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Leselupe.de > Ungereimtes
gehen lassen
Eingestellt am 09. 04. 2007 18:15


Autor
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Julia P
Routinierter Autor
Registriert: Mar 2007

Werke: 11
Kommentare: 136
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eine frau gebar mich
eine frau wiegte mich
ein mann liess mich fallen

eine frau lehrte mich
ein mann schlug mich
eine frau tröstete mich

ein mann sagte, er liebe mich
und hielt mich deshalb fest
eine frau liebte mich
und liess mich deshalb gehen

und jetzt gehe ich zu einem mann
um zu gebÀren, zu wiegen
zu lehren, zu trösten, zu lieben

aber vorher
lasse ich ihn gehen
__________________
Das, was dem Leben Sinn verleiht, gibt auch dem Tod Sinn.
(Antoine de Saint-Exupéry)

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Burana
Guest
Registriert: Not Yet

Hallo Julia!
Deine Zeilen sind sehr tiefsinnig und gut geschrieben. GefÀllt mir!
Liebe GrĂŒĂŸe, Burana

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Nil
Schriftsteller-Lehrling
Registriert: Apr 2007

Werke: 15
Kommentare: 69
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Hallo Julia,

meine Mutter und ich haben uns mit deinem Werk auseinandergesetzt und sind zu zwei verschiedenen Interpretationen gelangt:

Sie meint in der dritten Strophe hĂ€lt der Mann sie (das lyrische Ich) deshalb fest, weil sie noch an ihm hĂ€ngt, also die Gedanken an ihn nicht verdrĂ€ngen kann, obwohl er sie nicht wirklich liebt, weil er nur sagt er liebe sie, im Gegensatz zur Frau in der selben Strophe, die wirklich LiebesgefĂŒhle fĂŒr sie hat.
Am Ende meint meine Mutter das lyrische Ich lĂ€sst den Mann gehen, weil sie keine GefĂŒhle fĂŒr ihn hat, ihn nicht wahrhaftig liebt: Ihr Herz hĂ€ngt noch an dem Mann, der in Strophe drei beschrieben wird.

Ich denke jetzt, das der Mann in der dritten Strophe sie zwar nicht liebt, aber sie dennoch festhĂ€lt im Sinne einer Einengung: Er lĂ€sst ihr keinen Freiraum, schnĂŒrt ihr die Luft ab sozusagen.

In Bezug auf das Ende glaube ich sie lĂ€sst ihn gehen, weil sie ihm Freiraum lassen will. sie hat nicht die Absicht den selben Fehler wie der Mann in Strophe Drei zu manchen, sondern will sich wie ihre Mutter verhalten, hat aber auch GefĂŒhle fĂŒr den neuen Mann.

Liegen wir nun beide falsch oder nicht? Hat einer von uns Recht?
Das interessiert mich brennend.
Wir mögen dein Gedicht beide sehr. Freu mich auf eine Antwort.
Du kannst ja auch auf die anderen Strophen eingehen. Der Mann in Strophe Eins ist der leibliche Vater, oder? Der in Strophe Zwei der Stiefvater?

__________________
"Es hat keinen Sinn zu diskutieren, wenn es keine Sprache gibt, die man teilt."

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