝cklich. Wir waren nicht mehr gl├╝cklich. Die ├╝blichen Floskeln.


finde ich schon ziehmlich genial verdichtet; auf den punkt gebracht.

quote:
Es war keine "Vier-Wochen Beziehung", wir hatten ein St├╝ck vom anderen in uns. Mein St├╝ck in dir ist ersetzt wurden. Dein St├╝ck in mir klafft, wie eine blutige Wunde. Ich w├╝hle mit dem Messer darin. Ich stecke es tief rein, ziehe es wieder raus, suhle mich in dem Schmerz..


ich kann mir schon vorstellen, was du meinst, aber das mit dem st├╝ck ist zu zweideutig, und k├Ânnte komische assoziationen hervorrufen. genial dagegen wieder "... suhle mich in dem Schmerz...", da suhlen immer eine lustvolle sache ist.

die gesamtaussage deines textes gef├Ąllt mir gut, deinen abschlu├čsatz wollte ich dir so ├Ąhnlich als antwort schreiben. ich w├╝rde es aber nicht so allgemein formulieren; denke z.B. an den austausch von geiseln (eltern gegen ihre kinder)

fazit: einige sehr gute ans├Ątze, insgesamt aber noch bearbeitungsbed├╝rftig. ich enthalte mich mal jeglicher bewertung, da ich manche inhaltlichen irritationen deiner vermuteten jugend zuschreibe, trotzdem, deine schreibe gef├Ąllt mir gut.

gru├č

rainer

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