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Leselupe.de > Gereimtes
fallobst
Eingestellt am 31. 01. 2012 20:29


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laudabilis
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fallobst

einst als nur die apfelkiepen
dem tagel├Âhner geld gebracht
er versoff dann seine piepen
und seine ehe war verkracht

kinder greinten vater fluchte
schon wieder blieb die k├╝che kalt
seine frau das weite suchte
mit der wird er nun niemals alt

am n├Ąchsten morgen stand er starr
ganz ohne frau da ohne geld
nie wieder ├Ąpfel fand er da
zog unbeweibt raus in die welt

Version vom 31. 01. 2012 20:29

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AchterZwerg
Guest
Registriert: Not Yet

Gruezi, Eberhard.
So wie du es zur Zeit kredenzt, ist das Gedicht f├╝r mich nicht der ganz gro├če Renner.
- Form und Inhalt sollten stets zusammenpassen.
Da du hier eine tradierte Form w├Ąhlst, w├Ąren m. E. normale Rechtschreibung und Zeichensetzung angemessener.
- Es fehlt dem Text an Eleganz, an Enjambements etc.
- Die gew├Ąhlte tradierte Form bedarf m. E. einer Besonderheit (und dies sollte hier nicht die Kleinschreibung sein), um dem Text mehr lyrische Aktualit├Ąt zu verleihen
- Das Metrum ist ├╝berarbeitungsbed├╝rftig.
Ich denke, da musst du noch mal ran ...
LG, Heidrun

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laudabilis
One-Hit-Wonder-Autor
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Moin, liebe Heidrun!

Du wei├čt hoffentlich, wie sehr ich deine Kritik, deine Anmerkungen, Anregungen und ├änderungsvorschl├Ąge zu meinen Texten sch├Ątze . Manches davon hat schon dazu gef├╝hrt, dass ich ganze Gedichte ├╝ber den Haufen geschmissen und grundlegend ver├Ąndert habe. Manches hat nur zu kleinen ├änderungen gef├╝hrt, wie etwa dem L├Âschen der Auslassungspunkte in "zeitmesser". Aber ich habe auch schon Texte gegen deine Kritik erfolgreich verteidigt, wie du mir selbst bescheinigt hast. Und das muss ich in diesem Fall wieder einmal tun. (Wie du ├╝brigens bemerken wirst, kann ich auch GROSZ- und kleinschreibung ).

aber seit ich gedichte schreibe und das ist schon l├Ąnger als drei├čig jahre habe ich das grunds├Ątzlich in kleinschreibung und ohne interpunktion getan wenn ich doch einmal ein satzzeichen gesetzt habe war es stets nicht den deutschen sprachregeln sondern der sinnverst├Ąrkung geschuldet davon kann ich nicht weg das ist mein pers├Ânlicher stil

"fallobst" ist ein Gedicht, das ich als Hommage an das Vagantentum des Mittelalters und der fr├╝hen Neuzeit nicht nur in Deutschland, sondern auch in vielen anderen L├Ąndern Europas verstehe. Deshalb habe ich ganz bewusst die tradierte Form und zwar auch in dieser ausgepr├Ągten Schlichtheit gew├Ąhlt. Die Vaganten waren Ruhelose. Allenfalls verdingten sie sich als Tagel├Âhner. Ja, sie gr├╝ndeten bisweilen sogar Familien, waren aber stets bereit, alles von jetzt auf gleich aufzugeben und liegen zu lassen und weiter zu ziehen. Meist lebten sie auf Zeit in irgendeiner mittelalterlichen Stadt in der Halbwelt zwischen Wirts- und Hurenhaus. Sie waren vielfach Ge├Ąchtete, lebten unter dem Bann, waren vogelfrei. Aber sie hatten auch ihren eigenen ganz speziellen Stolz und waren im besten Sinne des Wortes "Vogel-Frei", was f├╝r die Menschen des Mittelalters nicht unbedingt ├╝blich war. Viele von ihnen haben literarische Zeugnisse ihres unsteten Leben hinterlassen (allen voran Francois Villon, wobei ich weit entfernt davon bin, mich mit diesem Meister seines Fachs vergleichen zu wollen). Die meisten Texte der Vagantenliteratur waren sehr viel schlichter. Dem bin ich bei meinen Formulierungen gefolgt. So viel zum Inhalt.

Nun zu deiner formalen Kritik. Wo du in meinem Gedicht orthographische, also Rechtschreibfehler finden kannst, ist mir absolut schleierhaft. Und ├╝ber das Metrum bin ich anfangs sogar selbst gestolpert. Ich musste mir selbst die M├╝he machen, jede einzelne Zeile nach Silben und Hebungen durchzuz├Ąhlen. Nach allem, was die alten Griechen und Adam Ries in Sachen Algebra und Grundrechenarten erfunden haben, stimmt es am Ende doch.

Ergo: Ich werde deine Kritiken und Anregungen auch weiterhin sch├Ątzen und dort, wo ich sie f├╝r angemessen befinde, auch gerne befolgen. Aber dieses Gedicht bleibt, wie es ist!

Liebe Gr├╝├če
Eberhard

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AchterZwerg
Guest
Registriert: Not Yet

quote:
Nun zu deiner formalen Kritik. Wo du in meinem Gedicht orthographische, also Rechtschreibfehler finden kannst, ist mir absolut schleierhaft.
Was schrieb ich denn dar├╝ber? *staun. Ich setzte das "normal" vorsorglich in Anf├╝hrungsstriche, um auf Gro├č- und Kleinschreibung zu weisen.
Das Metrum l├Ąsst sich allenfalls "sch├Ânlesen", nicht aber klangvoll skandieren. -
Falls du dich wirklich auf das Vagententum beziehen m├Âchtest, bleibt das dem Leser weitgehend verborgen und der Text scheint mir daf├╝r viel zu blutarm. Lies mal Villon:
quote:
...
Zu jener Zeit, wie ich`s befinde,
Zu Weihnacht tote Jahreszeit,
Da sich die W├Âlfe n├Ąhrn vom Wind
Und man im Haus bei gl├╝hend Scheit
Sich aufh├Ąlt, weil es drau├čen schneit,
War ich der Liebe hartes Joch
Zu brechen willens und bereit;
Brach es mein Herz in St├╝cke doch.
...
(Le Lais - ├ťbersetzung: Walther K├╝chler).
Gr├╝├čle
der 8. Zwerg

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