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Leselupe.de > Ungereimtes
elegie
Eingestellt am 22. 06. 2008 18:15


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nisavi
Routinierter Autor
Registriert: Feb 2006

Werke: 105
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eine tür steht offen,
der duft von pfingstrosen
wächst ins haus.

sie liegen beieinander
wie ganz alte kinder.

still und erfahren.
erstaunt.
scheu. als hätten sie alles vergessen.

da taucht sie die hand in den sandfluss.

an den ufern gehen sonnen auf.
es wird gesät.
ein tor wird geschossen
und erdöl ist knapp.

er streift schultern, sanft,
so wie ein falter den sommer berührt und vergeht.
er flügelt die brust und den schoß.

morgen, hofft er.
(die pfingstrosen wachsen ins haus.)

aber sie weiß, wenn man einen verirrten vogel behutsam ins freie entlässt, ist es abend.

wie es dunkelt, wenn man den gedanken an regennassen großstadtasphalt erträgt.


an den ufern gehen sonnen unter.
es wird geerntet,
gibt sieger, verlierer.
und erdöl wird knapp.

sie liegen beieinander
wie ganz alte kinder.

still und erfahren.
erstaunt.
und scheu. als hätten sie alles vergessen.





__________________
On a poet's lips I slept.
(P.B.Shelley)

Version vom 22. 06. 2008 18:15
Version vom 22. 06. 2008 18:31
Version vom 26. 06. 2008 19:38

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Karl Feldkamp
Routinierter Autor
Registriert: Aug 2006

Werke: 850
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Hallo nisavi,
dieses Gedicht geht auf eine zärtliche Art unter die Haut.
Wunderschön. Auch die Wiederholungen erhöhen die Eindringlichkeit. Nur eine Wiederholung finde ich überflüssig:
"wie es abend ist" zu Beginn von Strophe 9. Ich würde es einfach streichen. Beim "entlässst" ist übrigens ein "s" zu viel.
Herzliche Grüße
Karl
__________________
Bei jedem Irrtum hat die Wahrheit eine neue Chance.

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