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Leselupe.de > Ungereimtes
gelenkblume
Eingestellt am 13. 04. 2005 14:39


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Venus
Häufig gelesener Autor
Registriert: Oct 2003

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trotzig auftreten
infedern und flügel wachsen
ahnend aus dem hirn



© gabriele schmiegelt


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den wind im rücken, sterb ich mich ein
in den großpassat -
und lebe erst recht

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Antilope
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...flügel wachsen ahnend aus dem hirn...

Vielleicht baut mich das etwas auf in meiner düsteren Stimmung...

Lustiger Titel.
Verstehe ich richtig, das da unter der Blüte so ein Gelenk ist, mit dem sie sich nach der Sonne ausrichtet?

Lustige Grüße



__________________

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Montgelas
???
Registriert: May 2004

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3 varianten - eine davon typischmann gedacht

liebe venus,

pflanzliches-politisches:

- knüpfe ich an deine wandernden margeriten,
  ihren sternmarsch an. dann sind die bilder,
  die in mir aufsteigen blumen. tausendschönchen,
  die trotzig, sich nicht unterkriegen lassen,
  die ihren kopf zu gebrauchen wissen.
  sie recken sich der sonne entgegen.
  ob eine gärtnerin hilft, ob diese gewerkschaft heißt,
  wissen wir nicht - oder wissen wir doch.

tierisches und menschliches:

- ein flügge gewordenes kücken/mädchen,
  kaum aus den federn der glucke,
  der eltern entlassen, ahnt und weiß,
  dass ihm/ihr flügel wachsen werden.
  trotzig steht es/sie da und nach jeden
  gescheiterten gehversuch wieder auf,
  das kücken lernt. das mädchen denkt und lernt.

animalisches - menschliches:

  ja, am morgen in den federn, spielt sich manches ab im
  kopf, phantasie beflügelt trotziges auftreten.
  eros meldet sich. steht auf ! und reckt sich der sonne   entgegen.


ein offener text, ein rätsel,
doch immer ist es der "aufstand",
der gelingt;
hirn braucht es allerdings in allen varianten .


meint fröhlich

rätselnd

montgelas

p.s. im titel könnte man einen hinweis auf den stillen, aber sehr empfindsamen o.l. vermuten, dessen verse mich immer sehr erfreuen.



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Venus
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Die lustigen Grüße freuen mich!
Danke – geb sie dir gern zurück!

Liebe(r) Antilope,

die Gelenkblume gibt es wirklich.
Und die richtet sich ganz bestimmt nach der Sonne; das hat <Gepflänz> im allgemeinsen nun mal so ansich. Da will es hin.
Doch – sie lässt sich - in der Tat – auch biegen! Nicht nur <ver>, sondern dorthin, wo man möchte. Man.

So.
Jetzt werde ich kurz philosophisch – obschon mir deine Interpretation, so wie sie dasteht – ganz außerordentlich gefällt.

Man möchte (das unterstelle ich ein wenig in diesem Gedicht) sich doch bitte biegen. Bewegen. Federn. Da wo man hintritt nicht bloß Eindrücke hinterlassen. Sondern selbst spüren, dass Widerstand nicht unbedingt nur etwas mit Hemmen zu tun hat. Dann wachsen einem Flügel. Ergo hieße das dann:
Aus! (Ende, Schluß, Fini) mit Gehirne –
Aus - dem Hirn.
Denken nicht mehr (vordergründig) notwendig. Erst mal leben. Dann und nur dann – denkt es sich auch.

Insofern – jawoll.
Nach der Sonne…!

Lieben Gruß,
Gabi





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Venus
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Unterstell du mir ruhig,
mein lieber Montgelas,
so allerhand ;o)

Am allermeisten den Otto Lenk!
Ich hoffe von Herzen, er freut sich.


Am allerbesten gefällt mir deine letzte Interpretation, obschon alle drei gleichwohl schier an dem kleben, was ich gerne ausgesagt hätte.

Der Gedanke, mit beiden Füßen trotzig aufzutreten. In Federn. Der hat mir gefallen.
Mir ist selbst oft so sehr nach stampfen. Doch weiß ich, dass im Anschluss bloß die eigenen Beinchen brennen.
Deshalb: her mit den Federn!
Könnte man sich selbe dann gar noch ans Hirn kleben und damit fliegen – 's wär schier traumhaft.
(Traum Haft)

Es gilt: Leben!

Danke,
für soviel Hirn -

recht herzlich
(und nicht minder fröhlich)
Gabi


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Inu
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Hallo liebe Venus


trotzig auftreten
federn und flügel wachsen
ahnend aus dem hirn


So wäre es ein perfektes, aber nicht sehr aufregendes Senryu mit der Silbenzahl 5,7,5

Gelenkblume
trotzig auftreten
infedern und flügel wachsen
ahnend aus dem hirn


ein 'in' vor die Federn gesetzt- ein interessanter Titel dazu und schon ist es ein rätselhaftes Stück Lyrikkunst geworden über dessen tiefen Sinn sich viele noch lange den Kopf zergrübeln werden.

Ist ja legitim.

Es soll keine (Ab)Wertung sein.
Ich wollte es nur mal feststellen.


Liebe Grüße
Inu

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Venus
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Neinnein, liebe Inu,

es war schon Kunst, bevor es mich gab
;o)

Danke, für deine feine Arbeit!
Es ist ein Deudre - ;o)
Hier klicken

...und darüber möchte man doch nachdenken -
oder...?


Lieben Gruß,
Gabi
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