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Leselupe.de > Ungereimtes
fremder Himmel
Eingestellt am 01. 07. 2003 17:24


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coco
???
Registriert: Jun 2002

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So folgst du nun dem Traum
der dir den Weg ins Licht verspricht

Sonnst dich
unter fremdem Himmel
dessen Sterne
Lügen sind

Zerschnitten
glaubst du
den Schleier deines Gestern

Achtlos
zerfließen die Farben
in dem Fluss der Zeit

Dein Spiegelbild
erkennt die neue Maske nicht
die deine rohe Haut verbirgt
-zerbirst in tausend Stücke –

Trink

Trink
aus dem Kelch
deiner vergessenen Wahrheit
die der Narr
dir reicht
ehe der Wind
die Scherben deiner selbst
ins Nichts
verstreut



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Odyssee
Häufig gelesener Autor
Registriert: Nov 2002

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Also im ersten Moment wusste ich gar nicht so recht, ob es wirklich die coco, die ich zu kennen glaubte, welche diesem Text geschrieben hat. Ungewohnte Worte von dir. Gefällt mir unheimlich gut! Im wahrsten Sinne des Wortes, denn die Stimmung ist wirklich sehr düster, leicht bedrohlich, die dein Gedicht vermittelt. Ich fand es wirklich erstaunlich auch diese Seite an dir wiederzuentdecken. Ich habe es dir zwar schon oft gesagt, aber deine Wortspiele (fremder Himmel, Sterne = Lügen, der Narr) sind einfach grandios! Die Wiederholung des imperativen Aufrufs "trink" war wirklich ein Meisterstreich. Ohne dir schmeicheln zu wollen, aber dies ist wirklich einer der Besten Texte, die ich je in Literatúrforen lesen durfte

Klasse!

liebe Grüße
Odyssee

__________________
keep on writing !

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andromeda
???
Registriert: May 2003

Werke: 9
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hallo coco,

gefällt mir sehr gut! aber müsste es nicht ...

Zerschnitten
glaubst du
dem Schleier deines Gestern

statt "den" heißen? oder habe ich da was falsch verstanden??


vlg andromeda
__________________
Wer nicht auf seine Weise denkt, denkt überhaupt nicht. (Oscar Wilde)

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coco
???
Registriert: Jun 2002

Werke: 64
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hallo Odyssee,

was soll ich sagen...?
ist wieder einmal ein text dessen erste beiden zeilen schon seit monaten stehen und darauf warteten fertiggeschrieben zu werden. gestern hab ich dann in einem buch eine passage gelesen, die mich unheimlich gefesselt hat und...plötzlich war der text da, einfach so.

es ist wirklich ein text, mit dem auch ich endlich wieder einmal zufrieden bin (manische textunzufriedenheit ), obwohl ich denke, dass er sehr schwer zu verstehen ist. um so mehr freut mich natürlich deine antwort, Odyssee, vielen dank
(rufst du eigentlich deine "foto-emails" noch ab ?)

hallo andromeda,

freut mich auch sehr, dass dir mein text gefällt und dass er dir etwas sagen konnte.

zu deiner frage: der protagonist glaubt in diesem fall, dass der "schleier zerschnitten" ist, nicht er selbst, daher denke ich, dass es grammatikalisch richtig ist "den" zu verwenden.
(ach, schon wieder diese blöde grammatik, das hatte ich doch schon bei einem meiner letzten texte)

liebe grüsse von coco

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lapismont
Foren-Redakteur
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Hallo coco,

nix gegen Grammatik, es ist das Klavier Deiner Melodien.
Berherrsch es, und Du spielst zweihändig "Alle meine Entchen", als wäre es Elfengesang!

Das Zerschnitten wirkt missvertständlich, weil das "ist" fehlt
(Ein Adverb ohne Verb).
Du meinst das im Sinne von "wähnst" (braucht kein ist).

Ich finde den Text aber auch sehr romantisch - im Sinne von Melancholie.

cu
lap

__________________
Kunst passiert.

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coco
???
Registriert: Jun 2002

Werke: 64
Kommentare: 205
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hallo lapismont,

...zweihändig "Alle meine Entchen" spielen, hm, ich glaube, dass ich das sogar noch hinbekommen
____

du glaubst
der Vorhang deines Gestern
ist zerschnitten


ich denke mal, wenn ich diesen abschnitt grammatikalisch richtig so formulieren würde, würde sich das ganze nicht mehr nach einem gedicht anhören, sondern eher nach einem prosa-text. die anderen abschnitte würden dann geradezu nach "vervollständigung" schreien und müssten auch geändert werden. - wobei ich glaube, dass die grammatik dieses abschnitts ja eigentlich gar nicht falsch, sondern nur missverständlich ist.-

dein vorschlag das wort "glaubst" durch "wähnst" zu ersetzen würde das ganze wahrscheinlich deutlicher machen, da hast du recht. ich werd mir das ganze mal durch den kopf gehen lassen...
oh mann, grammatik hab ich schon in der schule gehasst ...

ich danke dir für die auseinandersetzung mit meinem text.

liebe grüsse von coco

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