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Leselupe.de > Ungereimtes
gegen ende
Eingestellt am 06. 09. 2004 08:06


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Herzog
???
Registriert: Apr 2004

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gegen ende


keine punkte zu beschreiben
auf der lebenskugel
kein anfang kein ziel
kreis im kreis der unendlichkeit

zukunftsmusik nicht mehr:
die sphĂ€renklĂ€nge ĂŒber uns
nur sehnsuchtsvoll
herbeigetrÀumte vergangenheit

zunehmende
trÀgheit des verlangens
erinnerung verlischt
an noch nicht ferne zeit

und hinter trĂŒben augenblicken
dÀmmert die frage auf
was das wohl sei:
die ewigkeit

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Dorothea
HĂ€ufig gelesener Autor
Registriert: Jul 2004

Werke: 33
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Am Ende nur TrÀgheit des Verlangens?

Hallo Herzog,

bei Deinem Text bin ich "hÀngen" geblieben, weil mich das Thema sehr interessiert (Lebensende, Leben in der TodesnÀhe), und weil mich ein paar Formulierungen sehr stark angesprochen haben, z.B.

herbeigetrÀumte vergangenheit oder

trÀgheit des verlangens oder

und hinter trĂŒben augenblicken
dÀmmert die frage auf
was das wohl sei:
die ewigkeit


Doch insgesamt finde ich den Text sehr stark eingeschrÀnkt auf das Negative und vor allem in der ersten Strophe auch etwas "falschsichtig":

keine punkte zu beschreiben
auf der lebenskugel
kein anfang kein ziel
(stimmt doch gar nicht!)
kreis im kreis der unendlichkeit (sehr nebulös!!

Ein Anfang ist immer gegeben in der Lebensgeschichte eines Menschen und i.d.R. bis ganz kurz vor dem unmittelbaren Sterbeprozess auch noch Ziele (z.B. Schmerzfreiheit, Familie versorgt wissen, ...).

Meiner Erfahrung können Sterbende sehr wohl viele "Punkte auf ihrer Lebenskugel" beschreiben, kommentieren, reflektieren.
Ich hoffe, die Anmerkungen sind fĂŒr Dich Anregungen oder Fragen einer interessierten Leserin und nicht etwa KrĂ€nkungen.
LG.

__________________
Dorothea Gebauer
----------------------
Sein ist mehr als Haben.

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Herzog
???
Registriert: Apr 2004

Werke: 39
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Sicherlich kann man ...

... den Text so lesen, wie du es tust, aus der anteilnehmenden Sicht des Begleiters, auch des Sterbenden selbst, dann fordert er zum Widerspruch heraus - was selbstverstĂ€ndlich zu akzeptieren ist. - Es gibt aber eben auch die gewissermaßen "phĂ€nomenologische" Sichtweise: Leben und Tod als einander bedingende Wirklichkeiten, ein ewiger Kreislauf zwischen dem Gestern und dem Morgen...

Ich danke dir fĂŒr deine Anteilnahme an dem Geschriebenen, du hast mir damit neue, aufschlussreiche Ansatzpunkte fĂŒr ein anderes TextverstĂ€ndnis aufgezeigt.

Viele GrĂŒĂŸe, Herzog

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