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Leselupe.de > Ungereimtes
fast hoffnungsvoll - angelebt
Eingestellt am 07. 03. 2012 20:12


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Hannah Rieth
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fast hoffnungsvoll - angelebt

warst mir so lange
graues Tuch
lagst rauchverhangen
biergetr├Ąnkt
auf meinem K├Ârperkopf
und w├Ąrmtest
Alte
doch nun
da Staub die Narben gl├Ąttet
am Ende
will ich lauter leben
drum brenne nun
ein letztes gro├čes Mal

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AchterZwerg
Guest
Registriert: Not Yet

Hallo Hannah,
ich freue mich sehr, ein so anspruchsvolles Gedicht zu finden.

quote:
fast hoffnungsvoll - angelebt

warst mir so lange
graues Tuch
lagst rauchverhangen
biergetr├Ąnkt
auf meinem K├Ârperkopf
und w├Ąrmtest
Alte
Der erste Teil spielt mit dem bekannten Satz: "Du bist (warst) mir wie ein graues Tuch" und bezieht sich auf die Vergangenheit, auf ein "bis jetzt." Sehr sch├Ân ist in diesem Zusammenhang der "K├Ârperkopf", der das ├äu├čere gegen das Innenleben abgrenzt (kopfgesteuert). Tats├Ąchlich kann die Verweigerungshaltung dem Wilden gegen├╝ber durchaus W├Ąrme geben. Allerdings nur eine laue, dumpf bet├Ąubende.
quote:
doch nun
da Staub die Narben gl├Ąttet
am Ende
will ich lauter leben
drum brenne nun
ein letztes gro├čes Mal
Doch jetzt scheint f├╝r LyrI die Zeit des Verstreichen-Lassens vorbei zu sein. Im Alter w├╝nscht es sich ein letztes Brennen, das deutliche Gef├╝hl, nicht ganz abgeschieden zu sein.
Offen bleibt wof├╝r es lodern will: die Kunst? Einen Menschen?
Geschickt ist das Verlagern der Glut nach innen. - Wieder erscheint eine Lebensweisheit vor meinen Augen: "Glut unter der Asche." - Nicht immer leben Menschen freiwillig in der Abgeschiedenheit. Wunden m├╝ssen heilen und vernarben.
Der 8. Zwerg

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gitano
Guest
Registriert: Not Yet

Hallo!
Ich lese hier etwas von einem Entschluss, einer Abwendung vom Grauverhangenem, rauch- und biergetr├Ąnkt...so lang da├č es schon fast als zum LI "angelebt" geh├Ârend scheint...auch das w├Ąrmend als positiver Aspekt dringt durch.

Wohin es geht ist nicht mehr Teil des Textes...

besonders gefallen hat mir:

quote:
doch nun
da Staub die Narben gl├Ąttet
das atment richtig gut Zeit!

gestolpert bin ich ├╝ber diese Stelle:
quote:
und w├Ąrmtest
Alte
doch nun
"Alte" allein als Bindewort zwischen den beiden Zeilen scheint mir hier nicht zu gen├╝gen ohne st├Ârende Irrittationen hervorzurufen.

gern gelesen!
gitano

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Hannah Rieth
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Hallo gitano,

auch Dir herzlichen Dank f├╝r Interpretation und Gedanken.

"Alte" war eigentlich gar nicht als Bindeglied gedacht. F├╝r mich geh├Ârt es eher zum ersten Teil des Textes. Ich lese es so:

... und w├Ąrmtest, [Pause] Alte.

Doch nun, da Staub die Narben gl├Ąttet,
am Ende ...


Erscheint Dir das schl├╝ssiger?

Viele Gr├╝├če

Hannah

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