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Leselupe.de > Horror und Psycho
entdecke deinen horror
Eingestellt am 09. 06. 2002 13:48


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margot
???
Registriert: Mar 2002

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entdecke deinen horror

der horror wurde entdeckt
als man durch das mikroskop in die winzigkeiten
der materie blicken konnte
der horror kam, als man mit teleskopen den
weltraum
ins wohnzimmer projezierte
der horror zeigt sein wundersch├Ânes gesicht
und fasziniert den neugierigen
menschen
der horror steckt im detail
sowie in der unermesslichen weite
gott war bisher der ad├Ąquate korken f├╝r den
flaschengeist
des horrors schlechthin
inzwischen entweicht schier endlos
der losgelassene gedanke des blo├čen erschauens
der welt
wir sehen ein horrorgem├Ąlde
es entsteht immer wirklicher vor dem auge
der erkennenden kreatur
wir sind frankensteins gesch├Âpfe
auf dem weg, unserer eigenen monstr├Âsen natur
gewahr zu werden
wir werden es nicht vermeiden k├Ânnen
dass wir unser gespensterdasein
erblicken werden
auf diesem planeten
der horror wird sich langsam einen weg in
unser bewu├čtsein bahnen
manche zeitgenossen werden in ihrem
erschauern zu salzs├Ąulen erstarren
andere werden rasend vor wut, ihre br├╝der
und schwestern meucheln
ich spreche von dem horror in unseren herzen
pur
wir sind bereits mittendrin

und ich verspreche
der horror erwischt auch euch

__________________
schlagt mich bitte nicht tot. ich bin kitzlig.

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fonofil
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kleine Frage...

... wir erblicken ein Horrorgem├Ąlde, entdecken unsere Monstr├Âsit├Ąt, sehr sinnlich (im Sinne von: mit den Sinnen erfass-, wahrnehmbar) geschrieben. Geht es Wahrnehmung unserer eigenen grausamen Seelen, die dann nur noch Geister sind, unf├Ąhig dem Horror zu entweichen?

Da f├Ąllt mir B. Russell ein, der gesagt haben soll:
"the key to hapiness is to face the fact that the world is horrible, horrible, horrible."

Oder kann/darf man nicht mehr gl├╝cklich sein, wenn die Welt offensichtlich (wahrnehmbar/sichtbar) schlecht ist?

Oder liegt im Akt des Erkennens der Horror, und man verschlie├čt lieber seine Augen vor der sog. "Wirklichkeit"?

Aber ist es nicht gerade dieses Erkennen, dass den Horror sichtbar also auch greifbar macht, folglich angreifbar macht?

Ich denke, dass mehr Horror durch Unkenntnis verursacht wird, und wenn der Mensch lernen w├╝rde, seinen Verstand so zu gebrauchen, wie er zu gebrauchen ist, dann kann er durch seine Erkenntnis die Welt ver├Ąndern. Oder zumindest seine Welt.

liebe Gr├╝├če

f.
__________________
Where is my mind?
-Pixies-

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margot
???
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jeden morgen begr├╝├če ich meinen horror mit einem grinsen im spiegel

der horror bedingt erst das sahneh├Ąubchen
menschlicher gl├╝ckseligkeit. wir leben wand an wand
mit dem unsichtbaren monster in der nachbarwohnung
unserer seele. wenn wir verr├╝ckt werden, haben
wir die wand durchbrochen. im normalfall bleibt
die trennung bestehen, und nur die ahnung von der
dunklen seite unseres wesens kitzelt uns.
(dr. jeckyll and mr. hyde) das zimmer des horrors
hat im 21. jahrhundert ├╝berdimensionale ausma├če
gewonnen, so da├č alle guten w├╝nsche nach frieden
und liebe nur noch auf kinoleinw├Ąnden vorgetr├Ąumt
werden. das monster sitzt dir bereits im nacken.
an einem tag wie jeden anderen wird es dich erwischen
...
gru├č
margot

(ps: eigentlich wollte ich ein echtes horrorgedicht
schreiben.)
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schlagt mich bitte nicht tot. ich bin kitzlig.

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fonofil
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hihi...

... das grinsende Gesicht morgens habe ich ├╝brigens auch in Betracht gezogen...
Jetzt bin ich ausges├Âhnt mit deinem Gedicht: Die Introspektion als Gefahr den Verstand zu verlieren!
Wie Pandoras B├╝chse, die man nicht ├Âffnen darf, und die gerade dadurch dazu verleitet es doch zu tun.

Oder klassisch: Sich einen Horrorfilm anschauen, bei den schlimmen Szenen sich kreischend die H├Ąnde vor's Gesicht schlagen, und dann doch durch die Finger spinzen...

Ich glaube, der Horror hat mich schon...

f.
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margot
???
Registriert: Mar 2002

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wer dabei noch lachen kann, ist im falschen film

das war eine sch├Âne antwort. sehr geistreich finde
ich das bild des kinobesuchers. wie recht du hast.
die abgr├╝nde des horrors wirken anziehend auf uns.
es ist ein wahrer kitzel. wenn - allerdings der
horror uns selbst erwischt, ich meine, echt erwischt.
ich meine, wenn du auf den bahnschienen angekettet
liegst und das pfeifen des zuges h├Ârst. die schienen
unter dir beginnen zu vibrieren, du im letzten moment
alle muskeln anspannst. deine gliedma├čen sind wund-
gescheuert. die fratze des todes kommt mit 100 sachen
und tausenden tonnen dahergebrettert.

ich w├╝rde sagen - das war`s dann.

seit ich nicht nur mein ├Ąu├čeres gesicht im spiegel
erkenne, brauche ich keine horrorfilme mehr.

monsterm├Ą├čige gr├╝├če
margot
__________________
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