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Leselupe.de > Ungereimtes
fast fool
Eingestellt am 16. 11. 2003 15:31


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Habogh
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fast fool

er saß in der imbiss-stube am tresen.
er trank den weinbrand aus einem schwenker und bier aus der dose.
als ich reinkam sah der typ mich mit einem blick sp√∂ttisch an, so als h√§tte er von mir die totale ahnung und w√ľsste, was in mir abging.
ich wu√üte aber gleich, dass er nur sturzbetrunken war - f√ľr sowas hab ich den blick!
ich bestellte eine curry.
beim warten kam mir ein gedanke, wahrscheinlich hatten wir beide irgendwie keinen durchblick mehr und waren dadurch wohl dumpf erleuchtet.
ich orderte mir also auch ein dosenbier.
er prostete mir mit gläsernen augen zu.
die musikbox ließ nicole von ihrem elenden seelenfrieden plärren.
neben mir r√ľlpste es leise.
die wurst kam und kaute sich wie ein alter gummi.
sie schmeckte auch so.
wiederkäuend wollte ich aus dem fenster schauen.
das glas war beschlagen.
wir hatten hier keine aussichten, so trieben wir dem rausch und dem tod entgegen.

__________________
...,dass ich aus durst den sand trank...
heiko bogenschneider

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lapismont
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Hallo Habogh,

ich finde Du solltest Dich entscheiden, ob Du eine Geschichte erzählen möchtest, oder ein Gedicht erstellen willst.
So wie der Text jetzt ist, hat er sehr wenig zu sagen und lässt auch nicht genug Spielraum, eine Verdichtung zu erkennen.

cu
lap
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Kunst passiert.

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Habogh
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geschätzter lapismont,
es gibt eine zwischenstufe zwischen gedicht und shortstory, die ich gerne als lyrische kurzprosa bezeichne. der √ľbergang vom gedicht zur story ist nicht immer klar zu ziehen, da gibts es nun mal jene zwitter!
ich empfehle dir zu diesem thema mal einen blick auf einige us-amerikanischen lyriker des letzten jahrhunderts zu werfen...z.b. c.bukowski
du meinst der text hat zu wenig zu sagen! diese aussage verbl√ľfft mich etwas, da ich gerade zu diesem st√ľck, von anderen lesern -nicht bei der l.l. sondern mehr so real statt virtuell ;-)- ganz andere reaktionen hatte.
wie wäre es mit einem nochmaligen lesen? gerade durch das beschreiben der banalität, wird dort eine ganze, ziemlich tragische stimmung(lebensgeschichte?) eingefangen. wenn wir dem leben keinen inhalt geben, verliert des leben seine strukturen. man ist in der haltlosigkeit verloren. diese verlorenheit verträgt keine versform und ihre leere auch keine weitere verdichtung, weil gerade die ein wesentlicher teil der botschaft ist.
du musst das st√ľck nicht m√∂gen, aber lass es leben ;-)
in diesem sinne
heiko

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heiko bogenschneider

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lapismont
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Hallo Heiko,

ich habe den Text jetzt noch zweimal gelesen, immer unter anderen Gesichtspunkten (Lyrik, Erzählung) und ich will mich jetzt mal so äussern:

Es ist stimmungsvoll, mit einem ansprechenden Erzählstil.
Allerdings w√ľrde ich es nicht lyrisch nennen, vielleicht der Schluss, allerdings erscheint der mir eher zynisch und dem Stil angepasst.
Bukowski hab ich vor einer ganzen Zeit gelesen, aber mir ist, als ob seine Shorts immer eine Story mit echten Schluss waren.
Deine Szene erscheint mir als Fragment.
Mich interessiert das davor und danach.

Als Prosalyrik reisst es mich nicht vom Hocker, aber als Erzählung bin ich auf Fortsetzung hoffend durchaus angetan.

cu
lap
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Kunst passiert.

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