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Leselupe.de > Gereimtes
ein weilchen
Eingestellt am 22. 08. 2017 16:51


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Mondnein
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    ein weilchen


wenn sekunden dich hetzen
    schwebe durch die stunden
wolln die hunde dich fetzen
    kreise weite runden

die gestundeten leben
    wunder wunder leiber
laß in zeitlupe schweben
    loop den sklaventreiber

hy hyĂ€nen laß lachen
    kaum der falschen trĂ€nen
zu erwĂ€hnen – der drachen
    hoch not peinlich stöhnen

solln sie höhnen der schönen
    bangen weinen wĂ€hnen
sich gewöhnen sich dehnen
    langen weilen gĂ€hnen!



__________________
sato bandhum asati nir avindan
hridi pratishya kavayo manisha

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Ralf Langer
Routinierter Autor
Registriert: Sep 2009

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Hallo Mondnein,
das gefĂ€llt mir sehr. Die Worte,ihre Bedeutung und das liedhafte des laut gesprochenen Gedichtes schmiegen sich sozusagen “formidabel“ aneinander.
So bekommte das Weilchen klanglich und sinnlich zur Entfaltung.

Besonders gut gelöst in der ersten Strophe wo sich hetzten und fetzen sozusagen klanglich zusammenbeissen und so die beiden anderen Endungen kontrapunktieren.

Daumen hoch
LG
Ralf
__________________
RL

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Mondnein
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Dankeschön, Ralf,

fĂŒr Deinen Kommentar. Du siehst den Wechsel von hinauf-treibenden AnapĂ€sten und hinab-fallenden TrochĂ€en. Letztere Verse setzen ihren Endreim schließlich durch.

In meiner Sicht (aber natĂŒrlich sind andere möglich) ist die Gegensetzung des Schnellen und Langsamen (fast) wertungsfrei, es ist also nicht notwendigerweise das alte Lied von der Entschleunigung, sondern einfach der Wechsel zwischen beiden Geschwindigkeiten, wo das langsame Tempo ja in gĂ€hnender Langeweile auszuatmen scheint und der Satz mit dem Binnenhaufenreim aufgeblĂ€ht wird - bis zur Auflösung der Syntax.

grusz, hansz


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