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Leselupe.de > Ungereimtes
gezählte Tage
Eingestellt am 16. 07. 2006 10:14


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Franka
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gezählte Tage


erstes licht
gedämpft durch morgennebel
schenkt
den neuen tag
nehme ihn
ohne zu fragen
nach dem was er bringt
will ihn lieben
wie den letzten

der abend
nimmt ihn
als sein angestammtes recht
lässt mir die nacht
in die ich falle
davon zu träumen
dass ich wieder erwache

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anbas
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Registriert: Mar 2006

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Hallo Franka!

Einfach nur wunderschön dieser Text! Ich überlege gerade, ob das Ende des Gedichtes noch zarter und weicher klingt, wenn ein kleines 'e' dazukommt :

quote:
dass ich wieder erwache

So, wie Du das Ende jetzt gestaltet hast, klingt das Ende für mein Empfinden ein wenig zu hart. Doch das ist nur eine Kleinigkeit.

Liebe Grüße

Andreas

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Franka
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Danke,

habe dein "e" gerne genommen.

LG Franka

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Sandra
Guest
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Liebe Franka,

ich falle gleich mal mit der Tür ins Haus. Die Zeilenumbrüche mögen mir nicht einleuchten. Sie dienen in diesem Fall dazu, einen Satz zu teilen - mehr nicht.
Was ich meine: Das Gedicht könnte durchaus ein Fließtext sein. Was dazu fehlt sind ein, zwei Pronomen, mehr nicht. Du praktizierst eine Art 'Weglassen' im Text, was aber m.E. keiner Verdichtung gleich kommt. Des weiteren:

erstes licht, gedämpft durch morgennebel, schenkt (dem) den neuen tag (Was??)
Was schenkt das erste Licht dem neuen Tag? Oder soll es heißen: Das neue Licht wird dem Tag geschenkt. In diesem Fall müsste es ebenfalls 'dem' heißen und in dieser Variante auch (ge)schenkt.
Zudem erscheint es mir von der Aussage dünn. Zu dünn, um letztendlich eine zu sein.

nehme ihn ohne zu fragen nach dem was er bringt. will ihn lieben wie den letzten.

Auch diese Aussage ist mir etwas dünn. Auch diese Zeilen deines Gedichtes sind eigentlich ein Satz.

Ich empfinde es so, dass dein Gedicht in meinen Augen nicht wirklich eines ist, eher ein spontaner Tagebucheintrag. Mit dieser Aussage möchte ich dich nicht ärgern, lieber möchte ich noch einmal verdeutlichen, wieso ich so empfinde.

'Gedämpft durch Morgennebel' ist eine Aussage, die eine ganze Zeile in deinem Gedicht einnimmt. Getrennt durch Zeilenumbruch bekommt sie eine hervorgehobene Bedeutung. Ein weiteres Mal frage ich mich, warum dies geschieht? Du führst weder die Stimmung weiter, die der Nebel mit sich bringen kann, (dieses Naturbild kann viel mit sich tragen: Düsternis, Sorge, Unberührtheit) noch bekommt diese Zeile oder der beschriebene Zeitpunkt später eine Bedeutung zugeschrieben, was diese Aussage letztendlich für mich unbedeutend macht. Zum Ende des Gedichtes habe ich sie vergessen.
Die Aussage des ersten Abschnittes ist: Du willst jeden Tag so lieben, wie den zuvor. Das ist nicht möglich und, wie ich meine, auch nicht erstrebenswert. Man sollte ihn nehmen und leben, wie er kommt. Ihn zu lieben wäre noch nicht einmal schön, denn wohin würde uns dieser Gleichmut letztendlich bringen? Somit ist es mir viel zu weit von meiner Realität und meinem Empfinden entfernt. Ähnlich empfinde ich bei dem letzten Absatz, der die kleine Aussage hält, zu träumen am Morgen wieder zu erwachen. Das sind nicht meine Träume, das waren sie nie und deshalb gelingt es mir auch hier nicht (nachzu)empfinden.

LG
Sandra

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Franka
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Liebe Sandra,

in der Lyrik gibt es kein „Tagebuch“ und stimmt, da gehört dieser Text eigentlich hin. Es ist/war eine Momentaufnahme und mit dem Licht kam der neue Tag. Das lyrische „Ich“ wollte ihn lieben, denn da war die Angst, es könnte der letzte sein.
Ich finde es völlig in Ordnung, wenn du dieses kleine Werk nicht magst. Heute, mit etwas Abstand, würde ich es auch anders schreiben.

LG Franka

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