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Leselupe.de > Ungereimtes
flussgrenzfluss
Eingestellt am 20. 06. 2009 17:09


Autor
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Karl Feldkamp
Routinierter Autor
Registriert: Aug 2006

Werke: 849
Kommentare: 4769
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noch hĂ€ngen plastiktĂŒten werbend im ufergebĂŒsch
schon mischen gedankenfluten grenzfluss und meer
blicke zerren auf grĂŒnblau bewegte spiegel
in gischt und wellentÀlern verschwimmen
todsicher tatsachen und abschiedsszenen
zwischen himmel und wasser verschweben
schieben eine gedachte insel ins gegenlicht
das sehnen lÀsst suchend segel setzen
möven stimmen kreischend shanties an
weiße fĂ€hren setzen tagtrĂ€ume ĂŒber
und passagiere schmuggeln wĂŒnsche

ich sitze auf dem bootssteg
lasse die beine baumeln und erreiche
mit den zehen nicht einmal das wasser

__________________
Bei jedem Irrtum hat die Wahrheit eine neue Chance.

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Heidrun D.
Guest
Registriert: Not Yet

Das Gedicht spiegelt auf faszinierende Weise das Auf-Und-Ab deines Gedankenflusses wieder: nackte Tatsachen, unverhohlene Sehnsucht, TagtrÀume. -

Besonders gefallen mir die kreischenden Shanties der Möwen; das ist ein Wahnsinnsbild!

Ebenso mundet der melancholische Schluss, der den deutlichen Wunsch nach Realisierung / Befreiung aus Fesseln zeigt: der Weg ist noch weit, doch das Ziel in Sicht.

Sehr gelungen
Heidrun

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Vera-Lena
Routinierter Autor
Registriert: Oct 2002

Werke: 671
Kommentare: 10341
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Lieber Karl,

da ist dem Lyri eine Grenze gesetzt, die andere nicht haben. Andere können all die AktivitĂ€ten entfalten, die Du beschreibst, ein ganzes lebendiges Leben mit Zielen Bewegungen, WĂŒnschen, TrĂ€umen und Erlebnissen.

Dem Lyri scheint das verwehrt zu sein.

Mir gefÀllt Deine kompakte Beschreibung, all dessen, was die anderen haben, definiert durch den Fluss mit dessen Hilfe alles möglich ist.

Sehr schön abgesetzt davon dann die letzeten drei Zeilen,welche die eingeschrĂ€nkten Möglichkeiten des Lyri andeuten. Der Anfang des Textes zielt darauf ab, dass auch das Lyri doch an all dem noch teilhaben könnte, wenn es nur wollte "PlastiktĂŒten werbend am UfergebĂŒsch".

Du hast eine Situation entworfen, die Deine Aussage ohne alle Schnörkel glasklar transportiert. Auch ich finde diesen Text sehr gelungen.

Liebe GrĂŒĂŸe
Vera-Lena


__________________
Der Mensch ist sich selbst das grĂ¶ĂŸte Geheimnis, ein unverzichtbarer Blutstropfen im Universum, ein Spiegel allen Seins.

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revilo
HĂ€ufig gelesener Autor
Registriert: Nov 2008

Werke: 85
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Hallo Karl, gelungen, wirklich gelungen. Wieso sind wir nie zufrieden? Wir sitzen am Meer und möchten Segel setzen? Sind wir nicht bescheuert? Wahrscheinlich war dies nicht die Quelle Deiner Zeilen. Aber ich lese dies als sehr persönliche Botschaft heraus. Gelungen, good old Karl, wirklich gelungen! Feldkamp, wie er leibt und lebt........Es grĂŒĂŸen Freddy Quinn und revilo. Warum muß ich jetzt an dieses bescheuerte Lied :
" Junge , komm bald wieder " denken???? Ich brauche Urlaub! Ich will endlich in meine geliebten Berge und Segel setzen.........

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MarenS
Manchmal gelesener Autor
Registriert: Feb 2005

Werke: 185
Kommentare: 2033
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FĂŒr mich hat Vera-Lena den Nagel auf den Kopf getroffem. Ihrer AusfĂŒhrung habe ich nur hinzuzufĂŒgen, dass das Lyrich sich im letzten Dreizeiler wie ein DreikĂ€sehoch vorkommt: zu klein um all das zu erleben, wovon es trĂ€umt.

GrĂŒĂŸe von Maren

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Mara Krovecs
Routinierter Autor
Registriert: Sep 2003

Werke: 188
Kommentare: 609
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Kein Seemannsgarn

Ich kann all den anderen nur zustimmen, Dein Gedicht entwirft eine ganz eigene Stimmung, Deine SĂ€tze kommen mir vor wie wogende Wellen, kaum ist die eine verschwappt, rauscht schon die nĂ€chste auf, Gedanken -und GefĂŒhlsberge und TĂ€ler, der Abschied soll mit den Wellen verplatschen, oder ist noch ein Platz auf der FĂ€hre frei?

Doch die fĂ€hrt auf den Wellen fort und das Lyri hat immer noch trockene FĂŒsse ... plötzlich steht das bewegte Bild
die TrĂ€ume sind auf und davon gefahren - fĂŒr Erste?

Lieber Karl es hat mir richtig Freude gemacht dieses tolle Bild zu verfolgen und hinein zu tauchen.


Alles Liebe aus dem Norden

mara

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