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Leselupe.de > Ungereimtes
fossile eitelkeiten
Eingestellt am 01. 02. 2009 00:52


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ENachtigall
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???

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fossile eitelkeiten

alles geritzt
raunt die rinde
verletzlichen fleisches
am fuße eines baumes
blĂŒht die erkenntnis
trotzig tiefe runzeln
ins erdige gestirn

der erste mensch
hieß ich nicht adam
legt sein zweischneidiges
schweigen auf
unser tÀglich brot und
fĂŒttert mit fahrigen hĂ€nden
den himmel so taub



© elke nachtigall
februar 09


Version vom 01. 02. 2009 00:52

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Vera-Lena
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Liebe Elke,

Irminsul kommt mir in den Sinn bei Deinem Text, der Weltenbaum der Sachsen, der von den Christen gefÀllt wurde.

Den Germanen bedeutete er ihr höchstes Heiligtum und es muss unverstÀndlich bleiben, wie Menschen mit ihren Glaubensrichtungen andere versuchen, auszulöschen.

Jede Erkenntnis hat ihren eigenen Wahrheitsgehalt und wenn man dafĂŒr keinen Zugang findet, heißt es noch lange nicht, dass es keinen Wahrheitsgehalt gibt.

Den entweihten Sachsen blieb nichts anderes, als sich insgeheim immer wieder mit ihrem Wissen, dass allmÀhlich immer tiefer im Erdreich versickerte, zu verbinden, um die alten KrÀfte, am Leben zu erhalten und ihr eigenes Leben wieder auf magische Weise aufzuladen mit positiver Lebenskraft und Erdverbundenheit.

WĂ€ren doch auch wir, die wir zwar das Christentum kennen, es aber nicht so leben, wie es gedacht ist,nĂ€mlich mit Erhrfurcht vor allem Lebendigen, wieder erfĂŒllt mit Liebe zu dem Planeten, den wir behausen und den wir schonungslos ausbeuten!


"am fuße eines baumes
blĂŒht die Erkenntnis
totzige tiefe runzeln
ins erdge gestirn"


Wunderbar formuliert, wie bis heute das alte Wissen durchaus greifbar bleibt und man es finden kann, wenn man danach sucht.

Dein Text ist voller Leben und berĂŒhrt mich.

Liebe GrĂŒĂŸe
Vera-Lena


__________________
Der Mensch ist sich selbst das grĂ¶ĂŸte Geheimnis, ein unverzichtbarer Blutstropfen im Universum, ein Spiegel allen Seins.

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Walther
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Eitel ist ein spannendes Wort. Seine VerĂ€nderung kann man aus dem Bild "eitel Freude" entnehmen. Heute sind Eitelkeiten zwar an der Tagesordnung, das Zeitalter der Egozentriker ist grandios und in jeder Geste eitel, frĂŒher war dieses Wort aber ganz anders in seiner Kernaussage.

Sprache ist selbst ein Faszinosum. Ihr Um- und Neu.be.deutung, ihr latentes FalschmĂŒnzen, ihr Ver.bergen und Auf.decken durchziehen die Lyrik mehr noch als die Prosa. Die Sprache ist auch, ja, wir erleben es hier in der Lupe tĂ€glich, eine Waffe. Sie wird be.herzt eingesetzt, um sozial zu töten. Der Stand.punkt "Oben.her.ab" ist gerade en vogue.

Der Himmmel ist nicht "so taub" - wir sind es. Wenn wir nicht schreien, glauben wir, wir wĂŒrden nicht gehört. Doch wer gehört wird, der gehört da.zu. Rinden haben wir uns geschaffen aus den Wunden, die uns geschlagen wurden. Das Ge.stirn ist bei weitem nicht mehr erdig, es ist uns ĂŒber den Kopf gewachsen.

Der Baum mag er.kennen, was auf ihn her.ab.regnet. Er.kennen wir's?

Gerne gelesen.

Gruß W.
__________________
Walther
"Gelegenheit.Macht.Dichtung"

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ENachtigall
Foren-Redakteur
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Hallo Walther,

Deine vermeintliche Textanalyse ist der Versuch, eine Meinungsverschiedenheit zwischen uns mit Spitzfindigkeiten, die Du an die Textbausteine heftest, auf die Spitze zu treiben.

So was spiele ich nicht.

Elke

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Walther
Routinierter Autor
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Liebe Elke,

dann hast Du mich falsch verstanden. Vielleicht solltest Du anderen zutrauen, daß sie in der Lage sind, das eine und das andere auseinanderzuhalten. Dinge, die nicht öffentlich diskutiert werden, gehören ĂŒbrigens auch nicht hierher, sonst hĂ€tte ich sie öffentlich gemacht. Ich empfehle einfach, die Regeln des fairen Umgangs auch im Falle einer Mißstimmung einzuhalten.

Dieses Gedicht ist ein guter Text, den ich aus meiner Sicht bewertet - mit "8" - und kommeniert habe. Als letzte Zeile schrieb ich

quote:
Gerne gelesen.
Das schreibt nur einer, der es genau so meint. Sonst braucht er es nÀmlich nicht zu schreiben.

Da gab es eigentlich keinen Interpretationsspielraum. Aber gut, sei es wie es sei.

Du schreibst gute Texte, ohne Zweifel. Aber jeder Mensch ist eines nicht, nÀmlich fehlerfrei. Aber das nur am Rande.

Bester Gruß

W.
__________________
Walther
"Gelegenheit.Macht.Dichtung"

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