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Leselupe.de > Kurzgeschichten
fortsetzung 3 c...
Eingestellt am 11. 06. 2001 23:31


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zettelstraum
Bl├╝mchendichter
Registriert: May 2001

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Er hatte zwischenzeitlich zur Prinzessin ein besonderes Verh├Ąltnis aufgebaut und war sich sicher, da├č sie die Beute seines Bussardauges werden k├Ânnte. Nicht b├Âse schien ihm dieser Gedanke, sondern nur zielgerichtet. Er wollte sich einem neun Leben verschenken, wollte sich f├╝r jemanden ├Âffnen, der ihm zuh├Âren konnte, auch wenn diese Person sich ungern in den Mittelpunkt stellte. Auch wenn er wu├čte, da├č ihr Leben dem seinen sehr fern stand, empfand er f├╝r das Leben der Prinzessin eine Achtung, die ihm stets den Wunsch bestehen lie├č, sich daf├╝r zu entscheiden.
So traf er sich am folgenden Tag erst abends mit ihr, um ihr dies mitzuteilen, da die Nachmittage nie den Rahmen besa├čen, den er f├╝r diese wichtige Mitteilung ben├Âtigte.
ÔÇ×Prinzessin, mein Leben war bisher ausgef├╝llt mit schmerzlichen, wenn auch intensiven Gen├╝ssen, und sollte es m├Âglich sein, dies ├Ąndern zu k├Ânnen, w├╝rde ich mich sehr gerne darauf einlassen."
Die Prinzessin erschrak bei jenem Satz und meinte dazu: ÔÇ×Florian, meine Meinung ├╝ber sie ist eine sehr hohe, doch w├╝├čte ich nicht, wie sie in der Welt, welche mich umgibt, einen Platz finden k├Ânnten, der ihnen auch die Erf├╝llung gibt, welche sie ben├Âtigen."
ÔÇ×Oh doch, seien sie sicher. Der Traum eines K├╝nstlers ist nicht immer der Traum des Menschen in jenem K├╝nstler."
ÔÇ×Das ist ein sch├Âner Satz, doch ├╝berlegen sie einmal, wann sie das letzte Mal auf dem Markt waren. Dies zeigt mir, da├č sie sich nicht mehr mit dem besch├Ąftigen, was ihre besondere Art ausmacht. F├╝r was geben sie ihre Kunst denn auf?"
Florian erwiderte mit gl├╝henden Augen: ÔÇ×F├╝r sie, Prinzessin!" und wollte seine Hand auf die ihre legen, doch die Prinzessin zog diese schnell beiseite.
ÔÇ×Nicht doch, der Moment ist zwar sch├Ân, doch lassen sie uns noch ein bi├čchen Zeit."
Florian war sehr erregt und fragte sich, was denn der Grund sei, warum sie nicht auf jenem Moment aufbauen sollten. Er war nicht mehr Herr seiner Gedanken, nachdem er die tiefliegende Wahrheit ihr offenbart hatte, als ihn dieses Bed├╝rfnis ├╝berraschte und er begann nun wie wild auf sie einzureden.
Die Prinzessin jedoch wich ihm aus und meinte, er solle dies Spiel beenden und sie alleine lassen. Florian ging, doch sein Wunsch war st├Ąrker als je zuvor.
Am n├Ąchsten Tag nahm er sich frei und ging zum Bauern, um mit Marie zu sprechen.
Der Bauer lie├č die beiden gerne gehen, um sich auf einem Spaziergang auszureden.
Marie hatte gleich bemerkt, da├č Florians Augen gl├╝hten, da├č in ihm eine Flamme loderte, die sie nicht entz├╝ndet hatte. Sie sprach ihn deshalb auch nach wenigen Metern darauf an und Florian begann sofort zu erz├Ąhlen. Er erz├Ąhlte von seiner Liebe f├╝r die Prinzessin, deren Grund so fern von Oberfl├Ąchlichkeit war und die so unstillbar schien. Viel weiter als Gespr├Ąche und kleine Umarmungen sei man nicht gekommen und er wisse keinen Weg und keinen Menschen, der ihm helfen konnte. Nat├╝rlich wisse er, da├č Marie dies treffen werde, was er da spr├Ąche, aber es m├╝sse nun einmal gesagt werden. Marie erwiderte, da├č sie schon lange eine Ahnung davon hatte, da├č es nur sehr traurig sei, da├č er dies nun erst jetzt gestehe.
Florian merkte, da├č dieser Ausspruch ein Beleg f├╝r die Zwecklosigkeit dieses Gespr├Ąchs sei und senkte die Emotionalit├Ąt desselbigen, indem er von der Hoffnung redete, am Abend sich durch die Schnitzerei mit dem Bauern von seinen Gedanken und Gef├╝hlswirrungen ablenken zu k├Ânnen.
So kamen sie denn auch fr├╝h wieder und Marie ging sofort wieder ihrer Arbeit nach, denn auch sie ben├Âtigte nun Ablenkung, das sie eine Traurigkeit ├╝berkam, deren sie nicht Herr werden konnte.
Als Florian den Bauern wieder traf, fragte ihn jener, ob er Zeit habe, mit ihm zur B├Ąckerin zu gehen, Besorgungen zu machen. Florian begleitete ihn gern und teilte dem Bauern auch sogleich mit, da├č er sich nun mit Marie ausgesprochen habe. Bei der B├Ąckerin traf Florian die Frau, welche die Prinzessin oftmals begleitete. Ihm kam der Gedanke, da├č wenn jemand den Weg zur Prinzessin kennen sollte, dies doch nur dieser Mensch sein k├Ânne.
So nahm er sie denn beiseite und unterhielt sich ein wenig mit ihr ├╝ber die Dinge im Dorf und im Schlo├č, bis da├č er einen geeigneten Moment fand, um sie nach dem Geheimnis, welches die Prinzessin umgeben w├╝rde, zu fragen.
Es sei ganz einfach, meinte diese, man m├╝sse nur in ihr Herz schauen, um den wahren Weg zu finden. Das Problem sei nat├╝rlich, da├č sie ihr Herz an den F├╝rsten verloren habe und deswegen nicht bei sich trage.
Der Bussard in ihm wachte auf und fragte zielstrebig, wo es denn nun sei, ob es der F├╝rst gar mit sich genommen habe. Nein, das Herz bef├Ąnde sich in einem Zimmer, welches aber abgeschlossen sei. Die Lage des Zimmers k├Ânne sie ihm zwar beschreiben, mehr aber nicht.
Und, so f├╝gte sie an, sie tue das nur, weil sie ihn bisher als netten jungen Mann kennengelernt hatte, und nicht als herrschs├╝chtigen Abenteurer, f├╝r welche ihn die anderen M├Ąnner im Schlo├č hielten.
Florian bedankte sich und bat sie, der Prinzessin nichts von jenem Gespr├Ąch zu erz├Ąhlen.

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