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Leselupe.de > Ungereimtes
gestreuter Tod
Eingestellt am 02. 08. 2010 08:06


Autor
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Lena Luna
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aus dröhnenden Himmeln
lassen sie es regnen

lustiges Zeug smartbunt

auf Feldern und Weiten
Tod und Zerstörung

sekundenschnell

verborgen und t√ľckisch
jahrzehntelang

Kriege ziehen kreischend vorbei

in der Ruhe danach
lauert der Tod
unter der erschöpften Krume

(gestern ist die Internationale Konvention gegen Streubomben in Kraft getreten)


Version vom 02. 08. 2010 08:06
Version vom 03. 08. 2010 07:42
Version vom 03. 08. 2010 15:26

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Rhea_Gift
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gef√§llt auch mir gut, das Bild - w√ľrd nur die Formatierung √§ndern:

aus dröhnenden Himmeln
lassen sie (es?) regnen

lustiges Zeug smartbunt

auf Feldern und Weiten
Tod und Zerstörung

sekundenschnell

verborgen und t√ľckisch
jahrzehntelang
Kriege ziehen kreischend vorbei

die Ruhe danach lauert
unter der erschöpften Krume



>> auch ich finde kreischend passend, ein fieser Laut kreischende Sterbende,kreischende Hinterbliebene, kreischendes Bersten von so vielem... Donnern hat irgendwie noch einen zu sehr auch heroisch positiv besetzen Beiklang (Zeus, der Donner - Macht, verehrte Stärke); Kreischen ist so gar nicht positiv zu deuten...
das in Klammern vorgeschlagene "es" muss nicht sein, klänge so nur etwas gefälliger...

Gelungen, liebe Lena,

lg, Rhea
__________________
...Seele, bist du nun erwacht?...Und sie zittert, und sie lacht allen Himmelssternen zu... (Hesse)

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Lena Luna
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PS
wollte noch erwähnen, dass es eine Bombenart gibt, die sich Smart nennt

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Heidrun D.
Guest
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Liebe Lena,

der Anlass ehrt dich, doch das daraus resultierende Gedicht finde ich diesmal nicht besonders gelungen:

quote:
aus dröhnenden Himmeln
lassen sie es regnen

Der Himmel an sich ist ja nicht dröhnend. Deshalb gefällt mir die Formulierung nicht. Besser wäre vermutlich: Der Himmel dröhnt

quote:
lustiges Zeug smartbunt

Hier w√ľrde ich das "lustig" ersatzlos streichen, weil es in seiner zynischen Aussage nicht zum Resttext passt. Evtl.: Fallende Bomben,"smartbunt", oder "bunte Smarties"

auf Feldern und Weiten
sekundenschnell
Tod und Zerstörung


quote:
verborgen und t√ľckisch
jahrzehntelang

Wenn der Abwurf verborgen bliebe, könntest du ihn nicht sehen.

quote:
Kriege ziehen kreischend vorbei

Hier finde ich das "Kreischen" ungl√ľcklich gew√§hlt.

quote:
die Ruhe danach lauert
unter der erschöpften Krume

Ich kann mir nicht vorstellen, dass Ruhe "lauert", denn sie ist etwas Positives. Richtiger wäre: "wartet."

Du siehst also, bei mir handelt es sich um einen echten Verriss. Nicht böse sein - ich habe von dir bereits viel Gutes gelesen ...

Ausgezeichnet finde ich √ľbrigens die "ersch√∂pfte Krume."

Freundliche Gr√ľ√üe
Heidrun

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Lena Luna
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liebe Heidrun,
ich meinte mit meinem Gedicht die Streubomben, die oft als buntes Kinderspielzeug getarnt und scheinbar harmlos, und als Bomben nicht zu erkennen, jahrzehntelang in den Feldern liegen, eine immerw√§hrende Bedrohung f√ľr die Zivilbev√∂lkerung.
Die dr√∂hnenden Himmel sind f√ľr mich die Himmel, die durch den L√§rm der Flugzeugmotoren dr√∂hnen.
Die nach einem Krieg entstandene Ruhe ist nur scheinbar so, denn es lauert der Tod verdeckt in den Feldern.
Danke dir f√ľr die Auseinandersetzung mit meinen Zeilen.

Liebe Gr√ľ√üe
Lena

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