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Leselupe.de > Ungereimtes
durch die zeit
Eingestellt am 20. 07. 2004 22:46


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Herzog
???
Registriert: Apr 2004

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durch die zeit


nichts bleibt wie es war -
doch jenseits meiner tage kette
erbitte ich noch manches jahr

nichts bleibt wie es ist -
und wenn ich einen wunsch frei hÀtte
dann den dass du mich nicht vergisst

nichts bleibt wie es wird -
doch wenn ich mich zur ruhe bette
bin ich vor unruh ganz verwirrt

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presque_rien
???
Registriert: Feb 2003

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Hallo Herzog,

zwei Sachen sind mir aufgefallen:

1.

quote:
und wenn ich einen wunsch frei hÀtte

Der Vers scheint vordergrĂŒndig ins Metrumschema zu passen, aber die Betonung legt sich beim Lesen automatisch auf das "frei" und dadurch gerĂ€t's aus den Fugen - das ist auffĂ€llig, weil du dich ja sonst an die Form hĂ€lst. Auch interpretatorisch kann man die UnregelmĂ€ĂŸigkeit nicht ganz erklĂ€ren, finde ich...

2.

quote:
nichts bleibt wie es wird -
doch wenn ich mich zur ruhe bette
bin ich vor unruh ganz verwirrt

Warum das "doch"? Beziehst du es auf den letzten Vers, also etwas: "obwohl ich mich eigentlich zur Ruhe bette, bin ich dennoch ganz vor Unruh verwirrt"? Beim Lesen bezieht man's automatisch auf den vorangehenden Vers - und aus dieser Perspektive macht fĂŒr mich eine Entgegensetzung keinen Sinn...

LG,
presque_rien

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Herzog
???
Registriert: Apr 2004

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Vielen Dank

fĂŒr deine Anmerkungen.

zu 1.: Nach der (durch den Gedankenstrich angedeuteten) Sprechpause lese ich den zweiten Vers mit der Hauptbetonung auf "Wunsch". (Allerdings ist "frei" wohl auch möglich.")

zu 2.: TatsĂ€chlich habe ich zwischen "und" und "doch" geschwankt... Ich habe mich fĂŒr "doch" entschieden, weil ich den Gegensatz zwischen der als allgemeingĂŒltig empfundenen Sentenz und der fortbestehenden Selbst-Erfahrung spĂŒrbar machen wollte. (Das lyrische Ich weiß zwar, alles fließt, aber diese Erkenntnis gibt ihm nicht die Gelassenheit, das Kommende ruhig abzuwarten...)

Freundlicher Gruß, Herzog

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presque_rien
???
Registriert: Feb 2003

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Hallo Herzog,

Na ja, wenn ich daran denke, dass alles sich verĂ€ndert und "nichts bleibt wie es wird" (<- ĂŒbrigens eine sehr gelungene Formulierung! :-)), dann bin ich auch ganz beunruhigt - da ist fĂŒr mich kein Gegensatz *lach*. Aber deine etwas "buddhistische" ErlĂ€uterung mach auch Sinn.

Deine Verse haben sich mir eingeprÀgt. Schönes Gedicht!

LG,
presque_rien

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