Diese Seite verwendet Cookies. Wenn Sie das nicht akzeptieren, müssen Sie Cookies in Ihrem Browser verbieten oder diese Seite verlassen.    OK  
 leselupe.de
Werbung
 Meine Leselupe

Mitglieder:   5439
Themen:   92266
Momentan online:
240 Gäste und 11 Mitglieder
Username:
Passwort:
Registrieren
Passwort vergessen?


Leselupe.de > Ungereimtes
ein tag
Eingestellt am 15. 08. 2011 17:26


Autor
Ein neues Thema veröffentlichen.     Antwort veröffentlichen.
Phiebi
Autorenanwärter
Registriert: Jul 2007

Werke: 60
Kommentare: 142
Die besten Werke
 
Email senden
Hier klicken, um Phiebi eine Online-Nachricht zu senden  Online-Nachricht
Profil

der tag verläuft sich
in der vegetierzelle
blickt
auf die blutlose leere

gedanken
hängen an verschimmelten wänden
hoffnungsschimmel
begleitet das blau der stille

__________________
Wir sind,was wir denken.Alles,was wir sind,entsteht aus unseren Gedanken.Mit unseren Gedanken formen wir die Welt.
Buddha

Version vom 15. 08. 2011 17:26

Bearbeiten/Löschen   ebook  Druckversion


ENachtigall
Foren-Redakteur
???

Registriert: Nov 2005

Werke: 209
Kommentare: 4053
Die besten Werke
 
Email senden
Hier klicken, um ENachtigall eine Online-Nachricht zu senden  Online-Nachricht
Profil

Hallo Phibie,

da ist Dir aber eine schöne Freudsche Fehlleistung gelungen:

der Hoffnungsschimmel sollte doch wohl ein Schimmer sein, oder?
__________________
Wer Spuren sucht, wird Wege finden.

Bearbeiten/Löschen    


ENachtigall
Foren-Redakteur
???

Registriert: Nov 2005

Werke: 209
Kommentare: 4053
Die besten Werke
 
Email senden
Hier klicken, um ENachtigall eine Online-Nachricht zu senden  Online-Nachricht
Profil

Liebe Phiebi,

das hätte ich nun nicht gedacht!

Doch zum Gedicht:

quote:
der tag verläuft sich
in der vegetierzelle

Tolles Bild! Da sehe ich eine Raubkatze im engen Gehege unzählige Schritte rastlos hin- und hertigernd einen Tag ohne richtigen Anfang, ohne echtes Ende lang seine ganze eingezwängte Energie "zu verlaufen". All das steckt in diesem begnadeteten Begriff der "vegetierzelle".

quote:
blickt
auf die blutlose leere

In der Grammatik des Gedichtes blickt hier "der Tag"; in meinem Kopfkino müsste hier das Wesen Subjekt sein. Da verliert sich das anfangs so stark gewordene Bild leider wieder.
(Vielleicht: dieser blick)

quote:
gedanken
hängen an verschimmelten wänden

Plastisch vorgestellt auch ein sehr beeindruckendes Bild. Die Gedanken als amorphe Substanzen, vielleicht als fadenscheinige Gewebsfetzen, die da kleben und langsam runterrutschen. Jetzt ist die Hauptfigur des Gedichtes eindeutig Mensch, in meinem Empfinden. Die Dynamik eine ganz andere. Konzentriertes Starren. Wie verbinde ich das mit der Bewegung der Eingangsszene?

quote:
hoffnungsschimmel
begleitet das blau der stille

Und hier stehe ich nun - sowohl mit dem Begriff "hoffnungsschimmel", als auch mit der abschließenden Aussage an sich - völlig neben mir. Scheitere an dem Versuch die Bilder zueinander zu bringen.

Vielleicht liegt es auch daran, dass mich der "sich verlaufende Tag in der vegetierzelle" auf eine völlig falsche Fährte gesetzt hat.

Schade, dass es sich nicht rundet, oder eckt, oder quadert. Es findet noch nicht Form; trotz wunderbarer Elemente.

Danke für die Anregung,

lieben Gruß,

Elke


__________________
Wer Spuren sucht, wird Wege finden.

Bearbeiten/Löschen    


2 ausgeblendete Kommentare sind nur für Mitglieder und nur mit eingeschaltetem Javascript erreichbar.
Zurück zu:  Ungereimtes Ein neues Thema veröffentlichen.     Antwort veröffentlichen.


Leselupe-Bücher



Amazon



Facebook


Werde Fan der Leselupe auf Facebook!