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Leselupe.de > Gereimtes
ein tag für rosen
Eingestellt am 06. 06. 2004 01:27


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Jongleur
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ein tag für rosen

es ging ein wecker, riss
den tag frei im kalender,
dass ich die rose fand
von dir, ihr roter kopf
hoch in der luft,
die haltung stramm.

das bessre vorbild mir:
ihr duft. ihr duft!

das rot wird trocken
dunkeln. länger als samt
auf einzelnen blättern
der zeit werden dornen
bleiben, die den stiel,
die den tag durchziehen.
 
 

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lapismont
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Hallo Jongleur,

wenn ich die Stimmung beschreiben soll, in der mich Dein Gedicht hinterlässt, müsste ich schon solche Konstrukte nehmen, wie pathetische Melancholie oder temporales Träumen.

Gerade in der Mittelstrophe möchte man mitrufen.
Ihr Duft!

Wie Du die vertrocknende Rose und den Kalender zusammenführst ist sehr beeindruckend, weil Du einfache und unerklärlicherweise perfekte Worte dafür findest.

Die stramme Haltung, der Duft und die Dornen weisen den Weg, warum der Text unter Liebe und Erotik zu findest ist.
Und obwohl die Rose ein so gequältes Blümlein ist, merkt man es hier gar nicht und darum schließe ich auch ganz voll Jubel:
wunderschön!

cu
lap


__________________
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Stoffel
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Hallo,

stimmt, die Rosen dunkeln, wenn sie trocknen. Mir gefällt hier "die Zeit", die Vergänglichkeit damit.
Einzig weiß ich nicht wegen den zweimal "die den", also das zweite, "die den Tag"..
aber es ist als Art Bekräftigung, oder Art "Erklärung" gedacht, denke ich.
Somit wäre der Stil..der Tag?

Wirklich Klasse der Text.

lG
Stoffel

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Jongleur
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Schon mal ein schnelles Danke!

Hallo,
an alle stillen und aktiven LeserInnen und Kommentierer und Bewerter: schon mal ganz herzlichen Dank fürs Lesen und Antworten!
Melde mich später noch mal.
Schönen Gruß
Jongleur

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Jongleur
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Rosen

Hi Lapis,
ja, das finde ich schön gesagt:
wie pathetische Melancholie oder temporales Träumen.
- Es ist doch auch das, was diese irre langen stolzen Rosen, einzeln und wirkungsvoll überreicht und ins Glas gestellt, ausstrahlen. Auch ausstrahlen. Schönheit, Perfektion, Zartheit, Anmut, Weichheit, Duft ... und Vergänglichkeit. Wie Du es verstanden hast, war es gewollt: das Kalenderblatt abreißen - den Tag frei gerissen - Risse in der Zeit, im Leben ... Vergänglichkeit.
   Und nix gegen Margeriten, Ringelblumen, Glockenblumen, Brennende Liebe und anderes aus dem Bauerngarten, die tragen wieder eine andere Anmut, eine ... Ehrlichkeit, eine direkte Annäherung, gehen einem gleich ins poemverschmähte Herz ein!

Stoffel, dies Dunklerwerden der Blütenblätter, dann der trockene Blütenkopf, auch die grünen Blätter kräuseln sich, werden gelb, manchmal rieselt eines herunter, liegt auf dem Tisch - Symbol für Vergänglichkeit. Freut mich, dass es Dich angesprochen hat.

Einzig weiß ich nicht wegen den zweimal "die den", also das zweite, "die den Tag"..
aber es ist als Art Bekräftigung, oder Art "Erklärung" gedacht, denke ich.
Somit wäre der Stil..der Tag?


Es soll eine Aufzählung sein, die durch durch den beide Male davorgesetzten Artikel "die" betont wird, sinngemäß also
länger als samt / auf einzelnen blättern / der zeit werden dornen / bleiben, die den stiel durchziehen genau so wie den [meinen] tag.

Grüße, ist jetzt eher Nachtkerzen- als Rosenzeit,

Jongleur

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Stoffel
gesperrt
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Hallo,

ich denke mal, ich habe das schon richtig verstanden, gesehen....
Nach diesem Gedicht habe ich eine wirklich wunderschöne Rose zum Trocknen auf den Tisch gelegt. Ich müsste sie fotografieren, sie passt absolut zu diesem Text.

Die Wiederholungen hatten mich nicht gestört,ich hinterfragte nur noch mal.

lG
Stoffel

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