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Leselupe.de > Tagebuch - Diary
fRagen ODER wie lüge ich wahrHaft ff
Eingestellt am 26. 07. 2008 17:36


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noel
???
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fRagen ODER wie lüge ich wahrHaft ein MÄRCHEN


ich entstamme einer großfamilie.
mein vater entsorgte zivilisationsrestgüter, in orangener gaderobe.
was mir im gedächtnis, oder in der nase geblieben ist, ist der duft, der ihn umschwebte.
im zuge seiner aufgabe, verhob er sich eines tages.
stell dir vor, an einem geflügelteil; besser, auf der jagd nach dem angenagten rest.
in seiner grenzenlosen gier, versuchte er das stück fleisch zu erreichen.
da es sich aber auf einem berg von ähnlichem unrat befand, musste er erst diverse delikatessen & gewichtige restguEter abtragen.
seine gier diktierte den takt. seine gier war maßlos & maßlos unterschätzte er das gewicht der hindernisse. man musste ihn auf einer bahre (aber er hatte den verflixten schlegel in seiner hand) wegbringen.
die deutschen degenerationsüberbleibsel auf halde zu bringen, war ihm infolge nicht mehr vergönnt.
erwerbsgemindert.
unser 7 menschhaushalt hatte noch weniger geld, dafür einen grimmigen gesellen tagein&aus.

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das reisen begann ich mit 18 jahren.
als ich das erste mal das meer (über die dünen hinweg) erblicken konnte. zwang ich meinen freund anzuhalten. barfuß rannte ich in die richtung der spiegelung & verbrannte mir die fußsohlen aufs spürbarste.
fortan war ich mehr fort, denn da.
meine mutter machte mir ein großes schild: i.u.
zwei buchstaben, in der all ihre wut gelblich diktion fand.
mein auszug wurde programm & musste auch nicht mehr lang auf sich warten lassen.

ein exportgut meiner reisen ist mein harem.
zumindest die übernahme in unseren kulturellen raum, habe ich der annektion der afrikanisch-muslimischen verhältnisse zu verdanken.
zu dem hat mein orangegewandeter erzeuger seinen teil dazu beigetragen, dass ich mehr vertrauen zur weiblichen seite der wesen hege. ich habe einfach ein problem mit autoritäten, wenn sie ins despotische abrutschen.
aber im vertrauen, das ist natürlich schwachfug. meine mutter hatte es auch schwer mit mir. & ich mit ihr. ich sollte mal reflektieren, ob gemäß meiner geschichte nicht ein asexuelles leben die rEchte lebensWeise darstelle.

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ok, das war nicht wahr. aber ich komme veramente aus einem 7-kreaturenhaushalt.
ich habe meine jüngeren geschwister früher gequält.
mit geschichten gequält.
stundenlang fabulierte ich aus dem stegreif & da sie jünger sind, waren sie mir unausweichlich ausgeliefert.
ich legte sie manchmal an die hundeleine, damit sie mir nicht entwischen konnten.
als meine mutter mit unserer töhle gassi gehen wollte, fand dieses vergehen ein jähes ende.



aber zu deiner frage… des kopfes, des nachdenkens.
warum wir einen kopf haben, du meinst dieses graumassige gewebe…
man sagt es wurde uns gegeben, um den verstand als regent
gegen die tierischen triebe zu setzen.
zu setzen gegen den fluss, dieses muss des leben eben.

grenzen, grenzen bedarf mensch, aber wenn sie nicht nur grund
_sätzlich, sondern PRINZipiell wErden, ist ein sterben das werden.

ich rege lieber an & das zur gänze... sinn
_haft bin ich eher gestrickt

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von was ich träume wenn ich deinen weg
_rand säume?
wort & brot
_los ist ES,
ein lassen
des erfassens mit verstand;
ES ist
nicht meine hand,
die dich berühren soll;
meine augen - meine augen -
sollen verstand dir rauben.
denn der worte klang
mAcht so schnell,
zu schnell nUr bang,
ist allgemeines sein,
ist huld dem schein,
denn verstand ist band, ist gemein
_schaftliches nivellistentum, das dich,
das ich… das niemals nicht den einzelnen
noch atmen lässt.
von was ich träume wenn ich deinen weg
_rand säume?
wort & brot
_los ist ES,
ein lassen
des erfassens mit verstand;

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gewissen, klar habe ich… jedeR hat eines.
es sitzt zwichen den ohren.
die größe hängt ab, von den in unschuld aufgenommenen „müsstest“.
meines ist groß.
meines ist preußisch blau.
ich mag diese farbe nicht.

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merkwürdig von dir nach der position gefragt zu werden.
*justpractisice
jaja, ich komm schon wieder runter.
sandwich , das sandwich-kind.
zwei - an jahren - ältere brüder.
zwei jüngere schwestern.
psychologen meinen, dass diese kinder aggressiver
& eigenwilliger in sozialen kontakten sind.
ich gedenke nichts abzustreiten.
der grund liegt aber nicht daran (begründung der seelenspengler), dass ich meine eltern
nie für mich alleine hatte.
ganz im gegenteil, als ich sah wie mein vater mit meinen brüdern mathe paukte, wusste ich, dass zu viel aufmerksamkeit nicht das war, was ich wollte.
in mir wiederholte sich der satz: mit mir übt der nie.
aber seelenspengler sind genauso treffsicher wie astrologen


--------------------


mir flog zu schnell, zu viel zu.
gleichaltrige ließen mich nach kurzer zeit - übereilt fliehen.
ihre schwäche war aus
_weichEnd, suchten sie doch schwächere, um sich zu erhöhen.
hecheln war & ist mir ein graus.
auch die freunde meiner brüder waren – lebensälter - ansonsten von gleicher tendenz,
doch verschlagener.
mir blieb die küche, der ort, der hort an denen sich die mütter beGEGnEteN.
es waren erwachsene & sie mussten den schlüssel des miteinander in all den jahren erfahren haben.
ich kringelte mich in irgendwens schoss & war zu
_versichtlich, doch auch hier war das gebot der angst & schwäche, des macht habens ob all der ohnmacht, die regel.
schwäche, nicht quellender born war trieb
_feder ihrer dreist-feisten unfreundlichkeiten.
ich war am ende & am beginn meines ziels.
ich musste schreiben, damit das treiben, damit dies unbewusste macht einverleiben, dies halten von nichtigkeiten nicht mehr ziel war.

die schule schien ziel.
wissen bewegung.
aber leider wurde ich – krankheitsbedingt – zu den späteinschulern gesellt.
es rächte sich, denn schon nach der ersten klasse, sollte ich die zweite überspringen.
sollte, denn mütterliche nein’s waren ausschlag
-gebend & ich wartete weiter mit der sesamstrasse – hungrig & begierig – der erkenntnis.

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es war wohl meine phantasie die stil
_blüten trieb & mich vor der vollendeten langweile retten konnte. meine phantasie, die skurrile welten entstehen ließ. meine phantasie, die mit worten spielte.
die mich reimleiernd - stunden lang - dem raum entführte. meine phantasie, die länder erfand, die vollkommen unbekannt… die es nicht gab & nie geben würde. ich nahm die worte beim wort.

psychodottoren unterstellen positive effekte beim vorhandensein von älteren geschwistern.
diese aussagen mögen bei genormten, verformten & über
_haupt, den durschnitts kindern zutreffen, aber ich fühlte mich in den pauschalgebieten nie wohl. alleine die vorstellung eines durchgeschnitten kindes, dass einem regenwurm gleich fortlebt, konnte mich an dieser these erheitern. merkwürdige fortbewegungskonstellationen traten vor mein inneres auge. es fragte sich nur, in welcher richtung das scharfe messer der wissenschaft das kind für seine thesen zu recht stutze? alle varianten zeugten mir einen stummen lachanfall.
ich war das „warum“ kind, das ewig fragende, das alle plagende. aber auch das was sich versenkte, tagelang nicht sprach & das an sich gegebene wort nicht brach.
stille schluckte mich, bücher bargen mich & hirnverbrannte basteleien konnten mich aus dem sinnlosen worten der nivellierten befreien.

natürlich nicht. wo denkst du hin? natürlich konnte ich das – in diesem alter – nicht mit solch sinnschwangeren worten belegen, aber wenn ich an diesen orten zu lange verweilte, ereilte mich eine ausgesprochene leere. eine solch hohle schwere, dass ich mich entzog.


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das entziehen wurde leiden
_schaft, in eigenen räumen zu träumen war mein weg weg.
ich las, las & las.
als in der bibliothek kein buch mehr war, dass ich noch nicht gelesen hatte, verspürte ich schmerz.
körperlichen schmerz & inwärts zog sich alles zusammen.
ich stand stad & doch lief mein hirn amok.
ecke um ecke, um immer wieder auf leere hände zu stieren.

es gab noch dieses heiligtum.
den großen, alten schrank meines großpapas.
er hatte ein so tiefes braun. ich mochte ihn nicht.
wuchtig & unfroh schien er mir.
aber seine inhalt, ließ phantastische vielfalt in mir entstehen.
nicht zuletzt, weil ein unausgesprochenes gesetz, die antastung untersagte.
nicht, dass ich es nicht wagte, aber ich fragte nicht.
unausgesprochenes war die möglichkeit der unmöglichkeit.
er hatte eine große, zwei mittlere, zwei kleine türen & drei schubladen.
die große & die mittlere türen bargen bücher.
die kleinen photoalben, postkarten.
& in den laden waren kameras, eine studiolampe, ein stativ, ein diabetrachter & eben dias, dias, dias.
die klickediklacks, die man mit den kameras, mit all den rädchen & hebeln zeugen konnten waren faszinierend.
der diabetrachter, elfenbeinfarbend, lief unter meinen fingern heiß.
wallace, christi, readers digest bände, platon, nietzsche, alles durchschmökerte ich.
& überRaschenderWeise ließ man mich meist geWähren. ruhe war heiliger.

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wenn 7 personen in 2 zimmer-küche-bad hausen & wenn kinder mit energie & den dazugehörigen flausen, sich entfalten, dann ist das chaos programm.
meine mutter war tagein&aus im kampf mit uns, dem fünfgestirn & wenn der mond schräg ins zimmer leuchtete & alle entwachsenen sich mittels hupe & gaspedal luft verschafften, war sie des wahnsinns nah. denn fünf früchtchen waren sich der wirkung nicht bewusst, geschweige den einer lunaren ursache.
shit happens.
natürlich
konnte es auch an der hitze,
dem eisregen gestern,
den vergrippten doppelschießergerippten menschen aus der nummer 15a,
an dem hund, der vor unseren hauseingang schiss.
an dem penetrant arroganten nachbarn,
an der frau, der … dem.. an, sie verstehen schon.
doch wer der wirkung nicht bewusst, der hat nicht lust, an schmerz & frust.
der suhlt sich nicht, an dem was moral, was jüngstes gericht, als sünde sich erdacht.
sag an, was hat es uns auch durch die jahrzehnte gebracht? denn dem scheint das leben eben wie es ist... der nicht mit masken sich zu schürzen sucht, der unbewusst nUr mancher lust folgt.

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ich hatte nicht nur ein faible für worte. auch zahlen hatten es mir angetan.
wenn der unmut meiner mutter sich raum verschaftte, zählte ich die zeit ab.
ich schlüpfte hinter den schrank & zählte.
zählte… rhythmisch, um der worte bar zu werden.
es war ein leichtes & zu meist reichte es, dass ich bis 100, 200 zählte.
dann war die atmosphäre abgekühlt.
aber an manchen tagen, die wie eine seelenplage für jedweden waren, fand das zählen kein ende,.. wie behände ich die zahlen auch berief, das rumoren war lauter & währte länger als die zahlen mich der stimm‘ & qualen entheben machen konnten.

vieles veränderte sich & doch war es ein merkwürdiger moment, als der raum vom schrank zur wand, mich nicht mehr bergen konnte.
doch ich fand einen neuen schutz
& trutz, um die zeit abzuzählen.
ich schlüpfte unters bett. die spielkartons schob ich vor mich. es war dunkler, matter, doch es barg mich aus dem raum.

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zahlen dienten nicht nur um die zeit zu beraumen. sie gaben rhythmus.
bewegungen untermalte ich in zahlen. sie folgten ihrem takt. wenn ich treppabstieg, zählte ich absatz für absatz die stufen.
war ich wütend begann ich innerlich zu zählen 21, 22, 23… atmete tief ein, um von neuem zu repetieren, atem zu holen…
ich bildete aus zahlen die quersumme & wenn die zahl mir ein gutes gefühl gab, hatte ich es auch.
so flüchtete ich lange zeit vor fünfen, auch die drei, die neun waren mir suspekt, waren mir zu fix & fertig. ich baute lieber auf ruinen, auf ungeschminkte minen, als die perfekten endlichkeiten, die mich in meinen weiten beschnitten.


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wer unsere familie kennt, weiß um unser temperament.
pina - die pizzabäckerin - fasste es in einem satz: „ihr seid schlimmer als zehn sizilianische familien.“
als palermitanerin, musste sie wissen, was sie sprach.
doch es gab begebenheiten, die es eher als ein untertreiben erscheinen ließ.

mein vater war ein ausnehmend guter autofahrer…

es war sommer. es war heiß. rush hour.
man kroch im stopp & go in der karosseriekolonne - ohne wonne - den ring nach oben.
hinter uns fuhr ein mann.
folgte man seinen blicken, seiner winkenden hand, fand man eine frau auf dem fußsteig, die ebenfalls winkte & versuchte seiner fahrt zu fuß zu folgen.
ihr busen bebte & wippte bedächtig, wenn ihr schmächtiger körper versuchte, schritt zu halten.
seine augen hingen mehr an ihr, denn an der straße & als eine grüne ampelphase das gasgeben zuließ…

es stimmt einfach, männer sind nicht multi-tasking-fähig.

der aufprall war nicht heftig, doch unüberspürbar. ich flog leicht gegen den vordersitz.
blitzschnell wendete sich meine mutter mir zu, nahm die türe in die hand & stand vor dem verblüfften verursacher. ihre stimme capriolierte & ich kapierte die brisanz.
sein mund schnappte auf, doch bevor ich seine worte zu ohr bekommen konnte, hatte meine mutter mit einem rechtsausleger seine wange fünffingrig geflammt. verdammt, das sah schmerzhaft aus, doch schon folgte die linke…

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klar bin ich extrem
empfindlich. sei froh,
dass du mich nicht von kindes beinen an kanntest.
es gab tage, an denen die frage - hast du hunger?- ein ja im mir zeugte, an denen ich aber schnell bereute, auch nur einen happen meinen mund zuzuführen.
also zelebrierte ich die tage mit einem spiel.
das „wer-errät-die-verpackung-spiel“.
es war ein unfaires spiel, denn bevor es begonnen, war klar, dass ich die siegerin war.
papier, pappe, plastik, dose & mischumhüllungen, mein mund tat kund, was meine zunge vernahm.
ich teilte meinen sieg mit niemanden, denn niemand & ich spielten dieses spiel.
mein gegner war die seife, die mir hinterhands ihre benzolverbindungen in die nase steigen ließ.
ich empfand es als fähigkeit & war bereit, mich unter beweis zu stellen.
nur schien die euphorie, dem fokus meiner bedeutungsperspektive, bzw. geruchsperspektive zu entspringen.
aber auch schimmel & ranz konnte ich schmecken, bevor man sie entdecken konnte.
& so nahte am tage X, meine große stunde.
zuerst belächelt man, was meinen munde entfuhr.
sah man, schmeckte man doch nicht die leiseste spur. aber tagsdrauf, oder 48 volle schläge später, musste man gestehen, dass man es sehen kann.
ich wurde zum zertifizierten vorkoster des clans.
eine ehre, dessen schwere mir wohl & bewusst war.

meine nase stand meinem gaumen in nichts nach. sie war ein sensibler geruchsmelder.

ich erinnere mich, dass ich meine mutter roch, bevor ich sie sah… zumindest war mir olfaktorisch klar, sie war da (gewesen).
auch augen & tastsinn & überhaupt, die empfindlichkeit meiner haut. alles war hypersensibel.
wenn du dir das vorstellen magst.
nein, sei nicht so zaghaft!
stell dir ein spargeltarzan vor, der mit gerümpfter nase durch die gänge zappelte & unter blitzenden augen beständig brabbelte: „warum?“.


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ich schlüpfte über ihre lippen, zähmte ihre zungen.
ich wollte an den punkt, dem die wortakrobaten ihre laute verdankten, an dem geist & seele krankten, an dem nivelliert, stilisiert & nunmehr hüllenhafte heroen sich aus dem nichts, für nichts pulverisierten.
dabei geschah es, dass mir die worte abhanden kamen.
ich verdrehte sie auch & im gebrauch ward mir nicht mehr gewahr, welches der worte nun das richtige war.
ob staubsauger, oder saugstauber… der klang war mir einerlei.
andela, daniela… wer wusste schon was & wie der wahrhaft ton, welches wort das rEchte sei. ich fühlte mich gut, fühlte mich frei genug, meine kompositionen gegen den hohn zu behaupten.
alleine
ihre gesten gaben mir ahnung, ihre augen annäherung. doch im widerspruch ihrer ausdrucksweise, fand ich nicht, die schneise durch den dickicht.

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wenn keine musik lief, zu der wir tanzten, hatten wir ein lied auf den lippen.
die klänge der gesänge ließen fließen - auch bei noch so unerquicklichen verrichtungen.

wenn sich sonntags teller türmten & das spülen über stunden sich zog, waren es die lieder, die mich immer wieder -gerne- den gläsern, den tassen & den karaffen nähern machten.
es war das unbedachte, dass das putzen einfach passieren ließ. unter lippenliedern gab's kein für & wider, gab's nur ein gleiten in weiten der töne.

____________________


ich erinnere mich an einen schwarzweiß streifen. ein film über abraham lincoln.

faszinierend. eine szene ist mir besonders in aug & ohr geblieben. man sieht ihn, besser seine rückfront. sitzend auf einem stuhl am geöffenten fenster, die füße liegen auf dem sims.

eine person im raum, auch nur rücklings zu sehen, redet auf ihn ein.

widerliche worte, worte der sorte, die nur zum machterhalt gedacht.
worte die angst verwoben & verlogen waren.
& lincoln sagt einfach
nichts,
nichts entgegnete er dem nichts. nur der klang eines instrumentes, schallt im raum.

ich wäre am liebsten in den fernseher gekrochen, um zu sehen, zu verstehen, wie, durch was die laute gezeugt wurden. aber der kameramann dachte gar nicht daran, das geheimnis zu lüften.

tage später kam ein freund meines bruders. seinen namen habe ich vergessen. nicht aber die unsägliche freude als er ein instrument hervor
_zauberte, das genau diese klänge zeugte.

___________

ich hatte auch - kurzzeitig - ein anderes instrument.
ein pfarrer verkaufte meiner mutter seine gitarre, damit -"gott bewahre"-
die kleine ihr musikalisches talent zu tage fördern konnte.
die saiten waren aus stahl & der schmerz war...
doch des herren herr hatte den hohn, den schmerz als gottes lohn zu bezeichnen.

es passte zu meinem, seit kindesbeinen an, gestörten verhältnis zu pfarrern…

ich war ein braves, ruhiges - he hör auf zu grinsen! seh es als beweis der wandlungsfähigkeit von menschen an - schüchternes kind.
am tage meiner taufe, war ich still & brav, im kirchenraum, schien ich meinem eigenem traum verwoben zu sein...
doch als mich der pfarrer in seine hände nahm, legte ich alle scham ab & schrie, als habe mich der leibhaftige berührt.
& erst als er mich wieder in die obhut meiner eltern gab, erstarb mein gekreisch.

wie fein meine sinne - schon damals - waren, durfte ich jahre später erfahren.

derselbe gottesmann wollte mich kommunizieren, mir manieren diktieren. mich der taufgnade (die mir schon damals nur ein lauthals schrei entlockte) überantworten.
sein unterricht war langweilig, moralinsauer & voller sinnschwangerkeiten, die mich immer wieder dazu verleiten konnten, faxen zu machen.
ihm gereichte es schon, dass ich als mädchen nicht überschlagener beine sittsam saß.
er sah mich & spürte dornen... vielleicht erinnerte er sich des schreis? doch sei's drum. in einer dieser zum gähnen guten unterrichte, stellte er mich bloß. vor all den schafen, den braven.
er fragte nicht, er sagte mir nur ins gesicht, dass ich lüge & betrüge.
das bild im heft sei nicht von mir & solches vorzugeben sei nicht frei von frevel.
fürwahr, es war wahr; doch lag es nicht in meiner macht.
meine mutter hatte meine krokeleien ausradiert & mit schnellen strichen perfekt verdeckt, was vorher von mir - in ungeduldiger manier - zeichnung fand.
er hatte recht, doch recht wäre es gewesen, wenn er es mir allein gesagt, wenn er hinterfragt hätte...

der firmung blieb ich fern.
meine brüder & ihre suche nach sünden, die sie in der beichte verkünden konnten & all das dargelegte erlebte, ließen mich den segen den seinigen überlassen & mich mit anderem befassen

___________

ich mochte als kind keine pilze, alleine das sammeln, das suchen & finden war von reiz.
ich aß sie dennoch.
gab es nicht immer die möglichkeit einen giftigen gesammelt zu haben?
ein verbleiben ohne die beiden, ohne meine eltern, war meine vorstellung von hölle.




ich erinnere mich an einen verregneten sonntag. es war pilzezeit & wir gingen ungeacht des regens in den wald.
ein laub- & nadelwald, der schiefer gedeckt, im regen manch falle perfekt verschleierte.
man eierte manch mal ganz nah gen boden, besonders wenn nässe das ihrige dazu beisteuerte.
an diesem regentag war nur meiner mutter so recht nach pilzesuchen zumute.
es war neblig, kalt & der wald war wenig
heimelig.

wir kletterten die steilen hänge hinauf & im lauf der zeit, war es soweit ganz in ordnung.
doch als wolle der wald den missmut unterstützen, war alles was wir fanden spinnen, käfer & pfützen.
dessen ungeachtet war meine mutter weiter zuversichtlich & so kletterten wir weiter auf glitschigen pfaden.


es ging alles so schnell... ich sah wie ihr rechter arm gen himmel schnellte & sie laut gellte. schon lag sie auf dem rücken.
das lachen was mir entfuhr, war ihr nicht mehr entzücken als der fall. aber es rüttelte & schüttelte mich ohne unterlass. dieser fall ins nass, die komik der situation... es war mir nicht vergönnt mich zu beherrschen.

_______________________-

eine großfamilie fordert formale normen & ordert ihre wiederholungen.
samstag, aldigroßkampftag.
samstag, der dose auf & dreimal umrühr tag.
wenn wir mit zwei, bis an den rand gefüllten, wagen zur kasse rollten, konnte man sehen, wie sich die anderen trollten, um schneller zu sein.
samstag, der serbische bohnen-, linsen-, erbsensuppen-.
erbsensuppentag.
meine kleine schwester hasste diese "grüne perlen".
sie reihte den speck auf den rand, doch nachdem durch meine, oder mutters hand, der speck enteignung fand, begann sie das zum scheitern verurteilte unterfangen, die erbsen aufzureihen, um an den speck zu gelangen.
samstag der suppentag, machte uns alle malad.

________________

naja klar, gibt es viel zu berichten… zu erdichten *grins.
bei vier geschwistern.

der älteste, mit nur einem ohr zur welt gebracht, schwebte zwischen umhüttelt umtüttelt & der die tracht prügel als erster ab & bekam.
eine wild widersprüchliche konstellation, die zu variationen an tragikkomödien führen sollte.

nennen wir ihn m.
m. konnte fliegen im flug fangen & wenn sie benommen, ihm nicht mehr entkommen konnten, riss er ihnen die flügel aus.
mir war es ein graus.
er aber platzierte sie auf der fensterbank & lächelte debil & krank, wenn sie hüpften, bei dem versuch doch noch zu entschweben.

ich erinnere mich an zahllose stunden, an denen ich mit ihm runden um den block drehte & er unsicher seine zweifel, seine wankenden gedanken darlegte & sie von einer minute auf die andere wegfegte. er tat mir irgendwie immer leid, denn er schien gegen nichts, geschweige denn gegen sich gefeit.

s., der zweitgeborene hatte die portion aggression, die m. fehlte.
er war der grund, warum ich - trotz der aussicht auf hochwasserhosen & krallenzehen in zu kleinen schuhen – schnell wachsen wollte.
im nachhinein entschuldige ich mich für jedes arschloch & schwein, das ich ihm
- nicht nur insgeheim - ins grinsende gesicht schrie.
doch wie konnte ich wissen, dass er von pränatal verwirrenden ergüssen geprägt wurde.
was das meint?
du musst dir das so vorstellen.
s. in gekrümmter lage, noch im bauch meiner mutter.
meine mutter – ohne frage - nicht nur in guter, sondern in der hoffnung auf eine tochter.
meine eltern selig den gewölbten tätschelnd & lächelnd stephan_ie vokalisierend.
stephanie war der name, der infame, der meinen bruder in dieser lage, schon ohne frage in sinn- & identifikationskrise führte.
die permanente aggression, die man von ihm verspürte, war die stringent ausgeführte regeneration, der pränatalen identifikationskrise.
im nachhinein entschuldige ich mich für jedes arschloch & schwein, das ich ihm
- nicht nur insgeheim - ins grinsende gesicht schrie.
doch wie konnte ich wissen, dass er von pränatal verwirrenden ergüssen geprägt wurde.
_________

ich war die wunschtochter.
nach zwei söhnen, die wunschtochter.

meine mutter nahm die pille & die chemie versprach freuden ohne reue.
aber erstens... & zweitens sollte man weniger denken.
meine mutter wurde trotz pille schwanger.
ein tropi (trotz pille) sollte das licht der welt erblicken.

ich weiß noch, wie wir, während meine mutter in den kreissaal geschoben wurde, einen kuchen backten.
aber erstens... & zweitens sollte man weniger denken.

meine mutter war schon fast wieder aus dem kreissaal geschoben, als ein neuerliches toben in ihr begann.
man schob es auf die nachgeburt, doch dann versetzte meine mutter alle in einen finalen spurt.
ein zweiter engel wollte geboren werden...
mein vater kam, erblickte uns, sagte kurz: ihr müsst noch ein backen, um dann mit einer whiskyflasche zu versacken.
das war selbst für ihn zu viel.


_____________________

ich hütete, bis zur geburt meiner jüngeren geschwister – nennen wir sie b&b - meine schätze mit argusaugen.
ich hatte einen leifheit kinderstaubsauger, mit dem ich hinter meiner mutter hersaugte.
hatte.
einer der beiden spinatwachteln, warf ihn über die brüstung des balkons.
5ter stock, niemand nahm schaden, außer mir.
in der folge fanden die beiden ein äußerstes vergnügen, den flügen diverser gegenstände zuzusehen.
als sie nicht nur kleine krater in die wiese sprießen ließen, sondern auch knapp an köpfen vorbei trafen, wurde ihnen - mit bestimmender geste - weitere wurfflugexperimente untersagt.

sie waren wirkliche wildfänge.

verbote verfolgten uns in unsere kindheit.
"das betreten der wiese ist verboten.", verboten, obwohl sie zum spielen einlud, zu nichts anderem gemacht & gedacht schien.
"die mittagsruhe ist zwischen 13.00- 15.00 uhr einzuhalten."
der hausmeister war ein alter mann, ohne kinder ohne verständnis.
er lauerte uns auf, schalt uns & unsere eltern aus, war ohne humor.

doch nicht nur wir scherten uns einen dreck, um seine worte.
ich erinnere mich, wie wir mit seinem verkniffenen mund im aufzug fuhren.
er zeterte & sprach von all den vergehen, die nicht als versehen angesehen werden konnten. er sprach von mietern, die die werbung im aufzugschAcht versenkten.
noch heute muss ich meinen lachreiz bezwingen, wenn ich daran denke, wie meine kleine schwester sagte:
das macht meine mutter auch.
die stille im aufzug war gReifbar.

& so, wie sich die erwachsenen gegen gesetz & gebot widersetzten, so machten wir es auch. die wiese wurde zum völker-, zum brennballfeld, der schwarze mann & herr fischer wurden angerufen.
wir spielten verstecken & hielten uns ums verrecken nicht, an die gebote des grässlichen greisen.

es gab im haus, zum allgemeinen gebrauch, eine waschmaschine & einen tümmler.
neeeiiiiiiiiin, keinen delphin.
es war ein gerät, das den schleudergang übernahm. ein ehrlich herrliches gerüttel wenn man denn auf der klappe saß.
der tümmler war im keller & eigentlich war ich nie erbaut, wenn ich in den keller musste. doch wenn ich auf dem tümmler saß, vergaß ich alles.

so wurde in trockenräumen auch den träumen, den frühkindlichen verspieltheiten, der doktorspielverliebtheiten gehuldigt.
es waren die reinhards & reginas die mich ein&führten, die mich berührten, die mir zeigten, welche wonne meinem körper entstehen konnte.

__________________
welche worte zur weltuntergangsstimmung führen können, liegt in der metaphysik der seele verborgen. aber es gibt sätze, die man einfach nicht ungeschehen stehen lassen kann.
meine mutter sagte ein mal zu mir – ganz nebenbei – dass ich nicht geduldig, nicht ausdauernd sei.
ein blitz durchzuckte mich & so sagte ich ihr, dass ich ihr beweisen würde, dass ich genau das war.
hundert runden, hundert runden würde ich mit dem fahrrad um den block drehen.
ich wollte mich & sie besiegen.

um der wahrheit zu gereichen, muss ich sagen, dass ich nach der 98ten runde so schwere beine hatte, dass ich die lächerlichen zwei letzten... dass die kraft meiner muskeln einfach nicht mehr gereichen wollte & konnte.
so kam ich stolz & doch mit einer trübung desselben heim.
meiner mutter stand, die hände in die hüften gestemmt im dämmerlicht die augen verkniffen formulierte sie pointiert:
wo kommst du j-e-t-z-t her.

es fiel mir schwer, die verwunderung zu unterdrücken.
so war meine antwort kurz & von kaum einer geste begleitet:
„ich sagte doch, dass ich hundert runden um den block drehe.“

ihre stimme wurde laut, was mir immer noch vertraut war:
„lüg nicht!
es ist spät, wo kommst du her?“

es war verflixt verflixt, denn da ich zwei runden unterschlagen hatte, war mein widerstand einfach nicht heftig, nicht kräftig genug.
auf mir lastete ein lächerlicher betrug.
doch von nun an war ich mir bewusst, dass ich nur noch in richtig wichtigen ausnahmen solch mittel - der lüge - zur wahl nahm.


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__________________
© noel
Wir sind alle Meister/innen der Selektion und der konstruktiven Hoffnung, die man allgemein die WAHRHEIT nennt ©noel
NOEL = Eine Dosis knapp unterhalb der Toxizität, ohne erkennbare Nebenwirkung (NOEL - no observable effect level) .


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Thys
Guest
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Hi noel,

Du schreibst vielleicht komische Geschichten
Aber irgenwie gut...
Das Problem mit den Autoritäten kann ich übrigens nachvollziehen

ich habe einfache ein problem mit autoritäten, wenN sie ins despotische abrutschen.

Da ist Dir, glaube ich, was durch die Lappen gegangen. Hoffe, es liegt nicht auf dem Berg der Zivilisationsgüter.

Gruß

Thys

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penelope
Guest
Registriert: Not Yet

liebe noel,

du befindest dich nie im raum der gewohnten sprache, das bin ich gewohnt, und obwohl hier an dieser stelle eine ernsthafte tagebucheintragung spürbar ist, geht es dir um das erfühlen von gedanken im zustand der sprache, vergangenheit aufzuarbeiten, aber anders, auch in einer zeit, in der die gesellschaftliche gemeinschaft sich, herangelockt und verängstigt, vom zitternden taumel einer bildsüchtigen, körperersetzenden siliziumwelt umstellt sieht, über sich selbst zu sprechen, zu zeiten von samplern und anderen in mode gekommenen welten, userfreundlicher benutzerflächen, pragmatischer designs, immer schnellerer elektronischen beisammenseins und immer schönerer, weil gestylterer körper inmitten eines rausches, das so hell und klar sein kann, das keiner es mehr hört, sprechen deine an sich einfachen sätze diese eigenartigen inventarstücke unseres daseins an. jeder text, der für mich lesbar ist und heute - leider gottes! - mit einer raunenden jaja-achtung umstellt wird, sollte sich seiner verstaubten verpackung entledigen. jedes wort von dir ist hierzu in der lage! sie sind da und sind etwas, worin bedeutung, musik und bild zusammenkommen, vielleicht auch ein vorsichtiges beisammensein. nichts auf einem podest. nicht etwas nur im buch, flach zwischen zwei seiten. immer auch eine stimme, ein hörraum, ein aufführungsstück, gedacht für den vortrag, gemacht fürs ohr, gelesen vom auge - etwas, was auf den ganzen körper zielt, aus dem körper kommt. so wie immer, wie ich stets erfühle, bei dir...

lg penelope

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noel
???
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ich hatte nicht nur ein faible für worte. auch zahlen hatten es mir angetan.
wenn der unmut meiner mutter sich raum verschaftte, zählte ich die zeit ab.
ich schlüpfte hinter den schrank & zählte.
zählte… rhythmisch, um der worte bar zu werden.
es war ein leichtes & zu meist reichte es, dass ich bis 100, 200 zählte.
dann war die atmosphäre abgekühlt.
aber an manchen tagen, die wie eine seelenplage für jedweden waren, fand das zählen kein ende,.. wie behände ich die zahlen auch berief, das rumoren war lauter & währte länger als die zahlen mich der stimm‘ & qualen entheben machen konnten.

vieles veränderte sich & doch war es ein merkwürdiger moment, als der raum vom schrank zur wand, mich nicht mehr bergen konnte.
doch ich fand einen neuen schutz
& trutz, um die zeit abzuzählen.
ich schlüpfte unters bett. die spielkartons schob ich vor mich. es war dunkler, matter, doch es barg mich aus dem raum.

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© noel
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zahlen dienten nicht nur um die zeit zu beraumen. sie gaben rhythmus.
bewegungen untermalte ich in zahlen. sie folgten ihrem takt. wenn ich treppabstieg, zählte ich absatz für absatz die stufen.
war ich wütend begann ich innerlich zu zählen 21, 22, 23… atmete tief ein, um von neuem zu repetieren, atem zu holen…
ich bildete aus zahlen die quersumme & wenn die zahl mir ein gutes gefühl gab, hatte ich es auch.
so flüchtete ich lange zeit vor fünfen, auch die drei, die neun waren mir suspekt, waren mir zu fix & fertig. ich baute lieber auf ruinen, auf ungeschminkte minen, als die perfekten endlichkeiten, die mich in meinen weiten beschnitten.

so finde ich worte einfach
manchmal zu präzise.
menschen meinen, dass alles was sie denken & fühlen
durch ihre aussprache transportiert wird,
da dem nicht so ist & da emphatisch nicht jedes wesen erlesen
- oder auch erfühlen kann-
dass eigen_
interpretation & -gewichtung der gehörten worte
nicht mehr als dichtung, nicht das ist, was die sprecherin ausdrücken wollte...
sind ob der präzision der worte oftmals probleme vorprogrammiert.

ich sehe es nicht als misere, wenn man es mit lachendem & tränendem auge als gegeben ansehen würde & ES NICHT ALS UNÜBERWINDBARE BÜRDE nur verstehen würde
wenn man sich & das gegenüber nicht permanent selbst belügen, trügen müsste, wenn man sich nicht ob der masse ohne klasse zu nivellieren suchen würde.
dann
hätte man statt eines gestelzten WIR VERSTEHEN UNS
eine annäherung.

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© noel
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noel
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wer unsere familie kennt, weiß um unser temperament.
pina - die pizzabäckerin - fasste es in einem satz: „ihr seid schlimmer als zehn sizilianische familien.“
als palermitanerin, musste sie wissen, was sie sprach.
doch es gab begebenheiten, die es eher als ein untertreiben erscheinen ließ.

mein vater war ein ausnehmend guter autofahrer…

es war sommer. es war heiß. rush hour.
man kroch im stopp & go in der karosseriekolonne - ohne wonne - den ring nach oben.
hinter uns fuhr ein mann.
folgte man seinen blicken, seiner winkenden hand, fand man eine frau auf dem fußsteig, die ebenfalls winkte & versuchte seiner fahrt zu fuß zu folgen.
ihr busen bebte & wippte bedächtig, wenn ihr schmächtiger körper versuchte, schritt zu halten.
seine augen hingen mehr an ihr, denn an der straße & als eine grüne ampelphase das gasgeben zuließ…

es stimmt einfach, männer sind nicht multi-tasking-fähig.

der aufprall war nicht heftig, doch unüberspürbar. ich flog leicht gegen den vordersitz.
blitzschnell wendete sich meine mutter mir zu, nahm die türe in die hand & stand vor dem verblüfften verursacher. ihre stimme capriolierte & ich kapierte die brisanz.
sein mund schnappte auf, doch bevor ich seine worte zu ohr bekommen konnte, hatte meine mutter mit einem rechtsausleger seine wange fünffingrig geflammt. verdammt, das sah schmerzhaft aus, doch schon folgte die linke…

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