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Leselupe.de > Ungereimtes
fehlleistung
Eingestellt am 20. 11. 2009 07:12


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MarenS
Manchmal gelesener Autor
Registriert: Feb 2005

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fehlleistung

der wasserpegel steigt.
trĂ€nen treten ĂŒber
die Ufer, bilden Rinnsale.
jemand reicht sandsÀcke
und taschentĂŒcher.

symptomorientiertes handeln

20. November 2009
MarenS







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samuel
gesperrt
???

Registriert: Feb 2004

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Hallo, Maren!

Der Text gefÀllt mir gut, aber die letzte Zeile ist m.E. zu lang und und verliert dadurch an pointierender (schönes neues Wort,oder?) Kraft. Wie wÀre es einfach mit "symptomorientiert"?

LG, samuel
__________________
Es nehmet aber
Und giebt GedĂ€chtniß die See,
Und die Lieb’ auch heftet fleißig die Augen.

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ENachtigall
Foren-Redakteur
???

Registriert: Nov 2005

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Liebe Maren,

interessant, in dem kurzen Gedicht drei verschiedene Sprachebenen anzutreffen:

die funktionalisierte der Worte fehlleistung und symptom orientiertes handeln

die emotionale der Begriffe trĂ€nen und taschentĂŒcher

die katastrophale der Begriffe steigender wasserpegel, ufer, rinnsale und sandsÀcke

Das sei als neutrale Feststellung in den Raum gestellt. Die lyrische Verquickung der drei birgt sicher sowohl interpretatorisch als auch unter Àsthetischen Gesichtspunkten einige Brisanz.
Ich bin hin- und hergerissen. In jedem Fall ein Gedicht, das sehr viel vermittelt von der AtmosphÀre, die zwischen den Gegenpolen herrscht, die sich doch brauchen. Aberkannte Hilfe. Schematisierte Handlungsmuster. Katastrophenmanagement - auf quasivertrauter Ebene. Das sind die Stichworte, die mir dazu in den Sinn kommen.

Die Verstörung zu vermitteln, ist dir gut gelungen!

Liebe GrĂŒĂŸe,

Elke
__________________
Wer Spuren sucht, wird Wege finden.

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MarenS
Manchmal gelesener Autor
Registriert: Feb 2005

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Liebe Elke,

ich habe zu meiner großen Freude festgestellt, dass du meine Intentionen erlesen hast. DafĂŒr lieben Dank! Das passiert nicht so hĂ€ufig bei meinen Gedichten. (mag an mir liegen...)
Ich denke, du hast es besser zerpflĂŒckt als ich es je gekonnt hĂ€tte. Es ist seltsam, ich schreibe sie, die Zeilen, ich weiß warum jedes Wort da steht aber ich könnte es nicht so benennen wie du.
Ob nun der TrĂ€nensee ĂŒberlĂ€uft oder die Oder...man reicht Hilfsmittel zur Schadenseingrenzung, damit man möglichst nicht allzu lange mit der "Katastrophe" belĂ€stigt wird und sich wieder seinem normalen Alltag und seinem Ego zuwenden kann.
Das war es, was mich schreiben ließ, das Herumdoktern an Symptomen, statt grundlegende Dinge zu bearbeiten und zu Ă€ndern.
Du hast es irgendwie besser dargestellt...

Maren schaut etwas hilflos

P.S.: Ich lern das nie, mich gut zu verkaufen...*grinst

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Ralf Langer
Routinierter Autor
Registriert: Sep 2009

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Hallo Maren,

die abgesetzte Zeile zum Schluß
gefÀllt mir sehr.
Stellt sie doch einen "Widerspruch"
zur Lyrik im Allgemeinen und hier im Besonderen:

Verkehrt sie Bildersprache, die Poesie.

Stellt sie quasi fĂŒr mich in Frage.

Allein " Jemand" gibt mir zu denken.
Das bleibt so nebulös. Vielleicht hier mehr konkretisieren!?

Ich frage mich: Wer ist da in der NĂ€he der Katastrophe?

lg
ralf
__________________
RL

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MarenS
Manchmal gelesener Autor
Registriert: Feb 2005

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FĂŒr Ralf:

Lieben Dank fĂŒrs Lesen und Auseinandersetzen. Ich freue mich, dass dir mein Gedicht gefiel. Die abgesetzte Zeile musste einfach so sein, als Pendant zur Überschrift, die genau SO dazu gehört.
Das "jemand" hat durchaus seine Berechtigung, denn es ist nur "jemand". Jemand der dummerweise dazu kommt und nicht wegsehen kann, jemand, der um nicht zu stark involviert zu werden, seine Art von Akuthilfe leistet und sich sofort wieder zurĂŒck zieht, der erwartet, dass mit Hilfe der SandsĂ€cke nun alles erledigt ist...oder durch ein Taschentuch.

Es grĂŒĂŸt dich die Maren

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