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Leselupe.de > Ungereimtes
du
Eingestellt am 18. 01. 2004 11:20


Autor
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traumreisende
Autorenanw├Ąrter
Registriert: Jan 2004

Werke: 25
Kommentare: 18
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freundin, du
wie sehr f├╝hle ich deinen schmerz, deine last.
wie sehr kenne ich deine angst vor der wahrheit,
die sich hinter sanften l├╝gen versteckt.
ich wei├č, dass du dein buntes kleid w├Ąhlst,
passend zu deinem tapferen l├Ącheln.

freundin, du
ja, ich kenne die gesichter der schatten,
die dich umklammern.
ich kann dir ihr fratzenhaftes grinsen
nur zu genau beschreiben,
doch nur, wenn du ihnen selbst in die augen schaust,
kannst du ihnen die masken abrei├čen.

freundin, du
ich wei├č, wie du zu geben vermagst
in undendlichkeit
doch ich wei├č auch von deiner traurigkeit,
dass deine gaben nur skeptisch betrachtet,
eingesteckt werden.
du selbst erbittest nur ein verstanden werden,
doch es wird dir verweigert,
ich schenke es dir

freundin, du
ich sehe, wie steinig und dornig dein weg ist,
doch ich werde neben dir gehen,
deine wunden f├╝sse k├╝hlen,
doch deine schritte mu├čt du setzen,
├╝ber die richtung kannst du nur selbst entscheiden.
sei gewi├č, ich lass dich nicht allein.

freundin ,du
wenn du irgendwann glaubst,
es geht nicht mehr weiter,
dir nur noch dunkelheit den weg versperrt,
wenn du in den spiegel schaust
und dich selbst nicht mehr erkennen kannst,
wenn du glaubst, du bist es nicht mehr wert
geliebt zu werden,
am wenigsten von dir selbst,
dann werde ich dein spiegel sein.
und dich lieben.

__________________
traumreisende

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strolch
???
Registriert: Jan 2004

Werke: 14
Kommentare: 539
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du

Liebe Silvi,
Du wei├čt, bin selten sprachlos - aber hier schon.
Es macht betroffen.
Ganz lieben Gru├č
Brigitte

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Wachenbergia
???
Registriert: Dec 2003

Werke: 0
Kommentare: 42
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Ein sch├Âner Text, f├╝r ein Gedicht jedoch ein wenig zu ausf├╝hrlich. Dem Leser wird, bis ins Detail ausformuliert, restlos alles auf dem Tablett serviert. Ich f├╝hle mich als Voyeur, der einen Brief liest, der nicht f├╝r meine Augen bestimmt ist.

Vorschlag: Mach dir doch mal die M├╝he, eine Strophe zu verknappen. Sicher wirst du feststellen, dass dieses "Einkochen" eine Reduzierung auf das Wesentliche mit sich bringt.

Insgesamt wirken die sehr zahlreich verwendeten Adjektive noch zus├Ątzlich wie eine Suppenkelle, die dem Leser die gew├╝nschte Stimmung einfl├Â├čt.
Sanfte L├╝gen, buntes Kleid, tapferes L├Ącheln, fratzenhaftes Grinsen (finde ich besonders - hm - ausgelutscht), steiniger UND dorniger Weg, wunde F├╝├če.

Ein sch├Âner Text, der durch eine ├ťberarbeitung ganz sicher gewinnt.

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strolch
???
Registriert: Jan 2004

Werke: 14
Kommentare: 539
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du

Silvi, hat sich beim Schreiben dieses Gedichtes auf einen sehr schmalen Grad begeben.
Ich denke, diese Adjektive sind nicht mit Suppenkelle verteilt ÔÇô nein sie sind sehr bewusst gesetzt. Es ist schon ein Unterschied, ob man hier von einer L├╝ge oder einer sanfte L├╝ge spricht.
Das bunte Kleid, ist f├╝r mich eine Metapher. Es geht um die Stimmung, der Schwerkranken, sie versucht anderen zu helfen, weil diese nicht wissen, wie sie mit ihr umgehen sollen.
L├Ącheln, ist was anderes, als tapferes L├Ącheln, denn ich l├Ąchele tapfer, wenn mir eigentlich gar nicht nach L├Ącheln ist. Sie versucht den anderen Mut zu machen.
Aber da ist jemand, sie sagt, ÔÇ×eh vergeude nicht deine Kraft damit, ich wei├č wie dir zu mute ist und das ist in Ordnung so. Ich bin auch f├╝r dich da, fange dich auf.
Ich werde dich halten, auch wenn du keine Kraft mehr hast f├╝r dich. Da werde ich dir meine Kraft geben.ÔÇť

Brigitte

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